Christa Gnann (ÖDP)
Kandidatin Landtagswahl Baden-Württemberg 2011
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Christa Gnann
Jahrgang
1965
Berufliche Qualifikation
Erzieherin mit Montessori-Diplom
Ausgeübte Tätigkeit
z. Zt. Hausfrau, vielfältig ehrenamtlich engagiert
Wohnort
Grünkraut
Wahlkreis
Ravensburg , Stimmen (Wahlkreis): 1.754
(...) Das Projekt der Entwässerung weiter östlich zeigt für mich auf, wie unglaubwürdig und widersprüchlich Politik in Baden-Württemberg gemacht wird. (...)
 
Persönliche Website
www.christa-gnann.de
Kandidaten-Check
Beim Kandidaten-Check können Sie Ihre eigenen politischen
Überzeugungen mit denen Ihrer Kandidaten vergleichen.
Christa Gnann hat sich am Kandidaten-Check beteiligt und zu allen von 26 Thesen Position bezogen.
Fragen an Christa Gnann
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Frage zum Thema Bürgerbeteiligung
05.02.2011
Von:

Wären Sie bereit die Landesverfassung so zu ändern, dass Volksabstimmungen (nicht Bürgerbegehren) zu Themen, die die Bürger bewegen in Baden-Württemberg möglich werden.

Und finden Sie es legitim, dass der Souverän (das Volk) parlamentarische Entscheidungen über eine Volksabstimmung aufheben kann.

Beispiel:
Volksabstimmung zu Stuttgart 21.
Antwort von Christa Gnann
16Empfehlungen
08.02.2011
Christa Gnann
Ich wäre bereit, die Hürden für eine Volksabstimmung zu vereinfachen, das in einem Volksentsched Geforderte darf dem Grundgesetz allerdings nicht widersprechen. Großprojekte müssten im Vorfeld der Planung ausführlich öffentlich diskutiert werden. Alternativen müssten geprüft werden.

Wenn Volksabstimmungen Sinn machen sollen, muss damit auch die Möglichkeit zur Aufhebung einer parlamentarischen Entscheidung gegeben sein.

Ich hoffe, damit Ihre Frage beantwortet zu haben.
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Frage zum Thema Umwelt und Landwirtschaft
12.02.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Gnann,

eines Ihrer Ziele ist, die Bürgerbeteiligung bei Großprojekten zu fördern, z.B. Stuttgart 21. Ein Groß-Projekt, welches ein 2-stellige Millionensumme verschlingt, befindet sich in der Nähe Ihres Wohnortes, das Pfrunger-Burgweiler Ried. Hier werden bislang per Hubschrauber für die Riedvernässung und mit Großbaggern Millionen an Steuergeldern sinn- und kopflos in das Moor hineingestopft. Für jedermann sichtbar, breiten sich riesige Brennnessel-Meere und Tausende von Birkensämlingen aus. Das bislang schöne Ried wird mit unseren Steuergeldern staatlich verordnet regelrecht zur Sau gemacht.
Was gedenken Sie zu tun, um diesem Schwachsinn Einhalt zu gebieten?

Es werden 2stellige Millionensummen ausgegeben, um das Pfrunger-Burgweiler Ried zu vernässen. Kurioserweise werden ca. 20 km östlich davon ebenfalls Millionenbeträge ausgegeben, um Riede und Moorwiesen trockenzulegen. Man benötigt dringend Ackerflächen für den Maisanbau, dessen Ernteprodukte dann in Biogasanlagen eingespeist werden. Im Pfrunger-Burgweiler Ried fließen die Steuergelder für die Riedvernässung aus dem Topf des Umweltministeriums Baden-Württemberg, ein paar Kilometer weiter fließen die Steuergelder für die Trockenlegung von Rieden aus dem Topf des Landwirtschaftsministeriums.
Können Sie dies dem brav steuerzahlenden Bürger erklären?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Christa Gnann
9Empfehlungen
13.02.2011
Christa Gnann
Sehr geehrter Herr ,

Für einen Außenstehenden, der sich zuerst detailliert in die Materie einarbeiten müsste, ist ein Urteil zur Riedvernässung nicht einfach. Wir vom Kreisverband Ravensburg haben uns deshalb vor einiger Zeit beim BUND vor Ort informiert. Uli , Leiter des Ravensburgerzentrums vor Ort und , Umweltberater der Stadt Ravensburg, halten die Maßnahme für sehr sinnvoll. Das Projekt der Entwässerung weiter östlich zeigt für mich auf, wie unglaubwürdig und widersprüchlich Politik in Baden-Württemberg gemacht wird. Zumal der Maisanbau für Biogasanlagen aus ökologischer Sicht höchst fragwürdig ist und Ackerflächen im Vergleich zu Feuchtwiesen ein Vielfaches weniger an CO2 binden.

Mit freundlichen Grüßen

Christa Gnann
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
22.02.2011
Von:

Verehrte Frau Gnann,

ich hätte von Ihnen gerne gewusst, wie Sie zu der Forderung "Schulfrei für die Bundeswehr" stehen.

Mit freundlichen Grüßen,

Klaus
Antwort von Christa Gnann
7Empfehlungen
22.02.2011
Christa Gnann
Sehr geehrter Herr ,

viele Schulklassen, deren Schüler vor der Berufswahl stehen, besuchen Bildungsmessen und werden vom Arbeitsamt betreut. Dies findet auch während der regulären Unterrichtszeit statt. Wenn sich nun die Bundeswehr in diesem Rahmen den SchülerInnen vorstellt, geht das meiner Meinung nach in Ordnung. Von "schulfrei extra für die Bundeswehr" halte ich nichts.

Mit freundlichen Grüßen,

Christa Gnann
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Frage zum Thema Gesellschaft
23.02.2011
Von:

Sehr geehrter Frau Gnann,

offenbar scheint es in der Politik eine neue Modewelle zu geben, gegen das Christentum anzugehen. In der SPD haben sich jetzt einige Genossen zusammengefunden, den Laizismus in der SPD zu vertreten und langfristig einen offiziellen Arbeitskreis zu gründen.
Inzwischen existiert eine offizielle Webpräsenz: www.spd-laizisten.de
Auch bei den GRÜNEN wird bald ein pro-laizistischer Arbeitskreis ins Leben gerufen werden.
Quelle: www.laizisten.de

Wie ist Ihre Meinung hierzu und wie sieht das Programm der ÖDP hierzu aus?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Christa Gnann
1Empfehlung
27.02.2011
Christa Gnann
Sehr geehrter Herr ,

eine ausführliche Stellungnahme steht auf unserer Landeswebsite www.oedp-bw.de unter folgendem Link: Toleranz ja - Beliebigkeit nein | Landesverband Baden-Württemberg , hier einige Ausschnitte: Kann die ÖDP als christliche Partei bezeichnet werden? Es ist zu definieren, was "christlich" bedeutet. Als "christlich" bezeichnen sich ja so verschiedene Parteien wie die Volkspartei CDU und verschiedene Kleinparteien. Von der Struktur her ähnelt die ÖDP eher der CDU: In der ÖDP engagieren sich zwar viele aktive Christen, es sind jedoch auch Nicht-Christen willkommen. Die Parteimitglieder bekennen sich zu den christlichen und humanistischen Grundlagen unseres Wertesystems. Die verschiedenen Kleinparteien dagegen, die ihre Christlichkeit betonen, fordern von den Mitgliedern das Bekenntnis zum christlichen Glauben. Die Religion spielt in diesen Parteien eine größere Rolle als in der ÖDP und es wird in ihnen missionarischer Eifer und Politik verbunden. Diese Verbindung lehnt die ÖDP ab. Insofern ist sie keine christliche Partei im engeren Sinne. Wie ist die Einstellung der ÖDP gegenüber den Kirchen? DieÖDP steht kirchlichen Belangen offen gegenüber, wobei sie aber die notwendige kritische Distanz wahrt. Sie hält religiöse Sinnfindung für einen Wert und erkennt die gesellschaftliche Bedeutung insbesondere der Volkskirchen an. Allerdings ist immer wieder zu prüfen, ob die Kirchen ihrem Auftrag auch wirklich nachkommen und ob in ihnen tatsächlich christliches Leben verwirklicht wird.Ich bin der Meinung, dass die Präsenz der Kirchen auch im sozialen und gesellschaftlichen Bereich (KIndergärten, Schulen, Einrichtungen der Alten- und Behinderténpflege etc.) eine Bereicherung darstellt und die Wertvorstellung, auf die unsere abendländische Kultur basiert, dadurch pflegt und weitergibt.

Mit freundlichen Grüßen

Christa Gnann
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Frage zum Thema Verkehr und Mobilität
11.03.2011
Von:
-

Sehr verehrte Frau Gnann,

was halten Sie von der jetzigen Diskussion um das E10 Superbenzin ? Man hört von Unverträglichkeiten mit der Natur. Für die Produktion des Sprits sollen Anbauflächen für Getreide etc. geopfert werden. Stimmt das oder wie will man die Anforderungen decken ?

Ist es nicht besser, die Fahrzeuge sparsamer zu machen oder ganz in Richtung Solarenergie zu gehen ?

Wie stehen Sie dazu ?

Danke für Ihre Stellungnahme.

Mit freundlichen Grüßen

- aus Aulendorf
Antwort von Christa Gnann
bisher keineEmpfehlungen
13.03.2011
Christa Gnann
Sehr geehrter Herr ,

E10 ist weder umweltfreundlich noch sozial verträglich. Die Autofahrer benötigen mehr Sprit und die Energie-Pflanzen werden, wie Sie schon angesprochen haben, in Ländern angebaut, die die Äcker lieber für die Produktion von Nahrungsmitteln nutzen sollten. Der Bioanteil in E10 wird meist aus südlichen Ländern importiert, die sich so schnelle Gewinne erhoffen, deren Ackerfläche aber dann nicht mehr für die Bevölkerung zur Verfügung stehe. Daher besteht in den meisten Fällen ein direkter Zusammenhang zwischen dem Anbau von Biokraftstoffen und dem Hunger in diesen Ländern. Was wir brauchen,sind ein durch Ausbau, Vertaktung und Vernetzung viel attraktiverer Öffentlicher Nahverkehr (z.B. gibt es in Grünkraut, wo ich wohne, unter der Woche keine Möglichkeit, abends nach 20.40 Uhr mit dem Bus heimzufahren), die Sanierung und der Ausbau des schienengebundenen Verkehrs, viel sparsamere Autos (das 3-Liter-Auto von VW steht seit einigen Jahren im Museum, anstatt dass es zur Serienreife gebracht worden wäre.), ein sofortiges Tempolimit, die Weiterentwicklung von leichten Elektrofahrzeugen, die mit regenerativ erzeugtem Strom betrieben werden und die Entwicklung von Batterien, die eine längere Betriebsdauer ermöglichen.

Der von der Regierung immens geförderte Individualverkehr ist vielerorts zu einer riesigen Belastung geworden. Wir brauchen keine Prestigeobjekte wie Stuttgart21 oder immer mehr Straßen, sondern ein anderes, nachhaltiges, effektives und intelligentes Mobilitätskonzept!

Mit freundlichen Grüßen

Christa Gnann
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