Daniel Bahr (FDP)
Kandidat Bundestagswahl 2009
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Grunddaten
Daniel Bahr
Jahrgang
1976
Berufliche Qualifikation
Bankkaufmann; Volkswirt
Ausgeübte Tätigkeit
Bankkaufmann; MdB
Wohnort
Münster
Wahlkreis
Münster
Ergebnis
9,9%
Landeslistenplatz
8, Nordrhein-Westfalen
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(...) Dazu gehört etwa die Ausbildung einer ausreichenden Zahl von Sicherheits- und Polizeikräften, also die Hilfe zur Selbsthilfe. Wenn die Bundeswehr Afghanistan übereilt verlassen würde, würde das Land wieder zu einem Rückzugsort für Terroristen aus aller Welt. Das will ich nicht, das will aber auch die afghanische Bevölkerung nicht. (...)
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Frage zum Thema Wirtschaft
12.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Bahr,

die FDP ist gegen die Einführung gesetzlicher Mindestlöhne. Grundgedanke ist, dass der Lohn zwischen Tarifparteien und am Markt festgelegt werden soll.
Soweit so gut. Nur müsste die FDP dann konsequenterweise auch für die Abschaffung diverser gesetzlicher Honorarverordnungen für Notare, Rechtsanwälte usw. eintreten. Denn dies ist auch ein gesetzlicher Mindestlohn für bestimmte Verrichtungen. Meine Frage ist: Warum ist die FDP hier nicht konsequent?
Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Daniel Bahr
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16.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage.

Mindestlöhne und Gebührenordnungen für freie Berufe sind meines Erachtens nicht miteinander zu vergleichen. Bei einer Gebührenordnung werden Vorgaben für die Preise bestimmter Dienstleistungen gemacht. Damit soll unter anderem für Transparenz bei den Kunden gesorgt werden.

Mit einer Gebührenordnung wird der Umsatz eines Freiberuflers beeinflusst, nicht das, was er nachher für sich und seine Familie tatsächlich zur Verfügung hat. Er trägt weiterhin das unternehmerische Risiko. Wenn er seine Dienstleistung nicht verkaufen kann, erzielt er auch keine Einnahmen.

Bei der Festsetzung des Lohns muss der Arbeitgeber immer kalkulieren, ob der Lohn mit durch den Arbeitnehmer realisierten Wertschöpfung übereinstimmt. Ansonsten macht der Arbeitgeber Verluste, die mittel- bis langfristig die Existenz des gesamten Unternehmens und damit aller Arbeitsplätze gefährden. Wenn der von der Politik bestimmte Lohn nicht mehr mit der Wertschöpfung durch den Arbeitnehmer übereinstimmt, besteht somit die Gefahr, dass der Arbeitnehmer entlassen wird. Die Preise für seine Produkte wird der Arbeitgeber nicht beliebig erhöhen können. Die FDP plädiert deshalb nicht für einen Mindestlohn, sondern für ein Mindesteinkommen.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Bahr
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Frage zum Thema Innere Sicherheit und Justiz
13.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Bahr,

in Münster-Hiltrup soll auf Initiative eines Verbandes ein "Gedenkstein für Zwangsarbeiter des Zweiten Weltkriegs in Hiltrup-Ost" auf dem ehemaligen Gelände eines Lagers für Zwangsarbeiter aus der NS-Zeit errichtet werden. Das Projekt findet mein Interesse und das Ziel meinen Beifall: Menschen, die unter einem totalitären System gelitten haben - gleich welcher Nationalität - verdienen unser Mitgefühl; auch soll die Erinnerung an das Unrecht uns vor Wiederholung schützen. Schade nur, dass es erst jetzt passiert.

Träger dieses Projektes ist der VVN - BdA. Bei dem VVN - Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten - handelt es sich um eine seit Jahrzehnten äußerst umstrittene Formation. Der Bericht des Bundesamtes für Verfassungsschutz ( Bundesverfassungsschutzbericht 2005, Seite 176, Ziff. 2.2.2 ) beschrieb die VVN - BdA als "linksextremistisch beeinflusst" und führt an, dass Mitglieder von DKP und Linkspartei wichtige Leitungspositionen besetzen. Die "Antifa" ist zudem als militant bekannt (eigenes Motto: "Antifa heißt Angriff!"). Es ist aufschlussreich, sich deren Selbstdarstellung auf ihren Internet-Seiten anzusehen, z.B.: www.antifa.de Von diesem Personenkreis werden laut o.g. Verfassungsschutzbericht kommunistische Verbrechen konsequent relativiert, ignoriert oder gar geleugnet. Dabei tritt zu Tage, dass der designierte Künstler für die Schaffung des Gedenksteins Bodo Treichler nicht nur Bildhauer, sondern auch aktives Mitglied der DKP in Münster ist ( muenster-links.org
www.dkp-ms.de ).

Bemerkenswert ist, dass von Seiten der CDU-dominierten Bezirksvertretung Hiltrup keinerlei Widerstand gegen die Trägerschaft des VVN laut geworden ist.

Wie stehen Sie zu der VVN - BdA und wie sehen Sie deren Qualifikation, für einen Gedenkstein zu sammeln?

Mit freundlichem Gruß

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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
17.09.2009
Von:
-

Sehr geehrter Herr Bahr,

leider konnte ich Sie telefonisch nicht erreichen, noch haben Sie auf meine Mail vom 10.09.2009 geantwortet.

Am Samstag, den 05.09.09 übersandten Sie meinen Eltern je eine persönliche Einladung in Briefform zu der Veranstaltung mit Herrn Westerwelle am Montag, den 14.09.09 in der Halle Münsterland in Münster.

Ich hatte Ihnen hierzu in v.g. Mail mitgeteilt, dass meine Mutter (Dr. Maria ) am 05.09.1984 und mein Vater (Dr. Rudolf ) am 12.12.2000 bereits verstorben sind.

Mir stellen sich in diesem Zusammenhang nach wie vor folgende Fragen:

  • Woher erhalten Sie Ihre Adressen?
  • Wie ist Ihre Organisation aufgestellt, daß Einladungen an lange Verstorbene überhaupt ungefiltert versandt werden? Meine Mutter erhielt Ihre Einladung zu ihrem 25. Todestag.
  • Wenn Sie die Toten einladen, wie stellen Sie sich vor, Veranstaltungshallen wie die Halle Münsterland zu füllen?
  • Wie verstehe ich in diesem Zusammenhang Ihren Slogan "Damit es besser wird!"?

Ich empfinde ein derartiges Vorgehen Ihrerseits einfach nur makaber und peinlich.

Insbesondere zur ersten o.g. Frage erbitte ich mir eine Antwort von Ihnen.

Mit freundlichem Gruß
-
Antwort von Daniel Bahr
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23.09.2009
Sehr geehrte Frau -,

für die Übersendung von Einladungen an Ihre verstorbenen Eltern möchte ich mich ausdrücklich bei Ihnen entschuldigen.

Hier muss es sich um ein Versehen gehandelt haben, dass ich aufrichtig bedauere. Sie können sich aber sicher sein, dass alle Daten mit Umsicht geprüft und behandelt werden. Die Achtung des Datenschutzes ist mir besonders wichtig. Bei der Masse von Einladungen muss mir und meinem Team allerdings der Fehler unterlaufen sein. Ein Praktikant hat die Adressen bearbeitet. Ich versichere, diese Adresse nicht mehr zu nutzen.

Mit dem Ausdruck des nochmaligen Bedauerns verbleibe ich

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Bahr
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Frage zum Thema Gesundheit
18.09.2009
Von:

Welche Nebeneinkünfte in welchen Aufsichtsräten bekommen Sie?
Antwort von Daniel Bahr
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22.09.2009
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Frage und die vielen guten Gespräche, die wir immer wieder führen - zuletzt am vergangenen Freitag auf Ihrer gut organisierten Aktion gemeinsam von Ärzten und Patienten in Ahlen.

Zu Ihrer Frage kann ich folgendermaßen antworten: Ich sitze in keinem Aufsichtsrat, wie Sie dies auch den Angaben auf meiner Homepage www.daniel-bahr.de und den Veröffentlichungen des Bundestages entnehmen können. Als Nebentätigkeiten kann ich nur auf meine gehaltlose Beurlaubung als Mitarbeiter der Dresdner Bank AG und auf meine Mitarbeit in den Beiräten von Ergo und DUK Versorgungswerk verweisen.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Bahr
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
22.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Bahr,

die FDP in Sachsen bezeichnet den gerade beschlossenen Koalitionsvertrag als "proppenvoll mit FDP".

Beschlossen wurden unter anderem "Quellen-Telekommunikationsüberwachung" (der Bundestrojaner läßt grüßen), "mobile Kennzeichnen-Erkennungssysteme" und "Videoüberwachung öffentlicher Plätze".

Sie selber sprechen sich im Moment z.B. gegen die Videoüberwachung aus. Werden Sie Ihre Meinung nach der Wahl anpassen? Wie beurteilen Sie den Koalitionsvertrag in Sachsen?

Mit freundlichen Grüßen


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