Dietrich Wersich (CDU)
Abgeordneter Hamburg

Angaben zur Person
Dietrich Wersich
Jahrgang
1964
Berufliche Qualifikation
Arzt
Ausgeübte Tätigkeit
MdHB, Fraktionsvorsitzender
Wohnort
-
Wahlkreis
Landesliste
Landeslistenplatz
10, über Liste eingezogen
(...) Vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gern beantworte.
Ihre Einschätzung, dass die Knappheit des Wohnraumes zu den drängenden sozialen Problemen in Hamburg gehört, teile ich. Zwar scheint mir die von Ihnen genannte Zahl von 40.000 zweckentfremdeten Wohnungen recht hoch angesetzt zu sein, dennoch begleitet auch die CDU-Bürgerschaftsfraktion das Thema seit Jahren mit Sorge. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Städtebau und Stadtentwicklung
30.01.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Wersich,

wie Sie wissen, ist die Wohnraumverknappung das in Hamburg z. Zt. drängendste soziale Problem. Nach Auskunft des Mietervereins werden in Hamburg z. Zt. ca. 40.000 Wohnungen zweckentfremdet, d. h. nicht zu Wohnzwecken bereit gestellt. Dieser Missstand ist u. a. darauf zurückzuführen, dass bei beabsichtigten Abrissvorhaben die Behörden unter der Verantwortung des SPD-Senats den Vermietern vereinzelt Zweckentfremdungsgenehmigungen erteilt haben, weil diese evt. in einigen Jahren Ersatzwohnraum schaffen würden. Ein besonders unerfreuliches Beispiel hierfür ist das Wohngebäude "Am Elisabethgehölz" in Hamm-Nord, wo infolge der von der SPD zu verantwortenden Genehmigungspraxis seit über einem Jahr ca. 60 Wohnungen leer stehen.

Im traditionell unionsregierten Bayern wären derartige Missstände kaum möglich: Dort dürfen Zweckentfremdungsgenehmigungen nur erteilt werden, wenn die Vermieter zuvor einen positiven "Ersatzneubau"-Vorbescheid vorlegen. In Hamburg hatte die frühere CDU-Regierung den Behörden ähnliche Zweckentfremdungserschwernisse empfohlen. Wohnungsleerstände brauchten nicht bereits vom Zeitpunkt der Zweckentfremdungsgenehmigung an geduldet zu werden, sondern erst nach ernsthaften Anstrengungen des Vermieters um Ersatzwohnraum.

Warum prangert die CDU den aufgezeigten Missstand in Hamburg nicht an ? Wird hier nicht eine sozialpolitische Profilierungschance der Union "verschenkt" ?
Antwort von Dietrich Wersich
bisher keineEmpfehlungen
21.02.2013
Dietrich Wersich
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gern beantworte.
Ihre Einschätzung, dass die Knappheit des Wohnraumes zu den drängenden sozialen Problemen in Hamburg gehört, teile ich. Zwar scheint mir die von Ihnen genannte Zahl von 40.000 zweckentfremdeten Wohnungen recht hoch angesetzt zu sein, dennoch begleitet auch die CDU-Bürgerschaftsfraktion das Thema seit Jahren mit Sorge.
So wurde unter dem CDU-geführten Senat die "Verordnung über die Feststellung einer Gefährdungslage" erlassen, welche die notwendigen Voraussetzungen geschaffen hat, um gegen die Zweckentfremdung von Wohneigentum vorgehen zu können.
Ein Problem sehe ich dann auch eher beim Vollzug der gesetzlichen Regelungen. Insbesondere bei der von Ihnen erwähnten Genehmigungspraxis und bei der Kontrolle von zweckentfremdeten Wohnungen werden wir auf Verbesserungen drängen.
Gleichzeitig darf man nicht aus den Augen verlieren, dass die Anwendung der gesetzlichen Regeln immer auch einen Einschnitt in das Eigentumsrecht des Betroffenen darstellt und daher sorgfältig abgewogen werden muss. Hinzu kommt in vielen Fällen auch ein Bestandsschutz für Freie Berufe und Praxen, den man heute nicht mehreinräumen würde.
Den von Ihnen aufgeworfenen Einzelfall "Am Elisabethgehölz" werde wir aufnehmen und versuchen, weitere Einzelheiten in Erfahrung zu bringen.
Selbstverständlich wird sich die CDU-Bürgerschaftsfraktion auch in Zukunft für bezahlbaren Wohnraum in Hamburg einsetzen.

Mit freundlichen Grüßen


Dietrich Wersich
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Frage zum Thema Wirtschaft
16.02.2013
Von:

als Christ interessiert mich Ihre Einstellung zu den Vorgängen bei Amazon Deutschland und wie Sie damit auf der politischen Ebene umgehen würden. Auch im Hinblick auf Leiharbeit in Hamburg.
Antwort von Dietrich Wersich
bisher keineEmpfehlungen
21.02.2013
Dietrich Wersich
Sehr geehrter Herr ,

der Bericht über die Zustände der Mitarbeiter bei Amazon hat zu Recht alle erschüttert, auch ich habe ihn im Fernsehen gesehen.
Bundesarbeitsministerin von der Leyen hat sehr schnell reagiert und Aufklärung gefordert, Amazon selbst hat sich ja mittlerweile von den Firmen getrennt.
Es erfüllt einen mit gemischten Gefühlen, wenn erst Fernsehberichte zu diesen Konsequenzen führen, andererseits zeigt es aber auch, dass die Kontrollfunktion der Medien funktioniert.

Generell halte ich Leiharbeit dann für besonders geeignet, wenn Arbeitsspitzen abgedeckt werden müssen, oder aus Sicht der Mitarbeiter damit Chancen auf Zugang zum Arbeitsmarkt geschaffen werden.
Kritisch sehe ich es, wenn Leiharbeit strukturell eingesetzt wird und reguläre Arbeitsplätze dafür abgebaut werden. Und ich halte es für erforderlich, dass - zumindest nach einer gewissen Zeit - gleiche Arbeit und gleiche Qualifikation auch gleich vergütet wird.

Aus christlicher Sicht muß Arbeit immer die Würde jedes einzelnen Menschen respektieren bzw. bewahren. Dazu gehören entsprechende Arbeitsbedingungen aber auch, dass nicht sittenwidrige Löhne gezahlt werden.

Mit freundlichem Gruß

Dietrich Wersich
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Frage zum Thema Soziales
23.02.2013
Von:

Hallo Herr Wersich,

ich möchte sie mal fragen, was die CDU eigendlich zum Tema HBF Hamburg macht ??
Und wie ihre Partei es nicht zu läßt, das am HBF rechtsbruch begangen wird !!
Hier muß unbedingt etwas passieren, denn öffentliche Räume kann man nicht in private Hände geben !!

Ich bitte um eine baldige Antwort,

mit freundlichem Gruß,
Antwort von Dietrich Wersich
1Empfehlung
25.02.2013
Dietrich Wersich
Hallo Herr ,

in der Tat wollen wir keinen Rechtsbruch im öffentlichen Raum. Allerdings reicht auch nicht die einfache Behauptung, es würde Recht gebrochen. Im Zweifel muß dies vor Gerichten festgestellt und dann korrigiert werden.

Was den Hauptbahnhof angeht haben wir ein existentielles Interesse, dass dieser Verkehrsknotenpunkt (m.W. am meisten Menschen täglich in ganz Deutschland) seiner Zweckbestimmung gemäß genutzt werden kann. Dazu gehört auch ein Mindestmaß an Sicherheit und Sauberkeit. Es ist schade, dass die Stadt offenbar nicht allein in der Lage ist, dieses sicher zu stellen. Ansonsten gilt auch in einer großen Stadt: gegenseitige Rücksichtnahme!

Mit freundlichen Grüßen
Dietrich Wersich
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Frage zum Thema Familie
24.02.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Wersich,

als den aus Hamburg abgesandte Bundestagabgeordneten möchte ich Sie fragen, wie Sie in der Frage der Gleichstellung der sog. Homo-"Ehe" urteilen und abstimmen werden. Ob Sie dem zustimmen, daß in einer nicht der Natur des Menschen entsprechenden Partnerschaft Kindern durch Adoption von vornherein ein Weg der geschlechtlichen Ausrichtung vorgegeben wird und diese von vornherein nicht die Möglichkeit haben zu erfahren, was eine Familie im Vollsinn bedeutet.
Ich möchte Ihnen - falls Sie es noch nicht kennen - das Buch der Journalistin Gabriel Kuby: Die sexuelle Revolution empfehlen. Ihnen werden die Augen übergehen. Alle dort gemachten Aussagen sind dort auch belegt.

Mit freundl. Gruß

Heinr.
Antwort von Dietrich Wersich
bisher keineEmpfehlungen
25.02.2013
Dietrich Wersich
Sehr geehrter Herr Stenzlay,

zunächst einmal bin ich nicht, wie Sie vermuten, ein aus Hamburg abgesandter Bundestagsabgeordneter.
Trotzdem beantworte ich gerne Ihre Frage. Ich stimme Ihnen nicht zu, dass die geschlechtliche Ausrichtung der Kinder durch die Partnerschaft der Eltern vorgegeben wird. Nach Ihrer These gäbe es keine schwulen oder lesbischen Kinder aus heterosexuellen Partnerschaften. Auch was die vielen Kinder Alleinerziehender dann wären bliebe mir rätselhaft.
Aber im Ernst: Die Förderung von Ehe und Familie ist der CDU und dem Grundgesetz sehr wichtig. Allerdings müsste eine Benachteiligung eingetragener Partnerschaften nachvollziehbare Gründe haben. Diese sehe ich immer weniger und auch das Bundesverfassungsgericht urteilt in vielen Bereichen, dass es diese Benachteiligung nicht länger geben darf. Entweder der Gesetzgeber (Parlamente) handeln vorher oder sie müssen eben die Rechtsprechung des Gerichtes nachvollziehen.

Im Übrigen wünsche ich jedem Kind eine fürsorgliche Familie.

Mit freundlichen Grüßen

Dietrich Wersich
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