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Sehr geehrte Frau Stahl,
durch den Fall Mollath ist in weiten Teilen der Bevölkerung der Eindruck entstanden, dass Psychiatrie und Justiz sich gegenseitig zuarbeiten.
Als Zielsetzung erscheint das Wegsperren missliebiger Menschen.
Die statistischen Zahlen untermauern diese Befürchtung.
In Bayern werden 134 Personen je 100000 Einwohner zwangspsychiatrisiert, während es im Bundesdurchschnitt nur 70 Personen sind.
Da Bayern ein bevölkerungsreiches Bundesland ist, wird hier der Bundesdurchschnitt nach oben gedrückt, also dürfte es Bundesländer geben, in welchen weniger als 50 Personen in Psychiatrien inhaftiert werden.
In der Annahme, dass die Menschen in Bayern durchschnittlich die gleiche Psyche haben, wie in anderen Bundesländern, stellt sich hier meine Frage:
Muss der Bayerische Bürger vor seinem Staat besonders auf der Hut sein?
Wird in Bayern besonders gerne, bzw. voreilig weggesperrt?
Was können die Grünen tun, um dem Bürger Rechtssicherheit zu vermitteln?
Die Polizei ist wiederholt widerrechtlich gewaltsam gegen Bürger vorgegangen, anschließend wurden die Bürger auch noch wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt angezeigt.
In Rosenheim gab es mehrere Fälle, der Polizeidirektor wurde symbolisch nur zu 11 Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt.
In Wasserburg scheint sich vor zwei Wochen ein ähnlicher Fall ereignet zu haben. Ein zivilcouragierter Bürger, welcher eine polizeiliche Maßnahme hinterfragte, wurde zusammengeschlagen und natürlich wieder von der Polizei angezeigt.
Hier stellt sich die Frage, ist es Stil der Polizei vorschnell zuzuschlagen und dann auch noch zu behaupten, sie sei tätlich angegriffen worden?
Was können die Grünen tun, um solche Fälle aufzuklären bzw. zu verhindern?
Mit freundlichen Grüssen
