Christian Lindner (FDP)
Abgeordneter Landtag NRW

Grunddaten
Christian Lindner
Geburtstag
07.01.1979
Berufliche Qualifikation
Politikwissenschaftler
Ausgeübte Tätigkeit
MdL
Wohnort
Meerbusch
Wahlkreis
Rheinisch-Bergischer Kreis II
Ergebnis
11,6%
Landeslistenplatz
1, über Liste eingezogen
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(...) Das Gesetzesvorhaben befindet sich derzeit im Vermittlungsausschuss. Es ist für mich wie für Sie ein Rätsel, dass ausgerechnet die Parteien, die für sich reklamieren, Arbeitnehmerinteressen wahrzunehmen, dieses Vorhaben so torpedieren. Vielleicht wenden Sie sich daher mit Ihrer berechtigten Kritik an die Vertreter von SPD und Grünen? (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Soziales
05.05.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Lindner,

auf dem Parteitag in Nürnberg sagten Sie in einem Interview mit der ARD, dass Sie für einen \"mitfühlenden Liberalismus\" einstehen, bei dem es u.a. darum gehe, dass schwächere Arbeitnehmer nicht bei einem starken Arbeitgeber unter die Räder kommen und ausgenutzt werden.
www.ardmediathek.de
(ab Min. 2:00)

Wenn Sie dies tatsächlich ernst meinen, müssten Sie dann nicht dafür kämpfen, dass die Sanktionierung von HartzIV-Empfängern mit sofort Wirkung aufhört?
Denn wer vor der Wahl steht, das Folterinstrument HartzIV oder schlechter Lohn, wird sich in der großen Mehrheit für schlechten Lohn und schlechtere Arbeitsbedingungen entscheiden. Die Arbeitgeber wissen das, und deshalb kommen ja so viele Arbeitnehmer unter die Räder.

Und zweite Frage, wie tief sollen denn die von der FDP propagierten
Lohnuntergrenzen sein?
Und warum nennen Sie es eigentlich Lohnuntergrenzen und nicht Mindestlohn? Weil
dieses Wort schon die anderen Parteien benutzen?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Christian Lindner
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05.05.2013
Christian Lindner
Sehr geehrter Herr ,

besten Dank für Ihre Frage.

Eine Arbeit mit einem zunächst niedrigen Lohn kann für vielen Menschen im ALG-II-Bezug ein Einstieg in den Arbeitsmarkt sein. Ausdrücklich lehne ich deshalb diesen Sektor nicht ab. Allemal ist es besser, jemand hat Teilhabe am Arbeitsmarkt. Natürlich muss sich Arbeit neben "Hartz IV" auch lohnen, weshalb ich seit langer Zeit für bessere Zuverdienstregeln eintrete.

Zur Höhe einer Lohnuntergrenze äußern wir uns bewusst nicht. Sie muss regional und branchenbezogen unterschiedlich sein. Aushandeln sollen es Arbeitgeber und Gewerkschaften.

Mit freundlichen Grüßen
Christian Lindner
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Frage zum Thema Soziales
05.05.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Lindner,

Ihre Antwort vom 5.5.13 auf meine Frage desselben Tages zeigt einmal mehr, dass Sie sich mit Ihrem "mitfühlenden Liberalismus" lediglich ein soziales Mäntelchen umhängen wollen, um von Ihrem marktradikalen Image wegzukommen.
Im Prinzip soll alles bleiben wie es ist.

Es ist sehr einfach, für etwas einzustehen, wie Sie und die FDP seit neuestem für einen Mindestlohn, ohne dabei konkret zu werden.
Sie schieben die Verantwortung auf die Gewerkschaften, wohlwissend, dass gerade im Osten des Landes viele Arbeitgeber gar nicht mehr den Verbänden angehören, und weiterhin machen können was sie wollen.
Konkret sind Sie nur, wenn es um den Begriff "zumutbare Arbeit" geht.
Sie als Politiker bestimmen, was zumutbare Arbeit ist.
Auf welcher Grundlage eigentlich?

Und in diesem Zusammenhang wiederhole ich meine Frage, die Sie nicht beantwortet haben:

Ich habe Sie nicht nach der Abschaffung von HartzIV gefragt, sondern ob Sie sich für die Abschaffung des Sanktionsparagraphen einsetzen?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Christian Lindner
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05.05.2013
Christian Lindner
Sehr geehrter Herr ,

bitte lesen Sie doch erst einmal im Internet die Beschlüsse nach, bevor Sie kritisieren.

Für den von Ihnen beschriebenen Fall wollen wir das Mindestarbeitsbedingungengesetz anpassen.

Zu Sanktionen: Nein, diese will ich nicht aufheben. Solidarität setzt eigene Bemühungen voraus.

Mit freundlichen Grüßen
Christian Lindner
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Frage zum Thema Internationales
08.05.2013
Von:

Hallo!

Wie steht die FDP und vorallem Sie persönlich, Herr Lindner zu den "Vereinigten Staaten von Europa"? Gibt es irgendwelche Konzepte? Schon Helmut Kohl wollte damals die Währungsunion nur mit der Politischen Union durchsetzen, letzeres wurde nicht durchgesetzt, wohin das geführt hat sehen wir jetzt. Unterschiedlich wirtschaftliche Nationalstaatlerei und Transferunion. Habt ihr persönlich Ideen/Vorstellungen von den "VSvE"? In letzer Zeit kamen sie ja häufiger ins Gespräch. Außerdem lachen China/Russland, die USA und Co. über die Nationalstaatlerei in Europa.

Deshalb fordere ich:

  • Bildung der Vereinigten Staaten von Europa (demokratisch und föderalistisch aufgebaut)
  • Bildung von Freihandelszonen
  • Förderung von nachhaltigem Frieden, abbauen von Misstrauen gegenüber Russland/China, mehr Dialog
  • Gemeinsame Europäische Finanzpolitik

Ich frage mich nur ob die Liberalen auch für mehr Europa stehen?!
Antwort von Christian Lindner
1Empfehlung
17.05.2013
Christian Lindner
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihr Interesse.

Im Bewusstsein, dass bis zu einer umfassenden politischen Union noch ein langwieriger Prozess bevorsteht, hat die FDP in ihrem Grundsatzprogramm ihr Konzept für Europa wie folgt formuliert: "Europa ist ein Staatenverbund mit einzigartigen gesellschaftlichen, politischen, rechtsstaatlichen und ökonomischen Gemeinsamkeiten. Wir Liberalen wollen dass Europa diesen Weg der Vertiefung weitergeht und dabei zu einer politischen Union mit festen föderalen Grundsätzen,
demokratischen Strukturen und einer klaren subsidiären Ordnung wird. Am Ende dieser Entwicklung sollte ein durch Volksabstimmungen in den Mitgliedstaaten legitimierter europäischer Bundesstaat stehen."

Zu unserem europäischen Kurs gehört auch der Einsatz für eine transatlantische Freihandelszone, für die Außenminister Westerwelle erst diese Woche wieder im Bundestag geworben hat.

Mit freundlichen Grüßen
Lindner

P.S.: Unsere liberalen Vorstellungen zu Europa finden Sie in den Karlsruher Thesen und in unserem Bürgerprogramm 2013.

Karlsruher Freiheitsthesen
www.fdp.de

Bürgerprogramm 2013
www.fdp.de
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
17.05.2013
Von:

Kraft versprach in 2009/2011 die Tarifabschlüsse des öffentlichen Dienstes eins zu eins auf die Beamten des Landes zu übertragen. Dies geschah auch und gerade vor dem Hintergrund, dass 2003 der damalige Ministerpräsident Steinbrück massiv die Beamtengehälter kürzte/jahrelange Nullrunden folgten. Es seien den Beamten genügend Sonderopfer auferlegt worden, erklärte Kraft vor der letzten Landtagswahl.
Nun will Kraft hiervon nichts mehr wissen, und plant 2 Nullrunden (während sie sich selber in 2012 eine Erhöhung ihrer Diät als Abgeordnete um 600,00-Euro pro Monat genehmigte, was ihr gegönnt sei).
Gibt dieser Wortbruch Veranlassung, einen Untersuchungsausschuss zu beantragen, der die Hintergründe dieser Wählertäuschung näher beleuchtet?
Antwort von Christian Lindner
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27.05.2013
Christian Lindner
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre erneute Nachricht. Ich habe auch weiterhin großes Verständnis für die Beamtinnen und Beamten des Landes, die der Landesregierung Wortbruch vorwerfen.

In meiner Rede zum Haushalt 2013 habe ich den Verfassungs- und Wortbruch der rot-grünen Regierung thematisiert, der nach geltendem Recht keine bindenden Auswirkungen zur Folge hat. Der Vorgang zeigt jedoch sehr deutlich, dass die Regierung Kraft die Verfassung unseres Landes nicht achtet und durch Ihre massive Schuldenpolitik fahrlässig und verantwortungslos gegenüber zukünftigen Generationen handelt.

Ich bin daher der Meinung, dass wir wirksame Sanktionsmechanismen in unsere Landesverfassung aufnehmen sollten, damit ein solcher Bruch der Verfassung durch die Landesregierung nicht dauerhaft folgenlos bleibt.

Mit freundlichen Grüßen
Christian Lindner

P.S.: Meine Rede zum Haushalt 2013 finden Sie unter www.christian-lindner.de
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
05.06.2013
Von:

Guten Tag Herr Lindner.

Es wäre einmal interessant zu erfahren, warum die alljährlichen Bilderberger-Treffen unter Ausschluß der öffentlichen Medien abgehalten werden.
Es soll sich ja angeblich nur um private Treffen handeln. Warum muss die Öffentlichkeit dann für diese Kosten aufkommen? Es treffen sich ja schließlich die vermögensten Menschen der Welt - privat.
Und wenn solche vermögenden und vor allem auch mächtige Menschen zusammenkommen, was wird dann dort besprochen?
Aufgrund der alternativen Bewegung, auch Truther, oder Verschwörungstheoretiker genannt ist dieses Geheimtreffen ja erst bekannt geworden. Und diese finden jährlich seit 1954 statt. Mittlerweile können die "Bilderberger" sich ja nicht mehr leugnen und haben eine eigene Webseite ( www.bilderbergmeetings.org ), auf der sie ihre Themen und auch die Teilnehmerliste bekannt geben.
Darauf erscheint auch Ihr Name.

Meine Frage - was macht Sie, Herr Lindner, für diese elitäre Gruppe so interessant, oder wichtig?
Bei allem Respekt, aber die FDP ist nun nicht die Partei, die man unbedingt mit am Tisch haben muss. Dafür sind die aktuellen Umfragewerte (Forsa / Emnid / Allensbach usw) zu gering, zur Zeit so gering, dass die FDP nicht einmal die 5% Hürde in den Bundestag schaffen würde.

Für Ihre ausführliche und öffentliche Beantwortung möchte ich mich vorab freundlichst bedanken.
Antwort von Christian Lindner
bisher keineEmpfehlungen
12.06.2013
Christian Lindner
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Über meine Teilnahme an der Bilderberg-Konferenz finden Sie eine Meldung auf meiner Website, wo ich dazu etwas geschrieben habe.

Mit freundlichen Grüßen
Christian Lindner
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