Christiane Blömeke (DIE GRÜNEN)

Christiane Blömeke
Jahrgang
1960
Berufliche Qualifikation
Umweltpädagogin
Ausgeübte Tätigkeit
selbstständige Referentin für Umweltbildung, MdHB
Wahlkreis
Alstertal - Walddörfer , Listenplatz 1, Stimmen (Wahlkreis): 21.325, 6,9%, über Wahlkreis eingezogen
Landeslistenplatz
keinen
(...) Sie sehen, dass der Fluglärm in der Tat ein weiters Feld ist, dass mit Sicherheit von der GAL weiter verfolgt werden wird, denn die Spitze des Eisberges ist hier noch nicht erreicht. Eher wird es wohl leider so sein, dass der Flugverkehr noch zunimmt- nicht zuletzt auch deswegen, weil viele Menschen zunehmend global mobil sein wollen und wenig über die Belastungen durch den Flugverkehr nachdenken wollen. (...)
 
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Frage zum Thema Gesellschaft
17.02.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Blömeke,

Ich habe 2 Fragen an Sie:
1. Der Walddörfer Sportverein benötigt dringend eine Sanierung. In wie fern ist das in Ihrem Programm enthalten?

2. Was möchten Sie im Thema Jugend in der Gegend Alstertal/Walddörfer bewegen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Christiane Blömeke
bisher keineEmpfehlungen
18.02.2011
Christiane Blömeke
Sehr geehrte Frau ,

Sie haben Fragen zu zwei unterschiedlichen Themenbereichen gestellt, obwohl bei genauer Betrachtung die Frage, was für Jugendliche getan werden sollte, natürlich auch mit dem Sportangebot zusammenhängt. Doch lassen Sie mich dennoch die Fragen getrennt beantworten.

1. Grundsätzlich stellt die Politik die Gelder für Ausbau und Sanierung von Sportstätten zur Verfügung bzw. bewilligt sie. In der letzten Legislatur hat die CDU/ GAL Regierung dazu durch einen Beschluss in der Bürgerschaft 4 Mio. Euro für Sanierung und Ausbau bewilligt. Dazu kamen einmalig 20 Mio. Euro durch das Konjunkturprogramm (Bundesmittel).
Welche konkreten Maßnahmen umgestzt werden, entscheidet aber nicht direkt die Politik, sondern das Sportamt in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Bezirk. Dort werden nach fachlichen Kriterien die Prioritäten erarbeitet. Auf diese Art und Weise wird auch der Walddörfer Sportverein mit Mitteln zur Sanierung bedacht werden. Als jetzige Walkreisabgeordnete und hoffentlich auch zukünftige Wahlkreisabgeordnete werde ich mich aber dafür noch einmal mit Nachdruck einsetzen, dass der WSV bei der nächsten Sanierungsrunde mit bedacht wird, denn es besteht in der Tat dringender Handlungsbedarf.

2. Das Sportangebot ist ein wesentlicher Bestandteil für die Freizeitgestaltung der Jugendlichen hier vor Ort. Darum steht der unter 1 ausgeführte Handlungsbedarf eben auch in einem direkten Zusammenhang zu den Angeboten für Jugendliche.
Es ist mir wichtig deutlich zu machen, dass auch unsere Stadtteile im Alstertal und den Walddörfern ein breites Angebot für Jugendliche haben müssen, auch wenn wir kein sozialer Brennpunkt mit hohem Anteil von Arbeitslosigkeit sind. Gerade weil wir Randgebiet von Hamburg sind, ist es aus meiner Sicht wichtig verschiedene Angebote vor Ort zu haben, damit die Jugendlichen nicht immer in die Stadt fahren müssen.

Öffentliche Einrichtungen der Jugendhilfe, wie die Häuser der Jugend in Volksdorf, Duvenstedt und Lemsahl, sowie im Tegelsbarg in Poppenbüttel spielen hier eine wichtige Rolle und ich will dafür Sorge tragen, dass die Angebote dieser Einrichtungen stabilisiert und weiter ausgebaut werden. Durch den Beschluss in der Bezirksversammlung wurde - nicht zuletzt auch durch die Grünen- vor kurzem ein neuer Jugendclub für Sasel bewilligt. Das ist sehr positiv, weil Sasel bislang noch unterverorgt war .

Allerdings sind aus meiner Sicht die Häuser der Jugend nur für jüngere Jugendliche bislang ein wichtiger Bestandteil der Angebote. Für ältere Jugendliche möchte ich gerne erreichen, dass auch Freiflächen als Treffpunkte anerkannt werden ,damit die älteren Jugendlichen ein Ort zum Treffen haben. Von den Jugendlichen selber wird hier beispielsweise der Park hinter der Ohlendorffschen Villa in Volksdorf oft gewählt. Ich halte es für besser, derartige Flächen für Jugendliche in verschiedenen Stadtteilen zu haben ,damit es eine Alternative zum Treffen vor der Tankstelle, oder den Bahnhöfen (wo die Jugendlichen sich oft treffen) gibt.

Außerdem setze ich mich dafür ein, dass das ehemalige Riff (danach Clyde und jetzt Flava) im Komplex des Koralle Kinos auch weiterhin Angebote für Jugendliche anbietet. Ich meine das es wichtig ist den Jugendlichen auch in unserem Umfeld eine Möglichkeit zur Disco zu bieten,damit nicht immer der Weg auf den Kiez oder in die Stadt erfolgen muss.

Auch im Verkehrsbereich gibt es übrigens einen Punkt ,den ich maßgeblich für die Jugendlichen erreichen möchte. Ich setze mich bereits seit Jahren dafür ein, dass die U- Bahn am Wochenende nicht nur bis Volksdorf fährt, sondern auch bis zur Endhaltestelle beispielsweise nach Ohlstedt. Leider ließ sich der HVV bislang noch nicht überzeugen, doch ich werde hier am Ball bleiben, weil es nicht einzusehen ist, dass Jugendliche aus den Wohngebieten in Bergstedt, Ohlstedt und Duvenstedt kaum eine Möglichkeit haben am Wochenende nach einem nächtlichen Besuch in der Stadt nach Hause zu kommen.

Abschließend lassen Sie mich noch sagen, dass ich es für sehr wichtig halte, wenn wir in den Walddörfern und dem Alstertal auch Straßensozialarbeiter hätten, die in einem guten Kontakt mit den Jugendlichen stehen und von daher eventuell auftretende Probleme ganz anders lösen können, als die Polizei. Ich möchte also erreichen, dass auch in den Walddörfern und im Alstertal Straßensozialarbeit einfester Bestandteil der Jugendhilfe wird.

Ich hoffe, dass ich Ihnen deutlich machen konnte, dass die Angebote für Jugendliche, die mir wichtig sind, sowohl den Sportbereich, als auch den Bereich der Jugendhilfe und sogar auch die Verkehrsthematik betreffen.

Freundliche Grüße Christiane Blömeke
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Frage zum Thema Stadtplanung
18.02.2011
Von:

Haben Sie (wie Frau Hajduk) auch keine Probleme mit Evokation?

Worin sehen Sie den Grund, daß die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung nicht greift
(keine Gleichstellung bei Mann u. Frau erreicht; kein Stopp des Artensterbens erreicht etc)?

Warum übersteigen die Subventionen für umwelt- und klimaschädliche Prokekte immer noch die Bildungsausgaben?

Warum werden die Biotopverbundachsen in Hamburg immer wieder systematisch zerstört? (Karlshöhe, Bergstedt, jetzt Hinsenfeld)?

Als Umweltpartei und mit nicht eingehaltenen Wahlversprechen (Moorburg u.a.) werden sie doch immer unglaubwürdiger!
Antwort von Christiane Blömeke
bisher keineEmpfehlungen
18.02.2011
Christiane Blömeke
Sehr geehrte Herr ,

Sie haben verschiedene Fragen gestellt, die ich beantworten möchte.

Bürgerbeteiligung ist zentrales Element grüner Politik. Aus diesem Grund haben wir Grüne auch dafür gesorgt, dass Volksentscheide verbindlich werden. Eine Evokation setzt sich über den Bürgerwillen und den Willen des Volkes hinweg. Aus diesem Grund sehe ich Evokationen sehr kritisch- ebenso übrigens wie unsere Landesspitzenkandidatin Anja Hajduk. Dennoch hat der Senat das Recht zur Evokation, nämlich immer dann, wenn es um Projekte geht ,die von gesamtstädtischen Interesse sind.

Die Frage 2 zur Nachhaltigkeitsstrategie in Bezug auf Artensterben und auf Gleichstellung von Mann und Frau verstehe ich so in der Form nicht. Ich würde Ihnen empfehlen diese Frage- nach Verdeutlichung- direkt an die Abgeordneten der Bundesregierung zu stellen, da ich nicht das Handeln der Bundesegierung interpretieren möchte.

Für Ihre Behauptung ,dass die Kosten für umweltschädliche Subventionen die Bildungsausgaben übersteigen müssten Sie Belege anführen. Ich kann so nicht nachvollziehen, welche Kosten Sie in den direkten Vergleich setzen.
Die Realität sieht so aus, dass die Bildungsausgaben- nach dem Sozialhaushalt- den größten Teil der Hamburger Haushaltsausgaben darstellen. Das ist auch richtig so, weil Bildung der einzige Rohstoff ist, den Deutschland zur Verfügung hat. Daher ist es sinnvoll in Bildung maximal zu investieren. Wir sind als Grüne auch dafür einen sogeannten Bildungssoli einzurichten, damit die Bildung in den Ländern von allen mitfinanziert wird.

Wir setzen uns als Grüne für den Erhalt von ökologisch wertvollen Flächen und vor allem für den Erhalt von Grünachsen ein. Wir wollen die Randgebiete vor der Zersiedelung bewahren und favorisieren eine Nachverdichtung und die Umwandlung von Gewerbeflächen in Wohnraum, bevor wir auf der "grünen Wiese" bauen. Wenn Sie in Bergstedt den Immenhorstweg meinen, so gebe ich Ihnen völlig recht, dass diese Bebauung so nicht hätte stattfinden dürfen .Die Grünen haben bis zum Schluss einer Bebauung nicht zugestimmt. Die Entscheidung ist unter dem damaligen CDU/ Schill/ FDP Senat gefallen. In Karlshöhe werden durch die Erweiterung des Umweltzentrum keine Grünachsen zerstört. Die gibt es dort durch die Bebauung rund um das Umweltzentrum gar nicht mehr.
Am Hinsenfeld setzen wir uns für die Aufnahme neuer Gespräche mit der Initiative gegen die Bebauung ein, um gemeinsam naturschonende umweltverträgliche Lösungen für den Bau von Wohnungen zu entwickeln. In Wohldorf/Ohlstedt - an der Hoisbüttler Straße- werden wir uns in möglichen Koalitionsverhandlungen für die Rücknahme des Bebauungsplanes einsetzen. In der Tat würde hier eine Bebauung die Grünachsen zerstören. Der B- Plan ist von der CDU Alleinregierung vor der Wahl 2008 entschieden worden.

Ich sehe die Grünen als die einzige Partei, die zukunftsorientiert am Umweltschutz arbeitet und ehrgeizig an Klimazielen festhält und kann daher Ihre Meinung der Unglaubwürdigkeit nicht teilen. Sie erwähnten Moorburg. Ja, in der Tat da gebe ich Ihnen recht, dass die Umsetzung von Moorburg die Partei erschüttert hat. Wir mussten in den Koalitionsverhandlungen mit der CDU damals feststellen, dass die Verträge zur Realisierung des Kohlekraftwerkes von Ole von Beust bereits alle unterschrieben waren und wir uns auch als Senat und Politik an diese Rechtsgrundlage zu halten hatten. Immerhin konnten wir dafür sorgen, dass der Bau von Moorburg nur mit hohen Umweltauflagen geschehen konnte. Unsere Position gegen Kohle- oder auch Atomkraftwerke bleibt klar und deutlich eine Ablehnung.

Freundliche Grüße

Christiane Blömeke
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