Dr. Dieter Wiefelspütz (SPD)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Dr. Dieter Wiefelspütz
Jahrgang
1946
Berufliche Qualifikation
Jurist, Richter a. D.
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, selbst. Rechtsanwalt in Lünen
Wahlkreis
Hamm - Unna II
Landeslistenplatz
31, Nordrhein-Westfalen
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Ich erkenne das Simulieren der Tötung eines Menschen, indem ich meinen Verstand bemühe. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Soziales
24.01.2008
Von:

Guten Tag Herr Dr.Wiefelspütz,

Ihre fachliche Kompetenz im TV beeindruckt mich immer wieder. Deshalb möchte ich mich mit einer Bitte um Auskunft an Sie wenden.
Im Rentenbescheid vom 13.08.2005 werde ich verpflichtet, innerhalb der Krankenversicherung einen Anteil von 0,5% für Krankengeld zu zahlen. Da ich aber Rentner bin, habe ich keinen Anspruch auf Krankengeld. Ich finde, es besteht ein elementarer Verstoß gegen das Versicherungsprinzip, wenn ich einen Beitrag zahlen muss, ohne je ein Recht auf Leistung zu haben.
Am 18.08.2005 habe ich Widerspruch eingelegt und das Ruhen des Verfahrens beantragt bis das Musterverfahren eine höchstrichterliche Klärung herbeiführt.
Können Sie mir sagen, wie der genwärtige Stand ist? Der Widerspruch ist ja nun schon weit über zwei Jahre her. Bei Rentnern ist die Erlebenszeit doch schon eingeschränkt.
Für Ihre Bemühungen im voraus besten Dank.

Mit freundl. Grüßen
G.
Antwort von Dr. Dieter Wiefelspütz
5Empfehlungen
30.01.2008
Dr. Dieter Wiefelspütz
Sehr geehrter Herr ,

ich bin kein Spezialist für Sozialrecht, habe mich aber in Ihrer Sache im Gesundheitsministerium erkundigt.

Die Auskunft die ich erhalten habe leite ich Ihnen zu:

"Zur Beitragsbemessung in der gesetzlichen Krankenversicherung für Rentnerinnen und Rentner teile ich Ihnen folgendes mit:

Grundlage für die Berechnung der Krankenversicherungsbeiträge auf Renten ist nach § 247 Abs. 1 Fünftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB V) der allgemeine Beitragssatz der einzelnen Krankenkasse. Aufgrund der Tatsache, dass Rentner keine Krankengeldanspruch haben, könnte zwar daran gedacht werden, den Beitragssatz für die Renten nicht an den allgemeinen Beitragssatz, sondern an dem "ermäßigten" Beitragssatz, der nach § 243 SGB V für alle Versicherten ohne Krankengeldanspruch gilt, zu orientieren. Die Beiträge der Rentner decken aber die für Sie entstehenden Leistungsaufwendungen nur zum Teil; der größere Teil dieser Aufwendungen wird aus den Beiträgen der Aktiven mitfinanziert.

Zwar haben auch die heutigen Rentner während ihres Arbeitslebens die damaligen Rentner mitfinanziert. Wegen der damals niedrigeren Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung und der vergleichsweise niedrigeren Leistungsausgaben der Krankenkassen war der von den Rentnern zu tragende prozentuale Anteil an den Leistungsaufwendungen aber erheblich geringer als der, der von den heutigen aktiven Beschäftigten aufgebracht werden muß. Um zu verhindern, dass dieser Anteil noch weiter steigt, ist es erforderlich, dass auch Rentner nach dem allgemeinen Beitragssatz zahlen. ..."

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Dieter Wiefelspütz
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
25.01.2008
Von:
-

Herr Wiefelspütz,

viele Grüße aus Hamm, auch im Namen meines neuen Ehepartners, den ich zu den Werten der SPD bekehren konnte!
"Arbeiter aller Länder, vereinigt euch!", ach, was waren das noch Zeiten...

Der Staatsrechtler (Titel?) Winkler vertritt in seinen am 23.01.2008 erschienen Erklärungen zur Parteien und Wirtschaftspolitik die These, Wirtschaft wird immer versuchen über die politische Beeinflussung sich einseitige Vorteile zu organisieren. Ausführlich ist das unter www.michaelwinkler.de zu lesen. SEHR AUFSCHLUSSREICH!!!

Wie kann denn verhindert werden, sich auf Kosten der Endverbraucher durch Kungelei mit an den richtigen Stellen installierten Freundschaften ein bestmöglichstes Ergebnis für die Wirtschaft zu erzielen?

Das heißt doch in Umkehrschluss, sobald man eine politisch sichere Position ab Kreisebene innehat, geschieht automatisch die Seilschaft?
Als Erkenntnis sehe ich nunmehr die Aberwitzigkeit eines sich demokratisch nennenden Politzirkus, welcher aber im Grunde genommen automatisch zu einer Parteiendiktatur führen muss und aufstrebende moralische Gruppierungen erst gar nicht in mittlere Bereiche steigen lässt.
Bedenklich finde ich Massenveranstaltungen wie Parteiwahlschlachten, wo der Spitzenkandidat von einer Schar Besucher beklatscht werden. Dann weiss ich 100%ig, dieser Staat ist mit seinen Vertretern voll konform, aber unwissend, über die inneren Prozesse zur Entscheidungsfindung, respektive, wie Gesetze entstehen und für WEN selbige wirtschaftlich gesehen entstehen. Darum sind wir aus der CDU ausgetreten und hoffen, die SPD wird es schon besser machen. Beck muss Kanzler werden, unbedingt!
Wie sehen Sie die Sache und halten auch Sie Herrn Beck für den richtigen Mann, der die Politik neu gestalten wird?

Mit den besten parteilichen Grüßen,
-
Antwort von Dr. Dieter Wiefelspütz
1Empfehlung
22.02.2008
Dr. Dieter Wiefelspütz
Sehr geehrte Frau -,

Kurt Beck ist Bundesvorsitzender der SPD. Er wird in der SPD und außerhalb der SPD von einer großen Zustimmung getragen.

Ich kann mir demokratische Wahlen nicht ohne Wahlkampf vorstellen. In Deutschland haben Wahlkämpfe eher nicht den Charakter von "Schlachten". Die finanziellen Aufwendungen und der Materialeinsatz hält sich eher in Grenzen. Ich weiß aus vielen eigenen Wahlkämpfen, daß wir vor Ort für "Materialschlachten" gar nicht das Geld haben.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Dieter Wiefelspütz
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Frage zum Thema Integration
25.01.2008
Von:

Betrifft das neue Aufenthaltsgesetz, gültig seit 28.08.07 : Dort wird der Ehegatte eines Deutschen verpflichtet , beim Nachzug zu seinem Deutschen Ehepartner, Grundkenntnisse der Deutschen Sprache
zu belegen. Aus dem vom Gesetz geforderten "Einfachen Deutschkenntnissen" ist in der Praktischen Anwendung bei den Botschaften inzwischen ein "ES MUSS EIN A1" Zertifikat "NUR" des Goethe Institut sein. Alle von mir Kontaktierten Botschaften, verlangen ein Zertifikat, nur vom Goethe Institut ! Auch im Flyer vom Bundesamt für Migartion ist davon die Rede.Leider gibt es in vielen Ländern kein Goethe Institut. Und in vielen Ländern, kann das Institut auch sehr weit vom Wohnsitz weg sein. Beispiel Rußland Moskau –Ohtkos zb. ca. 9000 km. Es ist ja nicht nur das Problem der Sprachkenntnisse . Es ist auch noch höchst ungerecht geregelt. Deutscher heiratet Russischen Staatsbürger ? Sprachnachweis nötig ! Deutscher heiratet Russischen Staatsbürger mit Hochschulabschluss ? Sprachnachweis vielleicht nötig ! Belgier (oder anderer EU Bürger) , wohnhaft in Deutschland heiratet Russischen Staatsbürger ? Sprachnachweis nicht nötig .

Nun zu meinen Fragen.

Wie kann man als SOZIALdemokratischen Partei einem Gesetz zustimmen, das zb. Besserverdienende eindeutig besser stellt.
Denen denen macht es nichts aus, den Sprachkurs seines Ehepartners im Ausland zu finanzieren, und damit die Übersiedlung nach Deutschland erst möglich zu machen. (Unterkunftskosten Lebenshaltungskosten, in Moskau für 3 Monatigen Kurs, kommen dem in München gleich) Mit Kurs locker 5000 EU

Oder einem Gesetz das EU Ausländer besser stellt, als Deutsche. Die brauchen dank EU Freizügigkeit, keinen Sprachnachweis.

Oder gibt es jetzt 3 Sorten von Deutschen. 1 Deutsch geboren, 2 Doppelstaatler mit hohem Einkommen, beide brauchen die Ehe nicht im Ausland zu führen. Und die dritte Klasse, Doppelstaatler die wenig verdienen, und deshalb zugemutet werden kann, im Ausland zu leben ?

M.F.G.
Antwort von Dr. Dieter Wiefelspütz
3Empfehlungen
29.01.2008
Dr. Dieter Wiefelspütz
Sehr geehrter Herr ,

ich habe zum Ehegattennachzug bereits mehrfach Stellung genommen. Ich bitte Sie, meine Antworten bei abgeordnetenwatch nachzulesen. Wir müssen uns intensiver um gute Bedingungen für Integration in Deutschland kümmern. Das ist der Sinn der Regelungen zum Ehegattennachzug. Ich halte einfache Kenntnisse der deutschen Sprache für eine sachgerechte und zumutbare Mindestanforderung beim Ehegattennachzug. Frankreich und die Niederlande gehen im Übrigen den gleichen Weg.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Dieter Wiefelspütz
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
25.01.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Wiefelspütz,

in ihrer Antwort zur Frage 93133 kündigen Sie an, ein Buch über die sog. "Online-Durchsuchung" zu schreiben und geben sich gleichzeitig als Sicherheitsexperte zu erkennen. Ich würde nun gerne erfahren welche Kompetenzen Sie denn vor allem auf dem Gebiet der IT-Sicherheit vorzuweisen haben. Wieviele Programmiersprachen sprechen Sie beispielsweise? Wie weit sind die mit den mathematischen Grundsätzen moderner Kryptographie-Verfahren vertraut? Würden Sie es sich zutrauen, ein Programm wie den "Bundestrojaner" selbst (vielleicht unter Mithilfe anderer Sicherheitsexperten) zu schreiben?

Mit freundlichen Grüßen,
S.
Antwort von Dr. Dieter Wiefelspütz
12Empfehlungen
26.01.2008
Dr. Dieter Wiefelspütz
Sehr geerter Herr ,

ich mache im Parlamet Gesetze, nicht Software. Ich benutze einen Laptop, ich habe das Gerät aber nicht produziert. Ich bin im "Nebenberuf" Rechtswissenschaftler, nicht Mathematiker, Techniker oder Physiker. Ich habe an einer Universität einen Lehrauftrag an der rechtswissenschaftlichen Fakultät, nicht an der naturwissenschaftlichen Fakultät. Über die Zulässigkeit der Online-Durchsuchung von Festplatten entscheiden Verfassungsrechtler, nicht Techniker. Meine gegenwärtig ca 80 rechtswissenschaftlichen Veröffentlichungen können Sie in jeder rechtswissenschaftlichen Bibliothek einsehen. Wenn ich eine Frage nach der Software habe, weiß ich, wer mir zuarbeitet.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Dieter Wiefelspütz
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Frage zum Thema Finanzen
25.01.2008
Von:

Herr Dr. Wiefelspütz,

ich halte es für meine Pflicht Sie zu bitten, sofort die Bevölkerung über die monetäre Situation zu informieren.

Es ist nicht mehr zu stoppen, der Crash kommt und wird den EURO mit auflösen.
www.hartgeld.com
ist noch sehr verhalten mit Informationen doch wird dort ausdrücklich geraten, SILBER und kleinere Goldmünzen zu kaufen. Notrationen an Grundnahrungsmitteln und Getränken werden auch empfohlen.
Warum wird die Bevölkerung nicht durch die Politik umfassend vorgewarnt? Ich hatte es noch vergessen zu erwähnen: Ich arbeite in einer Bank und sehe erste Tendenzen, wie Sparguthaben bewegt werden. Mehr darf ich aus verständlichen Gründen nicht sagen.

Wie immer beschwichtigt die Mainstreampresse und unsere Politiker sitzen längst im Trockenen, wenn wir baden gehen oder?

Es ist ernst und ich erwarte Ihre geschätzte Antwort, da ich Ihnen noch trauen kann.

Antwort von Dr. Dieter Wiefelspütz
1Empfehlung
22.02.2008
Dr. Dieter Wiefelspütz
Sehr geehrte Frau ,

von den Empfehlungen des Internetportals "hartgeld" halte ich überhaupt nichts. Die Welt geht im Jahre 2008 nicht unter. Ich bin mir ganz sicher.

Mit freundlichen Grüßen


Dr. Dieter Wiefelspütz
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