Bernd Neumann (CDU)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Angaben zur Person
Bernd Neumann
Jahrgang
1942
Berufliche Qualifikation
Pädagoge
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, Staatsminister bei der Bundeskanzlerin und Beauftragter für Kultur und Medien
Wahlkreis
Bremen I
Landeslistenplatz
1, Bremen
(...) Meiner Meinung nach ist die Organspende eine lebensbejahende Entscheidung, die jeder für sich selbst treffen muss. Dazu halte ich es aber für notwendig, dieser Problematik mit umfassenden Aufklärungsmaßnahmen und Initiativen zu begegnen, denn jeder von uns kann von heute auf morgen in die Situation geraten, auf ein fremdes Organ angewiesen zu sein. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
03.07.2009
Bundestagswahlrecht
nicht beteiligt
02.07.2009
AWACS-Einsatz in Afghanistan
JA
18.06.2009
Internetsperren
nicht beteiligt
18.06.2009
Patientenverfügung (Stünker-Antrag)
nicht beteiligt
29.05.2009
Schuldenbremse
JA
28.05.2009
Abgabe von künstlichem Heroin an Schwerstabhängige
nicht beteiligt
Fragen an Bernd Neumann
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Die Datenschutzbestimmungen zur Behandlung meiner Daten habe ich gelesen.
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Internetsperren
22.09.2009
Von:

In einem Interview äußerten Sie sich folgendermaßen:
"Der Bundestag hat das Gesetz zur Sperrung von Kinderpornografie...verabschiedet. Damit sollen Nutzer in Deutschland künftig ein Stoppschild sehen, wenn sie eine gesperrte Seite anklicken...Die Liste der gesperrten Seiten wird vom Bundeskriminalamt geführt. Die Liste soll von einem fünfköpfigen unabhängigen Kontrollgremium, das beim Bundesdatenschutzbeauftragten eingereicht wird, überwacht werden...
Im Zusammenhang mit Kinderpornografie von Zensur zu sprechen, ist meines Erachtens unpassend..."

Peter Schaar, der als Bundesdatenschutzbeauftragter dieses fünfköpfige Gremium bestellt, weiß zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt noch nicht, wie er die Sperrliste technisch prüfen kann und soll. Dies habe ich in einem Antwortschreiben erfahren. Wenn also das Gesetz planmäßig in Kraft getreten wäre, die Verzögerung durch die EU war ja keineswegs so eingeplant, hätte also dieses Gremium relativ planlos da gestanden. Wie beurteilen Sie diesen, doch ziemlich katastrophalen Zustand, der jetzt glücklicherweise durch die Zwangsverschiebung etwas entschärft wurde? Die Sperrung von KiPo- Seiten ist nachweislich gegenüber der Löschung ineffektiv und kann leicht umgangen werden. Die Löschung ist bewiesenermaßen quasi flächendeckend möglich, wenn auch die Bundesfamilienministerin und Jörg Ziercke das Gegenteil behaupten und sich damit schon mehrfach blamierten. Ergo müsste die Sperrliste verschwindend wenige bis gar keine Einträge beinhalten. Weshalb soll man dann überhaupt noch sperren, wenn man doch löschen kann? Bitte ersparen Sie sich den untragbaren Hinweis auf Länder, die KiPo nicht ächten, wenn sie solche Länder nicht mit Namen nennen können. Auf der Sperrliste können also faktisch nur noch Seiten stehen, die nicht wirklich KiPo beinhalten. Ist dann der Zensurvorwurf tatsächlich so abwegig, besonders unter der Prämisse, dass auf Listen anderer Länder nachgewiesen wurde, dass die Mehrzahl der gesperrten Seiten keine KiPo ist?
Antwort von Bernd Neumann
bisher keineEmpfehlungen
24.09.2009
Bernd Neumann
Lieber Herr ,

vielen Dank für Ihre Hinweise zum Thema "Umgang mit Kinderpornographie im Internet". Es ist wichtig, dass wir die technische Umsetzung der noch nicht vor allzu langer Zeit beschlossenen Maßnahmen zur Verhinderung des Zugriffs auf kinderpornographisches Material weiterhin kritisch beobachten und alsbald auch von Seiten der Politik auf ihre Wirksamkeit hin überprüfen. Ihre Hinweise werden wir gern einbeziehen.

Es ist mir ein Anliegen, dass wir die Verbreitung und den Zugriff auf Kinderpornographie im Netz sowohl im Rahmen der gesetzlichen sowie technischen Möglichkeiten verhindern, möglichst ohne dabei unbedenkliche Seiten in Mitleidenschaft zu ziehen.

Mit freundlichen Grüßen
Bernd Neumann
X
Antwort empfehlen
Ihre Frage an Bernd Neumann
Sie befinden sich auf einer Archivseite. Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.