Christian Lindner (FDP)
Abgeordneter Nordrhein-Westfalen

Angaben zur Person
Christian Lindner
Geburtstag
07.01.1979
Berufliche Qualifikation
Fraktionsvorsitzender;
Ausgeübte Tätigkeit
MdL
Wohnort
Meerbusch
Wahlkreis
Rheinisch-Bergischer Kreis II
Ergebnis
11,6%
Landeslistenplatz
1, über Liste eingezogen
(...) Zur Übertragung des Tarifabschlusses für Angestellte im öffentlichen Dienst auf die nordrhein-westfälischen Landesbeamten habe ich mich im März dieses Jahres auf Abgeordnetenwatch.de Abgeordnetenwatch.de geäußert. Die Ungleichbehandlung der Beamten gegenüber den Angestellten im öffentlichen Dienst lehnt die FDP-Landtagsfraktion entschieden ab. Aus unserer Sicht ist sie weder gerecht noch berechtigt. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Arbeit
07.04.2014
Von:

Sehr geehrter Herr Lindner,

ich wundere mich sehr, über die ständige Erwähnung des demografischen Wandels.
Herr Prof. Bosbach hinterfragt die Demografie auch, wie sie anhand dieses Links sehen können:

www.taz.de

Ich denke, dass die Gesamtbevölkerung der Welt ansteigen wird, und Deutschland wird aus meiner Sicht noch mehr Migration bekommen.
Warum dann diese z.T. panische Debatte?

In diesem Bericht ist davon die Rede, dass 3,2 Mio. Arbeitslose nicht in der Statistik auftauchen:

www.faz.net

Der Bericht ist aus dem Jahr 2008.
Können Sie mir beantworten, wie hoch die Zahl der nicht in der Statistik erfassten Menschen heute ist?

Warum findet die sogenannte Unterbeschäftigung ( ohne Kurzarbeit) aus meiner Sicht kaum mehr eine mediale Beachtung?

Wie man anhand dieses Links sehen kann, weist die BA diese aus, man muss nur auf die Kreise oder Bundesländer drücken und man sieht diese:

statistik.arbeitsagentur.de

Seit 1992 gingen 1,2 Mio. Jobs im Osten verloren, im Westen kamen 1,1 Mio. hinzu. Die BA hat diese Zahlen bestätigt. Zum besseren Verständnis sende ich Ihnen diesen Link mit:

www.t-online.de

Warum spricht man dann von einem Jobboom?

Außerdem prognostiziert eine US-Studie einen sehr großen Jobverlust durch die Automatisierung:

www.berliner-zeitung.de

Ich weiß nicht, inwiefern die Prognose aus diesem Bericht stimmt.
Aber warum findet die Automatisierung bei den Politikern -aus meiner Sicht- gar keine Beachtung?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Christian Lindner
bisher keineEmpfehlungen
17.04.2014
Christian Lindner
Sehr geehrter Herr ,
haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht.

Es ist unbestritten, dass in Deutschland zu wenige Kinder geboren werden und die Bevölkerung in Zukunft aus einem größeren Anteil von älteren Menschen bestehen wird. Die Folgen dieses demographischen Wandels sind bereits sichtbar. In der Wirtschaft wird es in einigen Branchen absehbar zu einem erhöhten Fachkräftebedarf kommen. Der Zuwachs der Weltbevölkerung wird die Probleme unseres demographischen Wandels nicht von allein lösen. Wir stehen im internationalen Wettbewerb um die klügsten Köpfe. Um Menschen dazu zu bewegen in Deutschland zu arbeiten und zu leben, müssen wir also attraktiver werden. Initiativen zur sprachlichen und beruflichen Bildung für ausländische Fachkräfte und Hochqualifizierte und bessere Rahmenbedingungen für den Zuzug von Familien (Kinderbetreuung, Wohnraum, Beschäftigungsmöglichkeiten für den Partner, familienfreundliche Unternehmensstrukturen) erhöhen unsere Chancen, gut ausgebildete und talentierte junge Menschen für unser Land zu gewinnen. Nur mit ihrer Hilfe werden wir unsere wirtschaftliche Stärke und unseren Wohlstand auch in Zukunft sichern können.

Sie sprechen auch das Thema der Unterbeschäftigung an. Zu den betroffenen Personen gehören nach Definition der Agentur für Arbeit Arbeitslose, Teilnehmer in Qualifizierungsmaßnahmen, der beruflichen Eingliederung, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit, in Kurzarbeit, Altersteilzeit sowie geförderter Selbstständigkeit. Die letzte Statistik der Bundesagentur für Arbeit enthält der von Ihnen erwähnte Bericht aus dem Jahr 2008. Mir ist kein aktuellerer Bericht zu dem Thema bekannt. Daher kann ich Ihnen nur empfehlen, sich mit Ihrer Frage nach aktuellen Daten an die Agentur für Arbeit zu wenden.

Die von Ihnen erwähnte Studie zur Automatisierung liegt mir nicht vor. Ich bitte daher um Verständnis, dass ich Ihnen an dieser Stelle nur sehr allgemein antworten kann. Seit über 100 Jahren heißt es, Menschen werden durch Roboter ersetzt. Für einige Branchen trifft das zu, für andere wiederum nicht. Heute gibt es z.B. Menschen, die davon leben, anderen Menschen einen PC oder ein Smartphone einzurichten oder zu reparieren. SAP wurde im Zuge der zunehmenden "Automatisierung" in den 70er Jahren gegründet, hat heute rund 65.000 Mitarbeiter. Google gab es vor gut 15 Jahren noch nicht, heute hat das Unternehmen fast 50.000 Mitarbeiter. Ich würde sagen, dass es sich um einen dynamischen Prozess handelt. Für die Zukunft sehe ich nicht, dass der Mensch durch den Computer "ersetzt" werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Lindner
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
16.04.2014
Von:

Sehr geehrter Herr Lindner,

ich weiss die folgende Frage hat nichts zu tun mit der Politik in NRW, aber ich bin zu tiefst besorgt über Äusserungen Ihres Spitzenkandidaten zur Wahl des EU-Parlaments den Graf Lambsdorff.

Im Schwarzwälder-Boten in der Ausgebe vom 10.04.2014 war zu lesen, dass er sich möglicherweise für eine Aussetzung des Ausstieges aus der Kernkraft einsetzen wolle!!!
Das alleine wäre schon schlimm genug, aber es geht noch weit schlimmer...
Er forderte allen Ernstes Überlegungen anzustellen mittels Fracking Gas in Deutschland zu gewinnen.
Schier unglaublich!!
Daher meine Frage an Sie als Parteivorsitzender der FDP, wissen Sie von solchen Gedankenspielen?
bzw. was Halten Sie davon.

Mit einer solchen Haltung verbietet es sich die FDP zu wählen... Nicht genug, dass wir kommenden Generationen immense Schulden vererben werden (auch mit der Hilfe der FDP), wollen wir nunmehr weiteren Generationen eine "versaute" Umwelt hinterlassen?

Mit freundlichen Grüssen


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Frage zum Thema Internationales
02.06.2014
Von:

Sehr geehrter Herr Lindner,

Sie wurden als Teilnehmer der Bilderberger-Konferenz 2013 gelistet, die auch jetzt 2014 gerade stattfand.

Da Sie auf Kosten des Bundes und damit auf Kosten der deutschen Steuerzahlers dort anwesend waren, möchte ich gerne von Ihnen folgendes wissen:

1. Warum wird die Presse ausgeschlossen?

2. Finden Sie es richtig, dass in einer Demokratie die Öffentlichkeit von einer solchen Konferenz ausgeschlossen wird?

3. Welche Themen wurden 2013 auf der Konferenz besprochen?

4. Haben diese Themen Einfluss auf künftige politische Entscheidungen in Bund und EU?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Christian Lindner
bisher keineEmpfehlungen
05.06.2014
Christian Lindner
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht. Diskutiert wurden u. a. über Wachstumspotentiale in den USA und der EU, über "Big Data" oder die Entwicklung Afrikas. Themen und Teilnehmer wurden im Übrigen auch veröffentlicht: www.bilderbergmeetings.org

Den dort möglichen internationalen Austausch zwischen führenden Wissenschaftlern, Köpfen der Wirtschaft und Politikern von links bis konservativ halte ich für wichtig. Die vielen Verschwörungstheorien im Zusammenhang mit dieser Konferenz sind amüsant: Angela Merkel, Helmut Schmidt und Jürgen Trittin (der Zutreffendes zu seiner Teilnahme übrigens auch hier bei Abgeordnetenwatch veröffentlicht hat) und ich gehören sicher nicht derselben "Weltregierung" an.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Lindner MdL
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Frage zum Thema Wirtschaft
17.06.2014
Von:

Guten Tag Lindner,
wie steht die FDP als Opposition in NRW zum unten angehängten Thema?

Es geht um die Verlagerung der Produktion des Spinters von Düsseldorf nach Ludwigsfelde, was mit Steuermitteln angetrieben werden soll.
Ich finde es ungeheuerlich, dass mit öffentlichen Geldern, teilweise über den Solidarbeitrag finanziert, Arbeitsplatzverlagerungen innerhalb Deutschlands stattfinden.
Ist dieser Vorgang bekannt und was wird unternommen?
Mit freundlichen Grüßen,


Diese Frage habe ich auch an Herrn Jäger (SPD) und Frau Schulze (Grüne) geschickt.

www.boerse.de

Land Brandenburg will 50 Millionen Euro in Mercedes-Werk investieren
LUDWIGSFELDE/POTSDAM (dpa-AFX) - Das Land Brandenburg hat einen Millionenbetrag für den Autobauer Daimler am Standort Ludwigsfelde in Aussicht gestellt. Es geht um eine Förderung in Höhe von 50 Millionen Euro, wie eine Sprecherin des Finanzministeriums am Samstag sagte und damit einen Bericht der "Märkischen Allgemeinen" (Samstag) bestätigte.

Voraussetzung ist laut Zeitung, dass Daimler die neue Version des Mercedes Sprinter dort baut. .....
Antwort von Christian Lindner
bisher keineEmpfehlungen
25.06.2014
Christian Lindner
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage. Auch ich habe die entsprechenden Presseberichte wahrgenommen. Es wäre in der Tat ein erstaunlicher Vorgang, wenn ein Bundesland Steuergelder dafür einsetzt, eine wegweisende Investitionsentscheidung zu beeinflussen und damit letztendlich die Verlagerung von Arbeitsplätzen aus einem anderen Bundesland zu subventionieren.

Falls dann auch Nordrhein-Westfalen in Erwägung ziehen würde, seinerseits Steuergelder anzubieten, wäre der Subventions-Irrsinn, vor dem die FDP immer eindringlich warnt, vollständig offensichtlich: Eine Subventionsspirale würde entstehen, an deren Ende der Steuerzahler für ein Ergebnis bezahlt, das auch ohne Subventionen eingetreten wäre.

Die Landesregierungen müssen solche Subventionsspiralen daher grundsätzlich von vorneherein stoppen. Ein Unternehmen soll entscheiden, wo und was es investieren möchte. Aber es dürfen keine Steuergelder für Arbeitsplatzverlagerungen fließen. Darauf wird die FDP auch in Zukunft drängen.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Lindner MdL
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