Christoph Waitz (FDP)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Christoph Waitz
Jahrgang
1960
Berufliche Qualifikation
Jurist
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, Geschäftsführender Gesellschafter der Waitz & Richter GmbH
Wahlkreis
Leipziger Land - Muldentalkreis
Landeslistenplatz
4, über Liste eingezogen, Sachsen
weitere Profile
(...) Man kann mit guten Gründen für solche "Leuchtturminvestitionen" (gerade im Leipziger Südraum) argumentieren. Mir geht es darum, dass den Bürgern dann auch deutlich und ehrlich vermittelt wird, mit welchen zusätzlichen Kosten das verbunden ist. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
23.01.2007
Von:
Uwe

Sehr geehrter Herr Waitz

Welche Position nehmen Sie bei der Kreisstadtfrage ( Grimma oder Borna ) ein.
Wie beurteilen Sie die Aktionen des Bürgermeister Berger aus Grimma.
Haben Sie heute schon die Pflichtlektüre www.derbuchheimer.de
im Internet oder als Papierausgabe gelesen.
Antwort von Christoph Waitz
1Empfehlung
25.01.2007
Christoph Waitz
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für ihre Fragen.

1) Den " Buchheimer " habe ich noch nicht gelesen. Reissen sie mir deswegen nicht den Kopf ab!

2) Bezüglich ihrer Frage zu dem künftigem Kreissitz im Landkreis Leipzig will ich ihnen gerne antworten. Aus meiner Sicht geht die bisherige Diskussion um den Kreissitz an den eigentlichen Problemen vorbei. Sinn der Reform ist eine Anpassung der Landesverwaltung an die Folgen der demographischen Entwicklung. Sachsen wird in den nächsten Jahren weiter an Bevölkerung verlieren. Es ist daher sinnvoll eine Modernisierung der Verwaltung anzugehen. Um das zu bewerkstelligen muss aber eine Aufgabenkritik erfolgen, die es möglich macht Verwaltungsaufgaben zu reduzieren und Verwaltungsstrukturen zu vereinfachen. Andere Bundesländer haben uns das schon vorgemacht ( Bsp. Niedersachsen ). Eine solche Aufgabenkritik hat die sächsische Landesregierung nur sehr unvollkommen vorgenommen. Hätte sie es getan wäre es möglich zu klären welche Aufgaben auf die Landkreise und kreisfreien Städte verlagert werden sollen. Dann hätte man im nächsten Schritt prüfen können welche Größe die Landkreise haben müssen um sinnvollerweise diese Aufgaben zu erfüllen.

Was aktuell passiert ist eine recht hysterische Diskussion über Kreiszuschnitte und Kreissitze in vielen Teilen Sachsens. Keiner redet über die nötige Verwaltungsreform, die zu einer echten und dauerhaften Kostenentlastung des Landeshaushaltes führen könnte und ebenfalls die Effizienz und Bürgernahe der Landkreisverwaltungen erhöhen würde.

Ziel des sächsischen Innenministers ist die Verlagerung eines Teiles der Landesbeamten auf Landkreise und Städte. Damit soll vorrangig die Kostenlast verlagert werden. Wie die Landkreise in der neuen Struktur effizient arbeiten sollen ist kein Thema.

Die Morgengabe in Form der finanziellen Förderung fusionswilliger Landkreise ist eine Karotte, die ebenfalls den notorisch klammen Landkreisen das nachdenken erleichtern soll.

Die Reform hat in dieser Form für die Bürger keinen Mehrwert und verfehlt ihr Ziel völlig.

Deshalb ist die Diskussion um die zukünftigen Kreissitze sehr öffentlichkeitswirksam aber im Grunde vom Problem ablenkend. Sowohl Grimma, als auch Borna streiten in der Sache mit guten Argumenten. Auch meine Parteifreunde aus den KV Muldental sehen das notwendigerweise ganz anders, als unser Kreisverband Leipziger Land.

Ich persönlich hätte große Sympathie für einen Kragenkreis um Leipzig mit dem Kreissitz Leipzig gehabt. Dann wäre ein zumindest der Kreissitz zentral und für fast alle Bürger des Kreisgebietes leicht erreichbar gewesen.

Aber leider will das die sächsische Landesregierung nicht. Ohne gute Argumente allerdings.

Über den Kreissitz im Landkreis Leipzig wird es sicher eine Vereinbarung im Koalitionsvertrag der Landesregierung geben. Eine ergebnisoffene Abwägung in der Sache halte ich für unwahrscheinlich.

3. Bürgermeister Berger versucht sein Bestes für Grimma und den Muldentalkreis zu geben. Sehr parteiisch und manchmal im Ton verfehlt. Er kann auch anders und besser argumentieren.

Soviel für diesmal.

Mit freundlichen Grüßen
Christoph Waitz
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Frage zum Thema Finanzen
18.03.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Waitz,

Sie haben zu Recht die Errichtung des Kanuparkes (Wildwasseranlage) kritisiert. Ich dachte an die finanzielle Belastung schon zum Zeitpunkt der Standortdiskussion. Kann es sein, dass der Kanupark nur die Eitelkeiten der Stadt und des Oberbürgermeisters befriedigen sollte?? Wäre der Park nicht in Belantis besser errichtet worden? Man (Obm ??) gönnte dies Belantis aber nicht, denke ich.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Christoph Waitz
bisher keineEmpfehlungen
02.04.2007
Christoph Waitz
Sehr geehrter Herr ,

leider komme ich erst jetzt dazu, auf ihre Frage zu antworten. Es ist für mich schwierig, über besondere Motive des Oberbürgermeisters und der Stadtverwaltung zu spekulieren. Als im Rahmen der Leipziger Olympiabewerbung der Wildwasserpark und der künftige Standort diskutiert wurde, war ich leider noch nicht Mitglied des Stadtrates. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht wäre der Betrieb durch den Vergnügungspark Belantis sicherlich sinnvoller gewesen. Ob die Kanu-Leistungssportler dann zu den jetzigen Konditionen und zu den exklusiven Nutzungszeiten eine solche Anlage hätten nutzen können, ist jedoch fraglich.

Man kann mit guten Gründen für solche "Leuchtturminvestitionen" (gerade im Leipziger Südraum) argumentieren. Mir geht es darum, dass den Bürgern dann auch deutlich und ehrlich vermittelt wird, mit welchen zusätzlichen Kosten das verbunden ist.

Viele Grüße in den Leipziger Südraum und ein schönes Osterfest

Christoph Waitz
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Frage zum Thema Verwaltung und Föderalismus
16.05.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Waitz,

ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland nicht längst eine überholte Einrichtung aus den Zeiten des überbordenden Sozialstaats und des Staatsdefizits? Die sind doch eh´ nicht mehr zu kontrollieren, machen dasselbe wie die Privaten, kaufen denen sogar die Entertainer ab und verlangen auch noch Geld, und das immer mehr. Kann man die nicht abschaffen?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Christoph Waitz
3Empfehlungen
25.05.2007
Christoph Waitz
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für ihre Frage. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist nicht erst seit der fortlaufenden GEZ-Gebührenerhöhungen in der Diskussion. Bei aller Kritik, die insbesondere auch von den liberalen Medienpolitikern an dem System des öffentlich-rechtlichen Rundfunks geäußert wird, ist es nicht unser Ziel, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk abzuschaffen. Wir weisen dem öffentlich-rechtlichen Hörfunk und Fernsehen ganz wesentliche Funktionen für ein hochwertiges Informations-, Kultur- und Bildungsangebot in Deutschland zu.

Das Problem besteht aus unserer Sicht darin, dass in den letzten Jahren der öffentlich-rechtliche Rundfunk eine Strategie der Besitzstandswahrung entwickelt hat und sich in weiten Bereichen zu einem Inhalteanbieter entwickelt hat, der, wie sie auch sagen, sich nicht von den Formaten und den Inhalten absetzt, die von privaten Anbietern präsentiert werden. Diese Inhalte additiv zu präsentieren und durch Gebührenzahler finanzieren zu lassen ist entbehrlich.

Die EU-Kommission gibt Deutschland vor: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk muss im Zusammenhang mit dem 11. Rundfunkänderungsstaatsvertrag seinen Funktionsauftrag neu bestimmen. Wir müssen diese Gelegenheit dazu nutzen, die Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Rundfunks klar zu definieren. Die Diskussion um das Angebot des öffentlich-rechtlichen Rundfunks muss insbesondere die veränderten Nutzungsgewohnheiten mit einbeziehen und das erweiterte Programmangebot von audio-visuellen Inhalten in einer digitalisierten Welt berücksichtigen. Aus meiner Sicht muss dies für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk notwendig zu einer Fokussierung auf Kultur-, Informations- und Bildungsinhalten führen.

Die Vergabe der Gebührengelder sollte zumindest teilweise davon abhängig gemacht werden, ob der Programmauftrag in qualitativ hochwertiger Form erfüllt wurde. Die Bewertung sollte durch ein unabhängiges Expertengremium erfolgen.

Auch für die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten gilt das Prinzip des verantwortungsvollen Umgangs mit den Gebühren der Bürger. Die Verwaltungstrukturen in den Rundfunkanstalten sind deswegen weiter zu verschlanken, zu vereinfachen und echte Anreize für Kosteneinsparungen einzurichten.

Ich setze mich für die Überarbeitung des Systems der Gebührenfestsetzung ein. Insbesondere müssen unabhängige Strukturen geschaffen werden, die in der Lage sind nicht nur Kostenangaben und Kostenansätze der Rundfunkanstalten auf Plausibilität zu überprüfen, sondern echte Tiefenprüfungen vorzunehmen. Dies könnte auch in Zukunft durch die KEF erfolgen ( Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten ) soweit sie mit zusätzlichen Personal, Kompetenzen und finanziellen Mitteln ausgestattet wird. Sollte die unabhängige Prüfung zu den Ergebnis kommen, dass Rundfunkgebührengelder eingespart werden können, ist dieses Einsparpotential durch entsprechende Massnahmen zu heben und die eingesparten Beträge in Form von Gebührensenkungen an den Bürger zurückzugegeben. Es gibt schließlich keine Vorschrift, die besagt, dass ARD und ZDF zwangsläufig immer mehr Geld bekommen müssen.

Ein großes Potential zur Kostenersparnis sehen wir zum Beispiel in einer Reduktion der Anzahl der Hörfunksender. Nicht jede Rundfunkanstalt braucht einen getrennten 24 Stunden Informationskanal. Nicht jede Rundfunkanstalt benötigt eine eigenes Kulturradio. Hier existieren z. B. schon Deutschlandradio und Deutschlandradio Kultur, deren Angebote ausgebaut und durch einheitliche Sendefrequenzen in ihrer Verbreitung in Deutschland erheblich gefördert werden könnten.

Prüfenswert erscheinen mir weitere Zusammenlegungen von Rundfunkanstalten nach dem Beispiel des RBB oder MDR. Weshalb bis zum heutigen Tag Rundfunkanstalten wie der z. B. der Saarländische Rundfunk oder Radio Bremen existieren und den Gebührenzahler zusätzlich belasten ist mir nicht nachvollziehbar.

Problematisch ist aktuell auch das Vorhaben der Rundfunkanstalten im Bereich der neuen Medien zusätzliche Angebote zu platzieren. Der Bescheid der EU - Kommission im Beihilfestreit sieht vor, dass die Rundfunkanstalten Aufgabenerweiterungen selbständig in einem dreistufigen Verfahren prüfen müssen. Im Rahmen dieses Verfahrens sollen Wettbewerber die Möglichkeit haben gehört zu werden. Wir haben große Bedenken, ob dieses Verfahren die Gewähr für eine ausreichende Kontrolle bietet. Besser wäre es in diesem Verfahren externe Sachverständige oder Gremien zur Prüfung einzubinden.

Ich hoffe, dass sie mit meiner Antwort weiter arbeiten können. Über ergänzende Fragen würde ich mich sehr freuen. Die Reform des öffentlich- rechtlichen Rundfunks ist eines der zentralen medienrechtlichen Themen. Die EU - Kommission hat den Ländern einen engen zeitlichen Rahmen gesetzt. Wichtige Grundfragen müssen bis zum Ende des Jahres 2007 geklärt sein.

Mit freundlichen Grüßen

Christoph Waitz,MdB
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Frage zum Thema Verwaltung und Föderalismus
23.06.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Waitz,

zur vorstehenden Diskussion um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Gebührensenkung möchte ich anfragen, ob es berechtigt ist, dass die einzelnen regionalen Rundfunkanstalten mehrere Auslandskorrespondenten beschäftigen.
Schon bei weltweiten Krisensituationen wie im Irak, Afgahnistan, Afrika ist oft eine Konkurrenz der Auslandsstudios von ARD und ZDF festzustellen. Grundsätzlich ist dies sicher informativ vorteilhaft, aber aus Sicht der Gebührenverwendung im Detail prüfenswert. Viel notwendiger scheint mir dies für die regionalen Rundfunkanstalten zu sein.
Mehr Informationen wünschte ich mir über die EU-Nachbarstaaten, vielleicht als festen Programmbaustein.
Dafür könnte eine regionale Zuordnung der jeweiligen Nachbarstaaten zu den einzelnen Landesstudios vielleicht zweckmäßig sein. Also zu mdr dann vorwiegend Polen und Tschechien., zu NDR Skandinavien,GB usw.
Dann hat man als Gebührenzahler ein breite Wahlmöglichkeit bei wahrscheinlich sinnvolleren Einsatz der Gebühren durch die
Rundfunkanstalten.
Soll nur ein Vorschlag zur Diskussion in zuständigen sachkundigen Gremien sein, also mehr Koordination zur verbesserten Information bei Vorgabe eines Finanzrahmens.
Antwort von Christoph Waitz
1Empfehlung
23.06.2008
Christoph Waitz
Sehr geehrter Herr ,

Vielen Dank für Ihre Anregungen zum Thema EU als festen Programmbaustein im öffentlich-rechtlichen Rundfunk.
Ich gebe Ihnen Recht, dass angesichts einer erweiterten EU und Bemühungen zu mehr internationaler Gewichtung der Union mehr Raum geschaffen werden sollte zur Berichterstattung aus unseren europäischen Nachbarländern. Es lässt sich aktuell eine Tendenz zu verstärkter Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Sender zu EU-relevanten Themen beobachten.Ich verweise an dieser Stelle zum Beispiel auf das "Europamagazin", welches im wöchentlichen Wechsel zwischen WDR und SWR produziert wird. Auch die übrigen Politikmagazine und Nachrichtensendungen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk berichten regelmäßig über EU-relevante Themen, so zum Beispiel das ZDF "heute-journal".

Weiterhin lässt sich eine Tendenz dazu beobachten, dass die verschiedenen Sender vorzugsweise über ihre EU-Nachbarstaaten berichten. Jedoch haben wir Politiker leider keine Möglichkeit Einfluss auf die Themenschwerpunkte der jeweiligen Anstalten und ihrer Sendungen zu nehmen. Die liegt begründet in der Geschichte und Entwicklung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Nach dem 2. Weltkrieg entschied man sich für die Einführung eines öffentlich-rechtlichen Rundfunksystems. Wesentlich für die Funktionswege des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist die Staatsferne. Ein politischer Einfluss soll möglichst ausgeschlossen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Christoph Waitz, MdB
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Frage zum Thema Verbraucherschutz
02.07.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Waitz,

als Mitglied von Medien-Ausschüssen ist meine Frage bei Ihnen sicherlich gut aufgehoben.
Die aktuelle Welle von Dopingenthüllungen schockiert die Radsportfans. Ich selber habe bis letzten Sommer kaum ein Rennen verpasst, seitdem aber kann ich einfach nicht mehr hinsehen. In den letzten Wochen wurde nochmal eine richtige Geständnis-Welle entfacht. Die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF geben Millionen für die Übertragungsrechte der Tour de France aus, die durch die GEZ-Gebühren finanziert werden. Ich halte es für bedenklich dass die Sender angesichts der Doping-Enthüllungen nicht über die Absetzung dieses Sports aus ihrem Programm nachdenken. Stattdessen wird dieser Doping-Wahnsinn durch die weitere Übertragung doch nur weiter gefördert. Inwiefern hat die Politik Möglichkeiten, die sinnvolle Einsetzung der GEZ-Gebühren zu überwachen?

Mit freundlichem Gruß,
M.
Antwort von Christoph Waitz
bisher keineEmpfehlungen
26.06.2008
Christoph Waitz
Sehr geehrter Herr ,

Es verlockt mich sehr, etwas über Doping im Leistungssport zu schreiben, das Thema wird uns ab dem 5. Juli bei der Tour de France und gerade auch bei den Olympischen Spielen in Peking täglich beschäftigen. Letztlich sind es die Bürger und Zuschauer, die mit der Erwartungshaltung Höchstleistungen sehen zu wollen, das unlautere Gewerbe am Leben erhalten.
Ein Einfluss der Politik auf die Verwendung der Gebührengelder ist nicht möglich. Als Ansprechpartner für mögliche Beschwerden über die Gebührenverwendung sind die Rundfunkräte der Sendeanstalten. In die Rundfunkräte sind Vertreter verschiedener gesellschaftlicher Gruppen entsandt. Dazu gehören auch Vertreter politischer Parteien. Es ist eine Grundentscheidung, dass Rundfunk in Deutschland staatsfern organisiert ist. Damit soll eine politische Beeinflussung oder Instrumentalisierung möglichst vermieden werden.

Mit freundlichen Grüßen

Christoph Waitz, MdB
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