Barbara Steffens (DIE GRÜNEN)
Kandidatin Nordrhein-Westfalen 2012
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Angaben zur Person
Barbara Steffens
Geburtstag
24.01.1962
Berufliche Qualifikation
Biologisch-technische Assistentin
Ausgeübte Tätigkeit
Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter
Wohnort
Mülheim an der Ruhr
Wahlkreis
Mülheim I
Landeslistenplatz
3, über Liste eingezogen
Gerne antworte ich auf Ihre Frage: Mir geht es gut. (...)
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Frage zum Thema Gesundheit
26.04.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Steffens,

aufmerksam habe ich in den letzten Wochen die Diskussionen zur e-Zigarette verfolgt. Mir persönlich war es möglich, mit der e-Zigarette quasi "über Nacht" von über 2 Schachteln Zigaretten pro Tag auf 0 Zigaretten "runterzukommen". Mit den bekannten gesundheitlichen Vorteilen. Meine Frage bezieht sich aber eher weniger auf die e-Zigarette, als auf die sog. Pyro-Zigaretten.

Meiner Meinung nach ist Aufklärung die bessere Alternative zu Verboten. Leider finde ich auf Zigaretten, ganz im Gegensatz zu Liquidfläschchen, keine Angabe der Inhaltsstoffe. Somit weiß jeder Dampfer, was er konsumiert, der Zigarettenkonsument wird darüber aber leider KOMPLETT im unklaren gelassen. So weiß doch kaum ein Raucher, dass in einer Zigarette beispielsweise Zucker, Kakao und Kakaoprodukte, Benzoesäure und Stoffe sind, welche durch ph-Wert-Änderung dazu führen, dass das Nikotin noch besser vom Körper aufgenommen wird (ergo noch suchterzeugender wirkt). Die Belastung des Tabaks mit radioaktiven Stoffen "rundet das ganze noch ab". Die Angabe von "Teer, Nikotin etc." ist da doch irreführend. Den Raucher sollen lediglich die Aufdrucke "...kann tödlich sein" vom Rauchen abhalten.

Nun meine Fragen:
  • Halten Sie die bestehende "Kennzeichnungspflicht" für Zigaretten ausreichend?
  • Sind Ihrer Meinung nach die Aufdrucke "Rauchen kann tödlich sein" etc. sinnvoller, als eine komplette ungeschönte Auflistung der Inhaltsstoffe?
  • Falls ja, sollte nicht zumindest die Internetadresse service.ble.de zusätzlich zu den Warnhinweisen aufgedruckt werden, wo sich Raucher informieren könn(t)en, was WIRKLICH so alles "drin" ist?
  • Jugendschutz: Wann gibt es endlich kindersichere Verschlüsse für Zigarettenschachteln (wie beispielsweise bei e-Zigaretten-Liquids) und wie lange noch wird jeder Minderjährige das für ihn geltende Verkaufsverbot von Zigaretten durch Kauf am Automaten umgehen können?

Ich freue mich auf Ihre Antworten.
Antwort von Barbara Steffens
bisher keineEmpfehlungen
03.05.2012
Barbara Steffens
Sehr geehrter Herr ,

gerne antworte ich auf Ihre Fragen.
Tabakerzeugnisse unterliegen dem vorläufigen Tabakgesetz und fallen somit unter das Ressort des Verbraucherschutzes. Die Gesundheitspolitik hat auf die angesprochenen Fragen keinen unmittelbaren Einfluss.
Deswegen wenden Sie sich mit Ihrer Frage am besten an meinen Kollegen Remmel.
Ich setze mich für ein Nichtraucherschutzgesetz in Nordrhein-Westfalen ein, das Nichtraucherinnen und Nichtraucher wirklich vor den Gefahren des Passiv-Rauchens schützt. Es bleibt jedem Menschen selbst überlassen, ob sie oder er trotz aller Warnhinweise und den bekannten Folgen des Tabakkonsums zur Zigarette greift oder nicht. Der Warnhinweis, dass Rauchen tödlich sein kann, ist deutlich. Mit den Hinweisen auf das Nervengift Nikotin und Teer sind die beiden gefährlichsten Inhaltsstoffe, die zur Abhängigkeit und Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, der Atemwege und der Lunge führen können, benannt. Dennoch lassen sich die Menschen leider nicht vom Tabakkonsum abhalten. Ob da weitere Hinweise auf zunächst harmlos klingende Zusatzstoffe wie Kakao oder Rohrzucker weiterhelfen, erscheint daher zweifelhaft, unabhängig davon, ob sie auf der Schachtel genannt werden oder im Internet einzusehen sind.
Auf Aufklärung und Information zu setzen ist dennoch ein richtiger, wenngleich mühevoller Weg, der einen langen Atem braucht. Ein Beispiel ist die Landesinitiative "Leben ohne Qualm", die sich schwerpunktmäßig an 10 bis 13jährige Jugendliche richtet. Hier gibt es in der Regel noch keine ausgeprägten Konsumgewohnheiten, aber die Gefahr des Einstiegs in den Tabakkonsum ist groß. Deshalb gilt es diesen Einstieg zu verhindern und das Wiederaufhören zu fördern. Statistiken für die Jahre von 2001 bis 2008 belegen den Erfolg von Aufklärungskampagnen. Der Anteil rauchender Jugendlicher zwischen 12 und 17 Jahren konnte um fast die Hälfte gesenkt werden (von 27 auf 15 Prozent). Daher finden alle Maßnahmen, die geeignet sind das Nichtrauchen zu fördern, oder Maßnahmen zum Jugend- und Kinderschutz meine Unterstützung.

Mit freundlichen Grüßen

Barbara Steffens
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Frage zum Thema Arbeit
12.05.2012
Von:

Frage Nummer 1:
Warum sollte vor folgendem Hintergrund Heide Simonis, geb. Steinhardt (SPD) und eine von Ihrer Partei geduldete Minderheitsregierung nicht verhindert und Heide Simonis als rot-grüne Ministerpräsidentin nicht abgewählt werden?

Frage Nummer 2:
Warum streben Sie vor folgendem Hintergrund und der Abwahl von Heide Simonis, geb. Steinhardt (SPD) als rot-grüne Ministerpräsidentin z.B. in Schleswig-Holstein die Duldung einer noch einmal exakt gleichen Koalition an ?

In der ZDF-Dokumentation
"Und keiner weiß warum: Leukämietod in der Elbmarsch"

Beleg/Video:
www.youtube.com

wird belegt, warum ein mutiges Fraktionsmitglied mit Herz die Machenschaften der rot-grünen Landesregierung beim Leukämietod von Kindern nicht mehr decken konnte und Heide Simonis durch Stimmverweigerung den politischen Fangschuß gab.


Frage Nummer 3:
Was entgegnen Sie der folgenden Kritik des SPD - Landtagsabgeordneten und Bürgerinitiative-Vorsitzenden Uwe Harden
elbmarsch.org
?


Daraus ergibt sich die für mich entscheidende Frage Nummer 4:
Was haben Sie als Person bisher persönlich unternommen und welche öffentlichen Initiativen von Ihnen als Person können Sie persönlich belegen, die den im ZDF angeführten Familien von an Leukämie erkrankten oder gestorbenen Kindern zu Ihrem Recht verhalf und zur Haftbarmachung der Verursacher beitrug?
Antwort von Barbara Steffens
bisher keineEmpfehlungen
16.05.2012
Barbara Steffens
Sehr geehrte Frau aus Saarbrücken,

gerne würde ich antworten, bin jedoch bezüglich Ihrer Fragen etwas irritiert, denn ich bin derzeit wieder in den Landtag von Nordrhein-Westfalen gewählt worden und hier Ministerin und nicht in Niedersachsen, Hamburg oder Schleswig-Holstein, die als mögliche Kontaminationsorte im Film benannt sind. Zu der Zeit des mutmaßlichen Störfalls (1986), von der der Film in Ihrem beigefügten Link berichtet, war ich weder Abgeordnete noch Ministerin und lebte in NRW.
Dennoch halte ich eine Aufklärung über das, was in Geestacht geschah und wie mit den Folgen umgegangen wird u.a. aus gesundheitlicher Sicht für wichtig und notwendig. Vielleicht wenden Sie sich mit Ihren Fragen besser an die Abgeordneten der entsprechenden o.g. Landtage. Wie Sie vielleicht wissen, gibt es keine Partei außer die Grünen, die sich so vehement für das Abschalten aller Atomanlagen eingesetzt hat und das auch schon 1986.

Mit freundlichem Gruß
Barbara Steffens
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