Dora Heyenn (DIE LINKE)
Kandidatin Bürgerschaftswahl Hamburg 2011
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Angaben zur Person
Dora Heyenn
Jahrgang
1949
Berufliche Qualifikation
Lehrerin
Ausgeübte Tätigkeit
MdHB
Wahlkreis
Rahlstedt , Listenplatz 1, Stimmen (Wahlkreis): 5.533, 3,2%
Landeslistenplatz
1, Stimmen (Liste): 24.984, über Liste eingezogen
(...) Das Burka-Tragen ist in Hamburg wahrlich kein Massenphänomen. Statt eines Burka-Verbotes müssen wir über mehr über Emanzipation, Frauenrechte, Chancengleichheit in Schule und Arbeitswelt reden und dafür sorgen, dass misshandelten - christlichen, muslimischen, buddhistischen - Frauen Auswege geschaffen werden. (...)
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Frage zum Thema Gesellschaft
06.02.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Heyenn,
beim 1. Hamburger Tierschutzforum beim Hamburger Tierschutzverein hatte ich erneut Gelegenheit, mich mit Kersten Artus, die die Nöte und Sorgen der Hamburger Hundehalter kennt und augenscheinlich auch versteht, auszutauschen. Da mich aber auch die Meinung der Spitzenkandidatin der Linken interessiert, möchte ich Sie heute ganz konkret fragen: Wenn Sie nach dem 20. Februar wieder in die Bürgerschaft einziehen, werden Sie sich dann für eine Änderung des Hamburger Hundegesetzes hinsichtlich der vier als unwiderlegbar gefährlich geltenden Rassen einsetzen und können Sie sich vorstellen, für eine Änderung der Grünanlagenverordnung dahingehend zu stimmen, dass Familienhunde, die durch eine Prüfung vom generellen Leinenzwang befreit sind und damit bewiesen haben, dass von ihnen keinerlei Gefahr oder Belästigung für andere Parkbesucher ausgeht, auch in Hamburgs Grünanlagen nicht mehr dem generellen Leinenzwang unterliegen.
Hundefreundliche Grüße
Antwort von Dora Heyenn
7Empfehlungen
15.02.2011
Dora Heyenn
Sehr geehrte Frau ,

wir - DIE LINKE - haben eine Novellierung des Hundegesetzes gefordert. Gesetzliche Listen, die bestimmte Hunderassen als unwiderlegbar gefährlich einstuften, bringen nicht die notwendige Sicherheit. Die Rasselisten müssen bundeseinheitlichen Standards unterliegen. In Hamburg gilt grundsätzlich die Anleinpflicht für Hunde. Eine Befreiung ist möglich, wenn Sie nachweisen, dass Sie Ihren Hund in Alltagssituationen so führen können, dass von ihm keine erheblichen Belästigungen für andere ausgehen. Mit der Befreiung dürfen Sie Ihren Hund überall dort, wo keine "besonderen" Anleinpflichten und keine Mitnahmeverbote gelten, unangeleint führen.

In Grün- und Erholungsanlagen dürfen Hunde grundsätzlich nicht auf Spielplätze, Rasenflächen, Wiesenflächen und müssen auf den Wegen immer an der Leine geführt werden. Ausnahme: In der Grünanlage besteht eine Ausnahme für "anleinpflichtbefreite" Hunde. Ob und inwieweit § 1 Absatz 3 Nr. 6 der Verordnung zum Schutz der öffentlichen Grün- und Erholungsanlagen dahingehend geändert werden kann, dass Hunde die von der allgemeinen Anleinpflicht befreit sind auch in Hamburgs Grünanlagen unangeleint geführt werden können, muss im Dialog zwischen Politik, Behörde und Interessenvertreter geklärt werden.

Mit freundlichen Grüßen
Dora Heyenn
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
09.02.2011
Von:
Jan

Sehr geehrte Frau Heyenn,

auf der Internetseite der Hamburger Morgenpost ( www.mopo.de ) ist folgendes Zitat von Ihnen zu lesen:

"Heyenn: Ganz einfach: Weil wir uns für Sie starkmachen. Die Bachelor-Studiengänge sind viel zu verschult, sie gehören abgeschafft. Und die hohen Studiengebühren sind eine unglaubliche Belastung, das erlebe ich als Mutter. Diese Gebühren sollen weg, damit noch Geld übrig bleibt. Schließlich müssen Sie auch irgendwo wohnen."

Zum Thema Bachelor-Studiengänge möchte ich sagen, dass ich an der HAW Hamburg Informatik studiert habe und dort auch Abschlüsse als Bachelor und Master erworben habe.

Bitte erklären Sie mir, warum ich eine Partei wählen sollte, die meine akademische Ausbildung derart negativ beurteilt. Ich kann nicht behaupten, dass ich Ihre Aussage so auffasse, als würden Sie sich damit für mich stark machen. Ganz im Gegenteil.

Ein differenzierteres Herangehen an diese Frage würde, auch in Wahlkampfzeiten, der Situation viel eher gerecht werden. Ich würde sogar behaupten, dass Informatik- und Ingenieurstudiengänge sowie Studiengänge an Fachhochschulen durch den Bologna-Prozess keine besonders große Änderung erfahren haben.

Macht es aus Ihrer Sicht wirklich Sinn, funktionierende Bachelor- und Masterstudiengänge, wie es sie an der HAW Hamburg beispielsweise gibt, wieder abzuschaffen, nur weil sie in anderen Bereichen nicht funktionieren?

Und eine weitere Frage zum Schluss:

Was glauben sie, welche positiven Auswirkungen Aussagen wie Ihre auf die beruflichen Chancen von Bachelor- und Masterabsolventen haben, die sich nach dem Abschluss um den ersten Job bewerben?
Antwort von Dora Heyenn
7Empfehlungen
18.02.2011
Dora Heyenn
Sehr geehrter Herr ,

die HAW Hamburg hat zweifellos einen sehr guten Ruf und gilt als familienfreundliche Hochschule. Dennoch hat der Bologna-Prozess auch an der HAW Hamburg die Verschulung begünstigt. In der akademischen Welt stoßen die neu eingerichteten Bachelor-Studiengänge auf viel Kritik. Der Bachelor kommt weder bei den Studierenden noch bei den Unternehmen und Gewerkschaften gut an. In vielen Fächern ist fraglich, ob der sechssemestrige Bachelor für den Beruf überhaupt ausreicht. Was glauben Sie, welche Auswirkungen dies auf die beruflichen Perspektiven von Bachelorabsolventen hat? Neben der Wissensvermittlung soll eine Hochschule nach dem Bildungsideal von Humboldt auch zur Persönlichkeitsbildung beitragen.
Soft Skills wie zum Beispiel Teamfähigkeit, soziales Verhalten werden im Uni-Alltag kaum vermittelt und eine verkürzte Praxisphase und das geforderten Studiertempo erschweren zum Beispiel Auslandsaufenthalte und die Aneignung von möglichst viel Praxiserfahrung.
Problematisch ist auch, dass Studierende durch ein freiwilliges Praktikum mitunter ein ganzes Semester verlieren und Gefahr laufen, im Anschluss an ihr Bachelorexamen nicht mehr zum Masterstudium zugelassen zu werden.
Auch deshalb hat die TU9-Initiative den Master zum Regelabschluss für technische Studienfächer erklärt. Ein Problem für viele Bachelor-Absolventen, da es nicht genug Master-Studienplätze gibt. Aktuell wird der Bachelor-Abschluss für immer mehr Studierende zur Sackgasse.
DIE LINKE fordert daher einen offenen Studienzugang - sowohl für ein Bachelor- als auch für ein Masterstudium!

Mit freundlichen Grüßen

Dora Heyenn
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Frage zum Thema Gesellschaft
15.02.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Heyenn,
Ich habe gerade das Buch: "Die grosse Verschleierung" von Alice Schwarzer gelesen. Dort schreibt sie zum Thema Kopftuch :" In Kindergärten, Schulen und im öffentlichen Dienst allerdings hat dieses Kopftuch – das kein religiöses sondern ein politisches Zeichen ist – nichts zu suchen. Hinzu kommt, dass es eine gewaltige Erleichterung für viele muslimische Mädchen aus orthodoxen oder fundamentalistischen Familien wäre, wenn das Kopftuch sie wenigstens in der Schule nicht als die "Anderen" stigmatisieren, in ihrer Bewegungsfreiheit behindern und sie von den Jungen wie Wesen von unterschiedlichen Sternen trennen würde." (S.232/233) Weiter hin schreibt sie über den Ganzkörperschleier:" Der Ganzkörperschleier aber hat in einer Demokratie nichts zu suchen. Er raubt den weiblichen Menschen jegliche Individualität und behindert sie aufs schwerste in ihrer Bewegungsfreiheit, Burka und Niquab sind zutiefst menschenverachtend."
Wie stehen Sie dazu und würden Sie etwas unternehmen?
Antwort von Dora Heyenn
3Empfehlungen
18.02.2011
Dora Heyenn
Sehr geehrte Frau ,

die Zahl der Burka-Trägerinnen ist in Hamburg sehr gering und wird von der großen Mehrheit aller Muslime, auch abgelehnt. Das Burka-Tragen ist in Hamburg wahrlich kein Massenphänomen. Statt eines Burka-Verbotes müssen wir über mehr über Emanzipation, Frauenrechte, Chancengleichheit in Schule und Arbeitswelt reden und dafür sorgen, dass misshandelten - christlichen, muslimischen, buddhistischen - Frauen Auswege geschaffen werden.

Mit freundlichen Grüßen
Dora Heyenn
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Frage zum Thema Bürgerbeteiligung
16.02.2011
Von:
Tom

Sehr geehrte Frau Heyenn,

ich bin sehr angetan von Ihrem persönlichen Engagement. Sie haben sich für die Bürgerschaft und den Bezirk als Kandidatin aufstellen lassen. Wie ist es Ihnen möglich, beide Funktionen auszufüllen, falls Sie nun in beide Ämter gewählt werden?

Mit freundlichen Grüßen
Tom

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Frage zum Thema Stadtplanung
18.02.2011
Von:

Liebe Frau Heyenn,

ich wohne auf einem Bauwagenplatz in Wilhelmsburg / Bezirk Mitte, der bis 30.04.2011 geduldet ist.
Wir befinden uns auf einer in öffentlicher Hand befindlichen Industriefläche, sind bereit Pacht zu bezahlen, Müll zu entsorgen etc. Es liegt auf der Hand, dass wir auch nach dem 30.04.2011 einen Ort zum Leben im Wagen in Hamburg brauchen. Dies scheint ein Politikum zu sein, an dem Bezirk und die jetzige BSU beteiligt sind.

Meine Fragen an Sie:

Was empfehlen Sie mir und der Wagengruppe Zomia, wie ich zu einem legalen Wagenplatz in Hamburg kommen kann?

Wie stehen Sie persönlich dazu, wenn Menschen wie ich mich entscheide in Hamburg im Bauwagen leben zu wollen? Haben Sie da was gegen?

Empfinden Sie es als angemessen und verhältnismäßig, wenn Menschen, die lediglich die Forderung nach einer konkreten Legalisierung ihrer Lebensform haben, wie von Markus Schreiber angedroht, gewaltsam geräumt werden und Wägen konfisziert werden? Halten Sie ein solches Szenario für erstrebenswert?

Wie würden Sie empfehlen mit folgender Argumentation umzugehen: Entscheidungsträger_innen behaupten generell und allgemein nichts gegen neue Wagenplätze zu haben, weichen aber auch, wenn es um konkrete Fläche geht und finden Argumente, warum es auf jeder einzelnen Fläche nicht geht?
Wie würden Sie damit konstruktiv umgehen?

Und zuletzt:
Wie könnten Sie mir, der Wagengruppe Zomia und anderen Wagen-Menschen in Hamburg weiterhelfen, wenn Sie und Ihre Partei Teil der Hamburger Regierung werden würde? Wie würden Sie sich positionieren?

Für mehr Hintergrund:
zomia.blogsport.eu

Mit besten Grüßen,
Ihre // Wagenplatz Zomia Hamburg-Wilhelmsburg
Antwort von Dora Heyenn
1Empfehlung
19.02.2011
Dora Heyenn
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Email. Ich möchte auf Ihren zuständigen Wahlkreisabgeordneten Herrn Joachim Bischoff verweisen, der Ihre Anfrage bereits beantwortet hat.

Mit freundlichen Grüßen

Dora Heyenn
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