Dr. Andreas Schwab (CDU)
Abgeordneter EU

Grunddaten
Dr. Andreas Schwab
© info@cducsu.eu
Jahrgang
1973
Berufliche Qualifikation
Regierungsassessor a.D., Rechtsanwalt
Ausgeübte Tätigkeit
MdEP
Wohnort
-
Bundesland
Baden-Württemberg
Bundeslistenplatz
3
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(...) Natürlich müssen wir die Benes-Dekrete kritisch mit der TOP 09 diskutieren. Wichtige Kriterien für eine Aufnahme in der EVP-Fraktion sind aber auch die Überzeugung für die Verwirklichung eines wettbewerbsfähigen, demokratischen und durch größere Bürgernähe gekennzeichneten Europas und für die soziale Marktwirtschaft. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
06.03.2012
Von:

Zensur in unseren Massenmedien - Bilderberger – Freiheit in Gefahr

Sehr geehrter Herr Dr. Andreas Schwab,

seit 1954 finden jährlich die Treffen der ultramächtigen "Bilderberger" statt.
Unsere Massenmedien verschweigen diese Treffen nahezu völlig, und dies, obwohl wesentliche europäische und weltpolitische Weichenstellungen mit direkter Auswirkung auf Deutschland getroffen werden!!!

Siehe hierzu das Video auf www.youtube.com "Die Weltherrschaft der Bilderberger", insbesondere jedoch folgende Stellen des oben genannten Videos:
Zensur der Medien: 19min25sek bis 20min20sek
Steuerung Medien vor Irakkrieg: 25min10sek bis 26min25sek
Zensur der Medien und Bilderbergertreffen in Deutschland: 40min10sek bis 50min10sek
Ölkrise 1973: 34min50sek bis 37min10sek
Europäische Union Vorläuferbeschluss: 37min10sek bis 38min20sek
Margaret Thatcher Ablösung: 54min25sek bis 55min00sek

Wie stehen Sie zum Schweigen unserer Massenmedien und der dadurch
stark eingeschränkten Freiheit wegen fehlender Information?
Wie stehen Sie zu den Aktivitäten der "Bilderberger"?


Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dr. Andreas Schwab
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21.03.2012
Dr. Andreas Schwab
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage vom 06.03.2012, in der Sie auf die Bilderberg-Konferenz eingehen.

Seit dem ersten Treffen der Gruppe im Mai 1954 im Hotel de Bilderberg treffen sich bei der Konferenz Personen aus Wirtschaft, Politik, Hochschulen, Medien und dem Militär.

Im aktuellen Politikgeschehen ist es durchaus üblich, dass es Konferenzen, Meetings aber auch persönliche Treffen von Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Medien gibt. Die Bilderberger-Konferenz zeichnet sich nur durch ihre hochkarätige Besetzung aus.

Es gibt meiner Meinung nach keine Anhaltspunkte dafür, dass es sich bei diesen Konferenzen um Weltverschwörungen handelt, die eine (wie im Film auf Youtube genannte) "Schein-Weltregierung" bilden. Den im Video genannten Verschwörungstheorien kann ich nicht zustimmen. Es ist für mich nicht ersichtlich, warum man bei Treffen von hochrangigen Persönlichkeiten prinzipiell von einer geheimen Verschwörung ausgeht.

An Spekulationen und Verschwörungstheorien dieser Art über die Bilderberg-Konferenz möchte ich mich nicht beteiligen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen meine Position näher bringen.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Schwab
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
10.03.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Schwab,

als Unionsbürger und Einwohner Ihres Wahlkreises erhoffe ich mir offene Antworten auf meine Fragen zum Thema Lobbying. Laut wissenschaftlichen Schätzungen agieren auf europäischer Ebene bis zu 25.000 Lobbyisten (Quelle: Weidenfeld, Werner 2010: Die Europäische Union. Paderborn, S. 145f.); das europäische Transparenzregister verzeichnet 4089 offiziell akkreditierte Organisationen mit Zugang zu den europäischen Institutionen (Quelle: ec.europa.eu ). Angesichts dieser Zahlen drängt sich für einen Außenstehenden der Eindruck auf, dass Lobbying in der EU ein schwer kontrollierbares Ausmaß annimmt und ihre demokratische Legitimation unterminiert. Daher stellen sich mir folgende Fragen:

Inwieweit stützen Sie sich in Ihren Entscheidungen und Auschusstätigkeiten auf Informationen, die Ihnen durch Lobbykontakte zugespielt werden? Gerade im wirtschaftlichen Bereich, in dem Sie tätig sind, ist bereits mehrfach auf den überproportionalen Einfluss von Unternehmens- und Kapitalinteressen aufmerksam gemacht worden (siehe nur dieser Artikel aus der ZEIT: www.zeit.de ). Können Sie diesen Eindruck bestätigen?
Weshalb partizipieren Sie nicht bei Initiativen wie dem ´Gläsernen Abgeordneten´ und stellen Ihre Nebeneinkünfte und Gesprächstermine auf Ihrer Website ins Netz?
Welchen Erfolg messen Sie der Europäischen Transparenzinitiative bei? Welche Rolle spielen Transparenzrichtlinien im Berufsalltag eines Abgeordneten?

Mit freundlichen Grüßen,

Antwort von Dr. Andreas Schwab
bisher keineEmpfehlungen
16.03.2012
Dr. Andreas Schwab
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Frage.

Die Anzahl der Lobby-Organisationen in Brüssel hat in den letzten Jahren zugenommen. Allerdings hat das Europäische Parlament mit der Einführung eines sogenannten "Transparenzregisters" mehr Klarheit darüber geschaffen, wer für welche Organisationen tätig ist. Daneben hat das Europäische Parlament einen "Verhaltenskodex" für seine Mitglieder beschlossen, nach dem alle Abgeordneten ihre Nebeneinkünfte auf der Homepage des Europäischen Parlaments veröffentlichen müssen.

Ich kann Ihnen aus meiner Tätigkeit, beispielsweise bei der Vereinheitlichung der Verbraucherrechte berichten, dass Transparenz zunächst einmal bedeutet, alle Meinungen einzuholen. Deshalb habe ich mich mit sehr vielen Bürgern getroffen, um mir meine Meinung zu bilden, wie Europa mit dieser komplizierten Richtlinie wirklich vorankommen kann:

Zuallererst mit den Vertretern der Mitgliedstaaten, die zwar nicht als Lobbyisten bezeichnet werden, aber dennoch "ihre" Interessen durchsetzen wollen; weiterhin mit den Mitarbeitern der Europäischen Kommission, mit den Vertetern der großen Industrie- und Unternehmensverbände, mit Gewerkschaften und Arbeitnehmervertretern, mit den Vertretern der Verbraucherorganisationen auf EU- und auf mitgliedstaatlicher Ebene, mit einzelnen Unternehmen, die spezielle Anliegen geltend gemacht hatten sowie mit individuellen Verbrauchern, die mir über ihre Probleme berichtet haben.

Der Ausschuss des Europäischen Parlaments hatte für diese Richtlinie mehrfach öffentliche Anhörungen veranstaltet, die im Internet "live" zu verfolgen waren. Wer sich also wirklich dafür interessierte, konnte ganz gut sehen, auf welcher Grundlage sich die Meinung der Abgeordneten entwickelt hat.

Ich kann aus dieser Erfahrung heraus berichten, dass man angesichts von mehr als ca. 300 Gesprächen insgesamt kaum vollständige "Transparenz" schaffen kann, selbst wenn alle diese Termine irgendwo aufgelistet werden. Zumal dann schnell die Frage kommen wird, warum nicht "jeder" der Gesprächspartner "gleichviel" Zeit bekommen hat, obwohl doch die unterschiedlichen Gesprächspartner über ganz unterschiedliche Kompetenzen und Mitarbeiter verfügen.

Im Übrigen muss jeder Abgeordnete am Ende seine Entscheidung ohnehin an seiner Überzeugung sowie an den Interessen seines Wahlkreises ausrichten. Die dann im Ergebnis bei der Abstimmung im Parlament getroffene Entscheidung des Abgeordneten ist zudem vollumfänglich einsehbar, so dass Transparenz jedenfalls zu diesem Zeitpunkt gegeben ist.

Sollten Sie jedoch eine konkrete Detailfrage zu irgendeiner Entscheidung haben, so lade ich Sie gerne in meine Bürgersprechstunde ein. Dort haben Sie die Möglichkeit, mir Ihr Anliegen zu schildern oder schreiben Sie mir eine Email. Oder aber, Sie sprechen mich bei einem meiner vielen Wahlkreistermine an, dann können wir sehr gerne im Detail darüber sprechen.

Transparenz ist für einen Abgeordneten im Alltag sehr wichtig - als Abgeordneter darf man von niemandem abhängig sein. Um mich breit zu informieren, führe ich zu allen Gesetzgebungsvorhaben intensive Gespräche in alle Richtungen. Und dennoch bleiben bestimmte Überzeugungen, für die ich dauerhaft eintrete:

Ich möchte kleine und mittlere Unternehmen weniger bürokratischen Regelungen gegenüber sehen als Großunternehmen - auch wenn das vielleicht auf den ersten Blick "ungerecht" erscheint. Ich möchte Verbraucherinnen und Verbraucher so stark wissen, dass sie informierte Entscheidungen treffen können, die wiederum den Wettbewerb in Europa erheblich zu steuern vermögen. Ich möchte Familien stärken. Ich möchte einen fairen Wettbewerb sichern und dafür eintreten, dass Europa mehr ist als ein gemeinsamer Markt - dafür trete ich ein, egal wer mich davon abzubringen versucht.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Andreas Schwab
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
11.04.2012
Von:

Könnten Sie mir den Gang der europäischen Gesetzgebung anhand der Vorratsdatenspeicherung einmal erläutern? Und inwieweit wirkt die europäische und nationalsaatliche Gesetzgebung in dem Fall der Vorratsdatenspeicherung zusammen?

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Frage zum Thema Finanzen
19.04.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Schwab,

ich würde gerne Ihren Standpunkt sowie Ihr Abstimmungsverhalten zum ESM-Vertrag kennen lernen.

Insbesondere die Erläuterung Ihres Standpunktes zu sowie eine kritische Diskussion der nachfolgenden ESM-Artikel im Zusammenhang mit dem essentiellen Budgetrecht des Bundestages wünsche ich mir:
Artikel 8: ... 700 Miliarden Euro ... die Brandmauer reicht nicht aus für alle Staaten und noch mehr Geld löst das Problem nicht, sondern schafft mehr Risiken. Eine Fiskalunion ist vertraglich ausgeschlossen.
Artikel 9: ... unwiderruflicher Kapitalabruf binnen 7 Tagen ...kein Einspruch seitens des Parlaments möglich ... sofort haushaltswirksam ... setzt europaweit die Abwärtsspirale in Gang
Artikel 10: ... Änderung des Grundkapitals ... jederzeit kann eine beliebige Erhöhung stattfinden, ohne Widerspruchsrecht ... keine Revidierung der Entscheidung möglich, auch nicht durch neu gewählte Volksvertreter
Artikel 27: ... volle Rechts- und Geschäftsfähigkeit des ESM und umfassende gerichtliche Immunität ... d.h. ESM kann klagen, aber nicht verklagt werden und dies auch nicht von den gewählten Parlamenten
Artikel 30: ... Immunität von Personen ... keinerlei Rechenschaftspflicht, noch nicht einmal Offenlegungspflicht

Es ist kaum vorstellbar, dass Sie als Privatperson einen Vertrag unterzeichnen würden, der Ihnen wie oben ausgeführt unwiderruflich jegliches Recht aus der Hand nimmt und über Ihr Leben sowie das Ihrer Nachfahren so tiefgreifend bestimmen kann.

Sie sind als Abgeordneter in erster Linie Ihrem Gewissen verpflichtet. Würden Sie diesen ESM-Vertrag stellvertretend für die Bundesbürger ihres Wahlkreises unterzeichnen?

Bitte nehmen Sie öffentlich dazu Stellung.

Mit freundlichen Grüßen
Dr.

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Frage zum Thema Kinder und Jugend
14.05.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Andreas Schwab,
mein Name ist , ich bin 16 Jahre alt und gehe auf die Mädchenrealschule Sankt Klara in Rottenburg am Neckar. Ich besuche die 10. Klasse und muss dieses Jahr meine Fächerübergreifende Kompetenzprüfung mit dem Thema Schwangerschaft und Schwangerschaftsabbruch in unserer Gesellschaft und Position der katholischen Kirche abhalten. Zu diesem Thema möchte ich verschiedene Stellungnahmen der Politikern bzw. Parteien einholen und vorstellen. Hierbei möchte ich besonders das Thema Schwangerschaftsabbruch hervorheben und kritisieren oder gutheißen. Nebenbei bitte ich Sie um eine ehrliche Stellungnahme Ihrer Person oder auch Partei. Ich bedanke mich im voraus Herzlich bei Ihnen für Ihre Zeit und Stellungnahme zu diesem umstrittenen Thema.
Mit freundlichen Grüßen,

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