Christa Reichwaldt (DIE LINKE)
Abgeordnete Niedersachsen 2008-2013
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Angaben zur Person
Christa Reichwaldt
Jahrgang
1955
Berufliche Qualifikation
2. Staatsexamen Höheres Lehramt (Englisch und Geschichte)
Ausgeübte Tätigkeit
MdL, Parlamentarische Geschäftsführerin der Fraktion Die LINKE
Wohnort
-
Wahlkreis
Hannover-Mitte
Ergebnis
8,2%
Landeslistenplatz
-, über Liste eingezogen
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(...) Allerdings brauchen auch die Menschen in Griechenland Unterstützung. Die Menschen, die jetzt dort von massiven Sozialkürzungen betroffen sind, arbeitslos werden oder keine Medikament mehr bezahlen können. Die Jetzt verabredeten Maßnahmen helfen nicht. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
26.09.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Reichwaldt,

seit Einführung des Vorbereitungsdienstes in Niedersachsen, also seit nunmehr fast 35 Jahren, ergibt sich eine Benachteiligung der Lehrämter GHRS gegenüber den gymnasialen Lehrämtern, die in der Sache nicht gerechtfertigt ist.
Aus diesem Grund trete ich im Vorfeld der Landtagswahlen mit folgender Problematik bezüglich der Lehrerausbildung im Vorbereitungsdienst der unterschiedlichen Lehrämter an Sie heran:

Im gymnasialen Lehramt bilden Fachleiter (im gewissen Umfang auch "Mitwirker") aus, die der Besoldungsstufe A15 zugeordnet sind. Sie besetzen eine Funktionsstelle (auf Lebenszeit), die am Studienseminar (= Dienststelle) anhängig ist.
Im GHRS-Lehramt werden Fachseminarleiter mit der Wahrnehmung der Ausbildungstätigkeit beauftragt. Die Beauftragung ist jederzeit widerrufbar. Für ihre Tätigkeit erhalten sie eine Stellenzulage von 150.—EUR auf ihr normales Lehrergehalt (A12 bzw. A13).

Die Gehaltsdifferenz zwischen einem Fachleiter und einem Fachseminarleiter belaufen sich demzufolge auf bis zu 1066.—EUR pM. Und diese bei gleicher Tätigkeit, die durch eine gemeinsame APVO festgeschrieben ist!

Wie stellen Sie sich / Ihre Partei zu dem dargestellten Problem?
Welche Maßnahmen werden Sie ergreifen, um der Problematik zu begegnen?

Eine weitere Ungerechtigkeit an den Studienseminaren der Lehrerausbildung betrifft die dort tätigen Verwaltungsangestellten, die vergütungsmäßig als Schreibkräfte unterster Lohngruppe behandelt werden, gleichwohl aber eigenverantwortliche Tätigkeiten in der Organisation des Vorbereitungsdienstes und der Durchführung von Staatsprüfungen wahrnehmen, die zumindest einer Sachbearbeitertätigkeit entsprechen.

Auch hier bitte ich um Ihre Stellungnahme.

Mit freundlichem Gruß

Antwort von Christa Reichwaldt
bisher keineEmpfehlungen
27.09.2012
Christa Reichwaldt
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Anfrage zur zweiten Phase der Ausbildung der Lehrkräfte. Ich teile Ihre Empörung bezüglich der Ungerechtigkeit der Bezahlung in der Ausbildung. DIE LINKE kämpft dafür, dass gleiche Arbeit auch gleich bezahlt wird. Und die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern an Grund- und Haupt- und Realschulen ist im Wesentlichen gleich, wenn man sie mit den Anforderungen an Lehrkräften an Gymnasien und Berufsbildenden Schulen vergleicht. Die pädagogischen Herausforderungen für alle Lehrkräfte sind immens, die Erwartungen an Schule werden von Seiten der Gesellschaft und der Eltern immer größer. Die zunehmende soziale Polarisierung unserer Gesellschaft zeigt sich auch im schulischen Alltag, was die Situation für die Lehrkräfte noch anspruchsvoller macht. Hier ist die Herausforderung für den GHRS-Bereich mitunter sogar größer als für den gymnasialen Bereich. Aus meiner Sicht gibt es daher keine überzeugenden Argumente für eine ungleiche Behandlung der ausbildenden Lehrkräfte.
Im Übrigen bleibt festzustellen, dass die Anzahl der FachleiterInnen auf A15-Stellen seit Jahren stagniert und das Billigmodell in der Ausbildung in Form von Mitwirkerinnen und Mitwirkerinnen ausgebaut wird. Dies geht aus meiner Kleine Anfrage aus dem Jahr 2008 hervor (Landtags-Drs. 16/962). Zwischen 2002 und 2008 ist die Zahl der FachleiterInnen von 377 auf 353 zurückgegangen, während die der MitwirkerInnen von 110 auf 289 sich mehr als verdoppelt hat. Die Zahl der FachseminarleiterInnen blieb konstant bei etwa 800.
Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Lehrkräfteausbildung gründlich überarbeitet wird. Wir müssen von der schulformbezogenen Ausbildung wegkommen und durch eine schulstufenbezogene Ausbildung ersetzen, in der eine altersgerechte Pädagogik vermittelt wird. Eine unterschiedliche Behandlung von RealschullehrerInnen und GymnasiallehrerInnen wäre damit nicht mehr möglich. Ebenso muss aus Sicht der LINKEN über diese zweite Phase der Lehrerausbildung im wahrsten Sinne des Wortes "radikal" (=an der Wurzel packend) nachgedacht werden. Wieso brauchen AbsolventInnen und Absolventen eines Master-Studiengangs noch einmal einen 18-monatigen Vorbereitungskurs? Wenn dieser als unverzichtbar angesehen wird, muss in den fünf Jahren Studium, die davor liegen, etwas gründlich schief gelaufen sein. Aus unserer Sicht ist der Vorbereitungsdienst vor allem ein Sparmodell, der einer überlangen Probezeit gepaart mit einem Niedriglohn gleichkommt. Die jungen Lehrkräfte brauchen aus unserer Sicht eine strukturierte und begleitete Berufseinstiegsphase, in der sie selbstverständlich Unterstützung von erfahrenen Lehrkräften bekommen, die für diese zusätzliche Tätigkeit auch zusätzlich entlohnt werden müssen. Die Ausbildung der Lehrkräfte hört also nicht mit dem Studienabschluss auf.

Mit freundlichen Grüßen,
Christa Reichwaldt
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
27.09.2012
Von:

Sehr geehrter Frau Reichwaldt,

im Vorfeld der Landtagswahlen trete ich mit folgender Problematik bezüglich der Lehrerausbildung im Vorbereitungsdienst der unterschiedlichen Lehrämter an Sie heran:

Im gymnasialen Lehramt bilden Fachleiter zukünftige Lehrer und Lehrerinnen aus, die der Besoldungsstufe A15 zugeordnet sind. Sie besetzen eine Funktionsstelle (auf Lebenszeit), die am Studienseminar (= Dienststelle) anhängig ist.
Im GHRS-Lehramt werden Fachseminarleiter mit der Wahrnehmung der Ausbildungstätigkeit beauftragt. Die Beauftragung ist jederzeit widerrufbar. Für ihre Tätigkeit erhalten sie eine Stellenzulage von 150.—EUR auf ihr normales Lehrergehalt (A12 bzw. A13). Diese Stellenzulage ist zudem teilzeitabhängig, d.h. teilzeitarbeitende (zumeist kinderbetreuende) Frauen bekommen die Zulage nur anteilig.

Die Gehaltsdifferenz zwischen einem Fachleiter und einem Fachseminarleiter belaufen sich demzufolge auf bis zu 1066.—EUR pM. Und diese bei gleicher Tätigkeit, die durch eine gemeinsame APVO festgeschrieben ist!

Aus diesen Besoldungs- und Statusunterschieden ergibt sich seit Einführung des Vorbereitungsdienstes in Niedersachsen, also seit nunmehr fast 35 Jahren, eine Benachteiligung der Lehrämter GHRS, die in der Sache nicht gerechtfertigt ist und zudem (aufgrund von Besoldungserhöhungen im gym. Lehramt bei statischer Stellenzulage im Lehramt GHRS) einer zunehmenden Verschärfung unterliegt.

Wie stellen Sie sich / Ihre Partei zu dem dargestellten Problem?
Welche Maßnahmen werden Sie ergreifen, um der Problematik zu begegnen?

Mit besten Grüßen
Antwort von Christa Reichwaldt
bisher keineEmpfehlungen
28.09.2012
Christa Reichwaldt
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Anfrage zur zweiten Phase der Ausbildung der Lehrkräfte. Ich teile Ihre Empörung bezüglich der Ungerechtigkeit der Bezahlung in der Ausbildung. DIE LINKE kämpft dafür, dass gleiche Arbeit auch gleich bezahlt wird. Und die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern an Grund- und Haupt- und Realschulen ist im Wesentlichen gleich, wenn man sie mit den Anforderungen an Lehrkräften an Gymnasien und Berufsbildenden Schulen vergleicht. Die pädagogischen Herausforderungen für alle Lehrkräfte sind immens, die Erwartungen an Schule werden von Seiten der Gesellschaft und der Eltern immer größer. Die zunehmende soziale Polarisierung unserer Gesellschaft zeigt sich auch im schulischen Alltag, was die Situation für die Lehrkräfte noch anspruchsvoller macht. Hier ist die Herausforderung für den GHRS-Bereich mitunter sogar größer als für den gymnasialen Bereich. Aus meiner Sicht gibt es daher keine überzeugenden Argumente für eine ungleiche Behandlung der ausbildenden Lehrkräfte.

Im Übrigen bleibt festzustellen, dass die Anzahl der FachleiterInnen auf A15-Stellen seit Jahren stagniert und das Billigmodell in der Ausbildung in Form von Mitwirkerinnen und Mitwirkerinnen ausgebaut wird. Dies geht aus meiner Kleine Anfrage aus dem Jahr 2008 hervor (Landtags-Drs. 16/962). Zwischen 2002 und 2008 ist die Zahl der FachleiterInnen von 377 auf 353 zurückgegangen, während die der MitwirkerInnen von 110 auf 289 sich mehr als verdoppelt hat. Die Zahl der FachseminarleiterInnen blieb konstant bei etwa 800. Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Lehrkräfteausbildung gründlich überarbeitet wird. Wir müssen von der schulformbezogenen Ausbildung wegkommen und durch eine schulstufenbezogene Ausbildung ersetzen, in der eine altersgerechte Pädagogik vermittelt wird. Eine unterschiedliche Behandlung von RealschullehrerInnen und GymnasiallehrerInnen wäre damit nicht mehr möglich. Ebenso muss aus Sicht der LINKEN über diese zweite Phase der Lehrerausbildung im wahrsten Sinne des Wortes "radikal" (=an der Wurzel packend) nachgedacht werden. Wieso brauchen AbsolventInnen und Absolventen eines Master-Studiengangs noch einmal einen 18-monatigen Vorbereitungskurs? Wenn dieser als unverzichtbar angesehen wird, muss in den fünf Jahren Studium, die davor liegen, etwas gründlich schief gelaufen sein. Aus unserer Sicht ist der Vorbereitungsdienst vor allem ein Sparmodell, der einer überlangen Probezeit gepaart mit einem Niedriglohn gleichkommt. Die jungen Lehrkräfte brauchen aus unserer Sicht eine strukturierte und begleitete Berufseinstiegsphase, in der sie selbstverständlich Unterstützung von erfahrenen Lehrkräften bekommen, die für diese zusätzliche Tätigkeit auch zusätzlich entlohnt werden müssen. Die Ausbildung der Lehrkräfte hört also nicht mit dem Studienabschluss auf.

Mit freundlichen Grüßen,
Christa Reichwaldt
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
30.09.2012
Von:

Sehr geehrter Frau Reichwaldt,

im Vorfeld der Landtagswahlen trete ich mit folgender Problematik bezüglich der Lehrerausbildung im Vorbereitungsdienst der unterschiedlichen Lehrämter an Sie heran:

Im gymnasialen Lehramt bilden Fachleiterinnen und Fachleiter zukünftige Lehrer und Lehrerinnen aus, die der Besoldungsstufe A15 zugeordnet sind. Sie besetzen eine Funktionsstelle (auf Lebenszeit), die dem Studienseminar (= Dienststelle) zugeordnet ist.
Hingegen werden im GHRS-Lehramt Fachseminarleiterinnen und Fachseminarleiter mit der Wahrnehmung der Ausbildungstätigkeit beauftragt. Diese Beauftragung ist jederzeit widerrufbar. Für ihre Tätigkeit erhalten sie eine Stellenzulage von 150,-- Euro auf ihr normales Lehrergehalt (A12 bzw. A13). Diese Stellenzulage ist zudem teilzeitabhängig.

Die Gehaltsdifferenzen zwischen einer Fachleiterin und einer Fachseminarleiterin belaufen sich demzufolge auf bis zu 1066,-- Euro pM. Und das bei gleicher Tätigkeit, die durch eine gemeinsame APVO festgeschrieben ist!

Aus diesen Besoldungs- und Statusunterschieden ergibt sich seit Einführung des Vorbereitungsdienstes in Niedersachsen, also seit nunmehr fast 35 Jahren, eine Benachteiligung der Lehrämter GHRS, die in der Sache nicht gerechtfertigt ist und zudem (aufgrund von Besoldungserhöhungen im gym. Lehramt bei statischer Stellenzulage im Lehramt GHRS) einer zunehmenden Verschärfung unterliegt.

Wie stellen Sie sich bzw. wie stellt sich Ihre Partei zu dem dargestellten Problem?
Welche Maßnahmen werden Sie ergreifen, um der Problematik zu begegnen?

Eine weitere Ungerechtigkeit an den Studienseminaren der Lehrerausbildung betrifft die dort tätigen Verwaltungsangestellten, die vergütungsmäßig als Schreibkräfte unterster Lohngruppe behandelt werden, gleichwohl aber eigenverantwortliche Tätigkeiten in der Organisation des Vorbereitungsdienstes und der Organisation der Durchführung von Staatsprüfungen wahrnehmen, die zumindest einer Sachbearbeitertätigkeit entsprechen.

Auch hier bitte ich um Ihre Stellungnahme.

Mit freundlichem Gruß
Antwort von Christa Reichwaldt
bisher keineEmpfehlungen
04.10.2012
Christa Reichwaldt
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Anfrage zur zweiten Phase der Ausbildung der Lehrkräfte. Ich teile Ihre Empörung bezüglich der Ungerechtigkeit der Bezahlung in der Ausbildung. DIE LINKE kämpft dafür, dass gleiche Arbeit auch gleich bezahlt wird. Und die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern an Grund- und Haupt- und Realschulen ist im Wesentlichen gleich, wenn man sie mit den Anforderungen an Lehrkräften an Gymnasien und Berufsbildenden Schulen vergleicht. Die pädagogischen Herausforderungen für alle Lehrkräfte sind immens, die Erwartungen an Schule werden von Seiten der Gesellschaft und der Eltern immer größer. Die zunehmende soziale Polarisierung unserer Gesellschaft zeigt sich auch im schulischen Alltag, was die Situation für die Lehrkräfte noch anspruchsvoller macht. Hier ist die Herausforderung für den GHRS-Bereich mitunter sogar größer als für den gymnasialen Bereich. Aus meiner Sicht gibt es daher keine überzeugenden Argumente für eine ungleiche Behandlung der ausbildenden Lehrkräfte. Im Übrigen bleibt festzustellen, dass die Anzahl der FachleiterInnen auf A15-Stellen seit Jahren stagniert und das Billigmodell in der Ausbildung in Form von Mitwirkerinnen und Mitwirkerinnen ausgebaut wird. Dies geht aus meiner Kleine Anfrage aus dem Jahr 2008 hervor (Landtags-Drs. 16/962). Zwischen 2002 und 2008 ist die Zahl der FachleiterInnen von 377 auf 353 zurückgegangen, während die der MitwirkerInnen von 110 auf 289 sich mehr als verdoppelt hat. Die Zahl der FachseminarleiterInnen blieb konstant bei etwa 800. Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Lehrkräfteausbildung gründlich überarbeitet wird. Wir müssen von der schulformbezogenen Ausbildung wegkommen und durch eine schulstufenbezogene Ausbildung ersetzen, in der eine altersgerechte Pädagogik vermittelt wird. Eine unterschiedliche Behandlung von RealschullehrerInnen und GymnasiallehrerInnen wäre damit nicht mehr möglich. Ebenso muss aus Sicht der LINKEN über diese zweite Phase der Lehrerausbildung im wahrsten Sinne des Wortes "radikal" (=an der Wurzel packend) nachgedacht werden. Wieso brauchen AbsolventInnen und Absolventen eines Master-Studiengangs noch einmal einen 18-monatigen Vorbereitungskurs? Wenn dieser als unverzichtbar angesehen wird, muss in den fünf Jahren Studium, die davor liegen, etwas gründlich schief gelaufen sein. Aus unserer Sicht ist der Vorbereitungsdienst vor allem ein Sparmodell, der einer überlangen Probezeit gepaart mit einem Niedriglohn gleichkommt. Die jungen Lehrkräfte brauchen aus unserer Sicht eine strukturierte und begleitete Berufseinstiegsphase, in der sie selbstverständlich Unterstützung von erfahrenen Lehrkräften bekommen, die für diese zusätzliche Tätigkeit auch zusätzlich entlohnt werden müssen. Die Ausbildung der Lehrkräfte hört also nicht mit dem Studienabschluss auf.

Mit freundlichen Grüßen,
Christa Reichwaldt
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
05.12.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Reichwald,

1.Wäre es nicht an der Zeit, daß das Volk mit bestimmen sollte, ob noch weitere Milliarden Euros nach Griechenland fließen sollten?

2.Warum wird der Mindestlohn nicht auf alle Gewerke gesetzlich festgelegt? Sondern nur für bestimmte Berufe. Es sollte auch eine Kotrollkommission das überprüfen.

3. Ist das nicht ein Armutszeugnis, wenn unsere Rentner ins Ausland abwandern, und dort in ein bezahlbares Heim einziehen.Da stimmt doch etwas bei uns nicht mehr.

4. Ich bin zur Zeit arbeitslos,beziehe Arbeitslosengeld. Ich habe von einer Sachbearbeiterin des Arbeitsamts gehört ,das die 1€-Jobber,die Aufstocker nicht in die Arbeitslosenstatistik vorkommen.Das ist doch nicht in Ordnung. Die bekommen doch auch Geld vom Arbeitsamt.

Für heute soll es erstmal genug sein. Danke für Ihre Antworten.Freundliche Grüße .
Antwort von Christa Reichwaldt
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06.12.2012
Christa Reichwaldt
Sehr geehrte Frau Bernd,

Zu Ihren Fragen,

1)
Ja, es ist an der Zeit. Allerdings brauchen auch die Menschen in Griechenland Unterstützung. Die Menschen, die jetzt dort von massiven Sozialkürzungen betroffen sind, arbeitslos werden oder keine Medikament mehr bezahlen können. Die Jetzt verabredeten Maßnahmen helfen nicht.

2)
Wir brauchen einen gesetzlichen Mindestlohn von über 10 € für alle Berufe. Wir haben uns im Landtag immer wieder wir entsprechende Gesetzesänderungen auf Landes- und Bundesebene eingesetzt.

4)
Ja, das ist es, wir brauchen eine solidarische Kranken und Rentenversicherung, an der sich alle beteiligen und einzahlen. Die Pflegekosten sind bei uns viel zu hoch.

5)
Natürlich ist das nicht in Ordnung. Für mich ist das eine Statistik, die die wirkliche Situation auf dem Arbeitsmarkt völlig verfälscht.

Vielen Dank für Ihre Fragen und Ihr Engagement.

Viele Grüße

Christa Reichwaldt
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Frage zum Thema Familie
04.01.2013
Von:

Sehr geehrte Fau Abgeordnete Reichwaldt!

1991 wurde in meinem Scheidungsurteil festgelegt, dass ich 915,00DM Versorgungsausgleich zu zahlen habe. Der umgerechnete Betrag von ca. 504,00€ wurde durch einen Antrag auf Neuberechnung des Ausgleichs auf diese Summe vom Familiengericht Braunschweig im Dezember 2012 bestätigt. Meine Frage: wie kann mir nachvollziehbar erklärt werden, dass mir heute 691,00 € von meiner Pension abgezogen werden, obwohl eine solche Dynamik ist in meinen Versorgungsbezügen nicht wiederzuerkennen ist? Im Gegenteil: es wurde hier nur immer gekürzt (kein Weihnachtsgeld, von 75% auf 71,4% und Kürzungen bei der Beihilfe etc. Ich empfinde diese Entwicklung als sehr ungerecht! Was beabsichtigt Ihre Partei, hier für mehr individuelle Gerechtigkeit zu sorgen? Für die Beantwortung meiner Frage besten Dank im Voraus!

Mit freundlichem Gruß
E.
Antwort von Christa Reichwaldt
bisher keineEmpfehlungen
08.01.2013
Christa Reichwaldt
Sehr geehrter Herr ,

Vielen Dank für Ihre Anfrage,

Auch wenn ich Ihren konkrete Fall wenig beurteilen kann, haben die generellen Kürzungen z.B. bei der Beihilfe und in Bezug auf das Weihnachtsgeld gerade Beschäftigte mit geringem Einkommen oder Pensionäre wie Sie massiv belastet und stellen ein große Ungerechtigkeit dar. Unsere Partei wird sich dafür einsetzen, diese Kürzungen zurückzunehmen und damit auch für mehr individuelle Gerechtigkeit zu sorgen.

Mit freundlichen Grüßen

Christa Reichwaldt, MdL
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Ihre Frage an Christa Reichwaldt
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