Christian Dörfler (ÖDP)

Christian Dörfler
Geburtstag
1967
Berufliche Qualifikation
Diplom- Geograph
Ausgeübte Tätigkeit
-
Wohnort
-
Bundesland
Hessen
Bundeslistenplatz
93
(...) Mit dem Tierschutz (Ehrfurcht vor der Schöpfung) ist das Schächten unvereinbar. M.E. ist es kein Zufall, daß diese negativen Verhaltensweisen bei der türkischen und arabischen Parallelgesellschaft aber häufiger auftreten als bei uns Europäern.
Es gibt aber auch Kulturaspekte, die im Rahmen der Toleranz zu dulden sind: z.B., wenn Türken sich untereinander auf Türkisch unterhalten. (...)
 
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
12.05.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dörfler!

Seit Jahren schwadronieren unzählige Politiker, dass der Verkehr auf die Bahn verlagert werden sollte. Aber es scheint fast nichts zu geschehen. Wo sehen Sie die Gründe, dass bisher die Bahn im wahrsten Sinne des Wortes nicht zum Zuge kommt und welchen Lösungsvorschlag haben Sie für dieses Problem? Kann die Bahn überhaupt so attraktiv sein, dass diese mehr Güter und Personen befördert?

MfG.
Antwort von Christian Dörfler
5Empfehlungen
18.05.2009
Christian Dörfler
Sehr geehrter Herr ,

für die rationale Wahl eines bestimmten Verkehrsmittels ist für die meisten Menschen ausschlaggebend, wie lange die Reise im Vergleich zu alternativen Verkehrsmittelangeboten dauert und wie hoch der Preis ist. Daneben spielen Umweltfreundlichkeit, Komfort,Barrierefreiheit und Sicherheit weitere Rollen. Auf EU-Ebene ist zu beachten, daß die einzelnen Staaten unterschiedliche Raumstrukturen aufweisen. In Zentralstaaten wie Frankreich mit einer Riesenhauptstadt, ein paar Großstädten und viel Land ist der überwiegend sternförmig auf Paris zugeschnittene TGV vernünftig, im föderativen  Deutschland, das aus sehr vielen kleineren und mittleren Oberzentren sowie kleinen Metropolregionen mit geringerer Entfernung zwischen 2 Oberzentren besteht ( und auch im grenzüberschreitenden Verkehr z.B. nach Straßburg) braucht es mehr schnelle Regionalverbindungen (RE,IRE,IC u.ä.). Nur  inAusnahmefällen  sind hier  auch schnelle Neubaustrecken sinnvoll (die Strecke Köln-Frankfurt(Main) ist durch das Rheintal zwar landschaftlich reiz voll, aber zu langsam gewesen). Wichtiger für eine kurze Reisezeit ist der Abbau von Langsamfahrstrecken. In Ostmitteleuropa sind wiederum mehr Hochgeschwindigkeitstrassen erforderlich, da die Entfernungen wieder zwischen z.B. Berlin, Warschau,Minsk oder auch nach Lemberg-Kiew sehr groß sind. Die Mittel f ür die transeruropäischen Netze sind statt dem Autoverkehr dem  Eisenbahnnetz zuzuführen. Bisher werden sie aber dem umweltschädlichen Pkw-Net z  zuviel   zugeführt. Außerdem wird das Auto - siehe Abwrackprämie- sogar direkt gefördert. Nötig wäre aber eine vollständige Internalisierung der externen Kosten,d.h., der Autofahrer zahlt für die von ihm verursachten Umweltschäden. Mit Mitteln aus Mineralölsteuererhöhung (aus Klimaschutzgründen nötig) und einer entfernungsabhängigen Maut (aus Gründen des Flächenverbrauchs nötig) können zusätzliche Investitionen in das System Eisenbahn getätigt werden und die Fahrpreise gesenkt werden(z.B. durch Abschaffung der Mwst. auf Fahrkarten und moderne Züge). DieVerkehrsforschung (z.B. TH Darmstadt oder auch HOLM-Projekt) ist auf den Öffentlichen Verkehr zu konzentrieren. Ein Beispiel: Die Entwicklung automatisch sich gegenseitig erkennender  und automatisch aufeinander reagierender Züge(ETCS-Weiterentwicklung), damit Mischverkehre (Güterzüge,ICE, RE u.ä. auf einer Strecke) problemlos und ohne neue, teure= Fahrkartenverteuernde, flächenfressende Strecken zu bauen, ablaufen, AuchdieZugfolge  kann so in den Cityröhren verdichtet werden statt Blöcke von 2-3 Min.zu haben. Auch läßt sich dann das Flügeln von Zügen automatisch ohne schleichendes Auffahren des Sekundärzugs abwickeln- eben ohne Zeitverlust.

Mit freundlichen Grüßen,
Christian Dörfler
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Datenschutz und politische Teilhabe
30.05.2009
Von:
Dr.

Sehr geehrter Herr Dörfler,

bei einer Wahlkampfveranstaltung in Frankfurt hatten Sie vor wenigen Tagen erklärt, Deutschsein sei ein Menschenrecht, Entsprechendes gelte jedoch beispielsweise nicht im selben Maße für das Türkischsein in Deutschland, denn das Recht auf die eigene nationale Identität sei kein universelles Menschenrecht, sondern müsse durch Wahl des passenden Wohnorts oder rechtzeitige Migration verdient werden. Stehen Sie weiterhin zu dieser Aussage?

Mit freundlichen Grüßen,

Dr.
Antwort von Christian Dörfler
2Empfehlungen
03.06.2009
Christian Dörfler
Sehr geehrter Herr ,
aus der Annahme Aller durch Gott und die Ebenbildlichkeit leitet sich die unantastbare Menschenwürde und damit das Recht auf Leben ab. Das sind Werte, die nicht kulturrelativ sein dürfen, sondern weltweit durchzusetzen sind. Ehrenmorde und Zwangsheirat sind damit unvereinbar. Mit dem Tierschutz (Ehrfurcht vor der Schöpfung) ist das Schächten unvereinbar. M.E. ist es kein Zufall, daß diese negativen Verhaltensweisen bei der türkischen und arabischen Parallelgesellschaft aber häufiger auftreten als bei uns Europäern.
Es gibt aber auch Kulturaspekte, die im Rahmen der Toleranz zu dulden sind: z.B., wenn Türken sich untereinander auf Türkisch unterhalten. Das Christentum muß endlich dieselben Rechte in der islamischen Welt erhalten, die den Moslems hier gewährt werden.
Weiter gibt es Punkte, wo sich Ausländer unseren Gepflogenheiten anzupassen haben, so ist die Hauptunterrichtssprache selbstverständlich in Deutschland Deutsch (Ausnahme: autochthone Minderheiten Sorben und Dänen) und kein Verwaltungsbeamter muß türkisch oder arabisch lernen, sondern umgekehrt der Ausländer, wenn er dauerhaft hier leben will, Deutsch. 

Mit freundlichen Grüßen,
Christian Dörfler
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