Andy Grote (SPD)

Andy Grote
© SPD Hamburg
Jahrgang
1968
Berufliche Qualifikation
Volljurist
Ausgeübte Tätigkeit
Rechtsanwalt
Wahlkreis
Hamburg - Mitte , Listenplatz 1, Stimmen (Wahlkreis): 34.126, 16,1%, über Wahlkreis eingezogen
Landeslistenplatz
keinen
(...) Hamburg hat den Ausbau der Barrierefreiheit der ÖPNV-Haltstellen in den Vergangenen Jahren leider nur sehr zaghaft betrieben. (...)
 
weitere Profile auf abgeordnetenwatch.de
Profil auf facebook
Profil öffnen
Fragen an Andy Grote
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Die Datenschutzbestimmungen zur Behandlung meiner Daten habe ich gelesen.
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Stadtplanung
10.02.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Grote,

auch ich bin sehr dafür neue Sozialwohnungen in Hamburg zu bauen. Nur frage ich mich, wo diese denn noch entstehen sollen.

Viele Jahre wurden die Angestellten der Bauämter losgeschickt, neue Bauplätze zu finden (innere Verdichtung), die Stadtplaner (wie ich es einer bin) diskutierten sich die Köpfe heiß, wo in HH neue Wohnungen entstehen können und Sie glauben nun zu wissen, wie man in zwei Legislaturperioden mindestens 48.000 neue Sozialwohnungen für HH erstellen kann.

Ich behaupte, dass dies fast nur theoretisch möglich ist. Es muß jedenfalls eine klare Ansage seitens der Politik kommen, wie die Verwaltung dies in Angriff nehmen soll (wer die Fördergelder bekommen darf). Deshalb frage ich Sie, welche der in der Diskussion bestehenden Möglichkeiten Sie präverieren, um diese sehr große Anzahl an Sozialwohnungen zu schaffen.

  • es werden deutlich mehr B-Pläne erstellt, so dass mehrgeschossige Sozialwohnungen in bislang eingeschossigen Wohngebieten erstellt werden können (Farmsen, Poppenbüttel, Elbvororte).

  • Allermöhe3 wird gebaut

  • da Privatinvestoren fehlen kommen nun viele Sozialwohnungen auf die Elbinsel (Georgwerder, Reiherstieg, Stillhorn)

  • größere Teile der Landschafts/Naturschutzgebiete werden in Bauland umgewandelt (Rissen, Osdorf, Rahlstedt)

  • es werden nun deutlich größere Teile der Kleingärten als bislang in Bauland umgewandelt

  • das Alte Land wird in weiten Teilen Bauland (incl. 5.Elbtunnelröhre)

  • außerhalb der Landesgrenze um Bönningstedt oder Stapelfeld wird großflächiges Wohnen ermöglicht

  • oder soll generell auch in innerstädtischen Räumen eine höhere Bebauung als bislang zugelassen werden

Ich halte diese Vorschläge für problematisch bzw. sehr problematisch, aber irgendwie müssten ja ihrer Meinung diese mind. 24.000 neue Wohnungen pro Legislatur angegangen werden und ich weis keine andere Lösung, als die oben beschriebenen.

Deshalb an Sie die Frage: Wo wollen Sie die Sozialwohnungen errichten lassen?
Antwort von Andy Grote
1Empfehlung
15.02.2011
Andy Grote
Sehr geehrter Herr ,

danke für Ihre Frage. Sie haben Recht, das Ziel, 6.000 neue Wohnungen jährlich in Hamburg zu bauen, wird uns alle Entschlossenheit abverlangen. Aber dann ist es möglich und auch notwendig. Hamburg hat in den 90er Jahren durchschnittlich 7.500 Wohnungen jährlich gebaut. Nicht alles daran lässt sich heute wiederholen, aber einiges geht schon:

Flächen sind in Hamburg grundsätzlich vorhanden, schon der Wohnungsbauentwicklungsplan des alten Senats weist Flächen für ca. 30.000 Wohnungen aus. Dabei sind die Flächen für kleinteiligere Nachverdichtung noch nicht enthalten. Wir haben derzeit gar keinen Überblick, welches Potential an innerstädtischen Flächenpotentialen wir in Hamburg noch haben, weil das über Jahre gar nicht erfasst wurde. Wir brauchen also eine umfassende Potentialflächenuntersuchung. Wir werden auch mehr Dichte und Höhe in der Bebauung bekommen, Hamburg ist im Vergleich zu anderen Metropolen eher locker und niedrig bebaut. Ein Potential besteht auch im Abriss alter, nicht mehr nachgefragter Bürogebäude, gerade in der Innenstadt, und dem Neubau von Wohnungen an gleicher Stelle. Auch Aufstockungen von Bürogebäuden mit Wohnungen sind denkbar. SAGA und Genossenschaften haben Bebauungsreserven auf eigenen Grundstücken, die genutzt werden könnten, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Außerdem müssen wir uns um die schnellere Schaffung von Bebauungsplänen kümmern für die Flächen, die wir schon kennen, wo der Wohnungsbau aber nicht vorangeht. Auch die Umwidmung einzelner - nicht nachgefragter Gewerbeflächen - kommt in Betracht. Zum Teil werden wir uns auch Grünflächen ansehen müssen.

Es geht also um eine Fülle von Einzelmaßnahmen und Sie haben recht: Es muss klare Ansagen geben, dass Wohnungsbau Vorrang hat vor anderen Interessen!



Mit freundlichen Grüßen

Andy Grote
X
Antwort empfehlen
Frage zum Thema Umwelt
14.02.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Grote,

Greenpeace hat es aufgedeckt. Hamburg soll zum CCS-Lager werden. Wie stellt sich die Hamburger SPD zu diesen Thema auf. Auf Bundes- und Europaebene ist Ihre Partei schließlich eine eifrige Verfechterin als Übergangstechnologie.

MfG
Antwort von Andy Grote
bisher keineEmpfehlungen
17.02.2011
Andy Grote
Sehr geehrter Herr ,

in der Frage bin ich kein wirklicher Experte, aber alle Vertreter der SPD, die dazu gefragt wurden, haben deutlich gemacht, dass sie von dieser Idee gar nichts halten und ich teile diese Haltung.

Mit freundlichen Grüßen

Andy Grote
X
Antwort empfehlen
Frage zum Thema Verkehr und Mobilität
15.02.2011
Von:

Lieber Herr Grote,

in der Hafencity gibt es eine Grundschule und eine Kita, das Einzugsgebiet ist auch die Südliche Neustadt. Eine direkte Anbindung der Südlichen Neustadt mit Öffentlichem Nahverkehr gibt es jedoch nicht, nur sehr umständlich sind beide Einrichtungen mit längeren Fußwegen und umständlichen Busfahrten zu erreichen; die Benutzung von U3 und Bus fällt aus für jene, die mit Kinderwagen unterwegs sind, da es am Rathausmarkt keinen Aufzug gibt. Eine Anbindung der Südlichen Neustadt über die U4 ist auch nicht vorgesehen, es gibt nur einen Notausstieg.

Was denken Sie über diese Situation? Möchten Sie sie ändern? Wenn ja, wie? Und waren Sie in Ihrer Zeit von 1997 bis 2001 als Deputierter in der Stadtentwicklungsbehörde auch zuständig für die Planung der Hafencity?

Danke für die Beantwortung der Fragen,
viele Grüße,
Antwort von Andy Grote
bisher keineEmpfehlungen
17.02.2011
Andy Grote
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Frage. Sie haben Recht, seit dem Umzug der Katharinenschule in die HafenCity ist sie für die Bewohner der südlichen Neustadt umständlicher zu erreichen, ebenso wie die dort neu entstandene Kita. Die kürzeste Verbindung mit dem ÖPNV ist sicher über die U3 bis zum Rathausmarkt und von dort mit dem Bus in die HafenCity. Für diejenigen, die mir einem Kinderwagen unterwegs sind, stellt sich dabei in der Tat das Problem der fehlenden Barrierefreiheit der U-Bahnstation Rathaus. Der Senat hat in den letzten Jahren den barrierefreien Ausbau des ÖPNV sträflich vernachlässigt. Das wollen wir ändern, sodass baldmöglichst auch die Station Rathaus einen Fahrstuhl erhält.
Im Hinblick auf die Kita wäre der Weg zu der direkt an der U3-Station Rathaus gelegenen Kita der St. Petri Kirche deutlich kürzer als in die HafenCity.

Wenn ich mich richtig erinnere wurde während meines Mandats als Deputierter in der Stadtentwicklungsbehörde auch der Masterplan HafenCity in diesem Gremium behandelt.

Mit freundlichen Grüßen

Andy Grote
X
Antwort empfehlen
Frage zum Thema Stadtplanung
18.02.2011
Von:

Lieber Herr Grote,

ich wohne auf einem Bauwagenplatz in Wilhelmsburg / Bezirk Mitte, der bis 30.04.2011 geduldet ist.
Wir befinden uns auf einer in öffentlicher Hand befindlichen Industriefläche, sind bereit Pacht zu bezahlen, Müll zu entsorgen etc. Es liegt auf der Hand, dass wir auch nach dem 30.04.2011 einen Ort zum Leben im Wagen in Hamburg brauchen. Diese Entscheidung ist ein Politikum, beteiligt sein müsste sowohl die jetzige BSU und der Bezirk.

Meine Fragen an Sie:

Was empfehlen Sie mir und der Wagengruppe Zomia, wie ich zu einem legalen Wagenplatz in Hamburg kommen kann?

Wie stehen Sie persönlich dazu, wenn Menschen wie ich mich entscheide in Hamburg im Bauwagen leben zu wollen? Haben Sie da was gegen?

Empfinden Sie es als angemessen und verhältnismäßig, wenn Menschen, die lediglich die Forderung nach einer konkreten Legalisierung ihrer Lebensform haben, wie von Markus Schreiber angedroht, gewaltsam geräumt werden und Wägen konfisziert werden? Halten Sie ein solches Szenario für erstrebenswert?

Wie würden Sie empfehlen mit folgender Argumentation umzugehen: Entscheidungsträger_innen behaupten generell und allgemein nichts gegen neue Wagenplätze zu haben, weichen aber auch, wenn es um konkrete Fläche geht und finden Argumente, warum es auf jeder einzelnen Fläche nicht geht?
Wie würden Sie damit konstruktiv umgehen?

Und zuletzt:
Wie könnten Sie mir, der Wagengruppe Zomia und anderen Wagen-Menschen in Hamburg weiterhelfen, wenn Sie und Ihre Partei Teil der Hamburger Regierung werden würde? Wie würden Sie sich positionieren?

Für mehr Hintergrund:
zomia.blogsport.eu

Mit besten Grüßen,
Ihre // Wagenplatz Zomia Hamburg-Wilhelmsburg

Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen. Um eine Nachricht zu erhalten, sobald eine Antwort eintrifft, tragen Sie sich bitte über die untenstehende Benachrichtigen-Funktion ein.
X
Beim Eintreffen einer Antwort benachrichtigen
Ihre Frage an Andy Grote
Sie befinden sich auf einer Archivseite. Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.