Adi Sprinkart (DIE GRÜNEN)
Abgeordneter Bayern 2008-2013
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich. († verstorben)

Angaben zur Person
Adi Sprinkart
Jahrgang
1953
Berufliche Qualifikation
Landwirt
Ausgeübte Tätigkeit
Landwirt, landwirtschaftlicher Berater, MdL
Wohnort
-
Stimmkreis
Lindau, Sonthofen
weitere Profile
(...) Wir sind allerdings dagegen, die Kosten für das Betreuungsgeld und die Kosten für die Krippenbetreuung gegeneinander aufzurechnen. Wir lehnen das Betreuungsgeld ab, weil es auf einem anachronistischen Familienbild und einer überholten Rollenverteilung zwischen den Geschlechtern basiert. In der Regel sind es doch die Frauen, die ihre Berufstätigkeit unterbrechen und für die Versorgung der Kinder zuständig sind. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Internationales
26.01.2012
Von:
-

Sehr geehrter Herr Sprinkart,

welche Vorschläge zur Ausarbeitung des Antikorruptionsgesetzes für Abgeordnete, hatben die Grünen erarbeitet in den letzten 2 Jahren?
Die ehemalige Ministern Zypries hat die UN-Konvention zwar unterschrieben, aber im Rahmen der großen Koalition damals, hat die CDU die Ratifizierung verhindert.

Mit freundlichen Grüßen

-
Antwort von Adi Sprinkart
1Empfehlung
06.02.2012
Adi Sprinkart
Sehr geehrte Frau -,

da es sich hier um die Zuständigkeit des Bundes handelt, musste ich mich selber schlau machen. Wir Grünen haben 2007 einen Gesetzentwurf gegen die Bestechung von Abgeordneten im Bundestag eingebracht. Leider wurde er von CDU/CSU, SPD und FDP abgelehnt. Wie mir der zuständige Kollege Jerzy Montag mitteilte, wird die Bundestagfraktion diesen Gesetzentwurf in dieser Legislaturperiode erneut einbringen, nachdem der Versuch eine parteiübergreifende Gesetzesvorlage zu formulieren gescheitert ist.
Falls Sie nähere Informationen wünschen, darf ich Sie auf die Homepage unserer Bundestagsfraktion verweisen - unter dem Stichwort Abgeordnetenbestechung finden Sie Details zu diesem Thema. Sie können sich aber auch an meinen Kollegen Jerzy Montag direkt wenden: jerzy.montag@bundestag.de oder jerzy.montag@wk.bundestag.de


Ich hoffe Ihre Frage damit beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Ihr
Adi Sprinkart
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
07.02.2012
Von:
-

Sehr geehrter Herr Sprinkart,

Danke für Ihre geschätzte Antwort.
Siehe auch auf youtube-Viedo von Frau Högl-SPD.

Mir geht es vordringlich um den VORPARLAMENTARISCHEN Raum, indem man seine Stimme verkaufen DARF-das ist in D bislang immer noch legal.

Hier winden sich angesprochene Politiker um den heißen Brei herum. Wer hat die Chuzpe und sagt ehrlich, was es damit auf sich hat?. Wie sieht das aus konkret?
Und was tun die Grünen dagegen, denn es ist bislang in D LEGAL-in einer Fraktionssitzung sich kaufen zu lassen, für oder gegen ein Projekt zu stimmen. Da mutet dann die Antwort: Ja, aber im Parlament ist man nur seinem Gewissen verpflichtet, geradezu blasphemisch an.

Gerade auch wenn dies eher auf kommunaler Ebene statt findet, so Transparency International, geht es uns Bürger vehement etwas an.

Ich persönlich habe nichts dagegen, denn man kann mit seiner gekauften Stimme ja auch für den Bürger entscheiden-NUR
DANN GEHÖRT DAS ÖFFENTLICH gemacht genauestens wie und was, damit erledigt sich jedwede Wiederwahl von selbst und die Partei spart sogar noch Wahlkampfgelder. Vor allem wird dann Politik wieder glaubwürdiger.

Allen Ernstes bitte ich um eine für einen Politlaien nachvollziehbare, ehrliche Antwort.

Mit freundlichen Grüßen
-
Antwort von Adi Sprinkart
bisher keineEmpfehlungen
15.02.2012
Adi Sprinkart
Sehr geehrte Frau -,

gerade der Stimmenkauf ist Gegenstand unseres Gesetzentwurfs, den wir bereits 2007 eingebracht haben und wieder einbringen werden. Darin fordern wir, dass der Stimmenkauf unter Strafe gestellt wird.

Nun war ich noch nie Abgeordneter einer Regierungsfraktion, trotzdem bin ich mir relativ sicher, dass es in Deutschland auf Fraktionssitzungen keinen Stimmenkauf gibt. Das würde ja bedeuten, dass z.B. der Fraktionsvorsitzende versuchen würde, Abgeordnete, die eine andere Meinung vertreten, mit Geld umzustimmen. So etwas gibt es nach meiner Einschätzung nicht.

Vom Hörensagen weiß ich, dass man in Regierungsfraktionen versucht, Abgeordnete, die nicht die Mehrheitsmeinung der Fraktion teilen, in Einzelgesprächen umzustimmen. Aber wie gesagt, ich habe das selbst noch nicht erlebt.

Wenn es Bestechung gibt, dann wird von außen versucht, Politiker zu bestechen, damit sie in der Fraktion bzw. im Parlament entsprechend abstimmen. Dieser Fall wird von unserem Gesetzentwurf, wie bereits erläutert, erfasst.


Mit freundlichen Grüßen

Adi Sprinkart, MdL
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Frage zum Thema Hochschulausbau nachhaltig finanzieren
13.07.2012
Von:

Sehr geerther Herr Sprinkart

Ist der Zuschuss für die Plegeversicherung schon beschlossen, wenn ja, ab wann und ist der Zuschuss auch für Altverträge?

Bitte um kurze Nachricht.
Danke
Antwort von Adi Sprinkart
bisher keineEmpfehlungen
19.07.2012
Adi Sprinkart
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Der Pflege-Bahr ist beschlossen und wird ab 1.1.2013 gelten. Altverträge können bezuschusst werden, wenn sie die Bedingungen des Pflege-Bahrs erfüllen, was sie aber in der Regel nicht tun.
Das ist nur einer von mehreren Kritikpunkten, die die Grünen an diesem Entwurf üben. Mehr Informationen und die Bedingungen des Pflegebahrs finden Sie hier: www.gruene-bundestag.de


Mit freundlichen Grüßen

Adi Sprinkart
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Frage zum Thema Frauen
16.12.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Sprinkart,
Ich interessiere mich persönlich sehr für Ihre Arbeit. Für mich und meinen Freundeskreis ist die Frage der Frauenquote für die kommende Wahl entscheidend.
Gerne würde ich daher Ihre Meinung zu diesem Thema erfahren und wie Sie im Falle einer Abstimmung über die Frauenquote votieren würden.
Über eine baldige und ausführliche Antwort freue ich mich!
Mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Adi Sprinkart
bisher keineEmpfehlungen
21.12.2012
Adi Sprinkart
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihr Mail. Ihre Frage nach der Frauenquote ist sehr allgemein gehalten, daher weiß ich nicht, welche konkreten Bereiche Sie interessieren.

Wir Grüne haben schon von Beginn an eine Frauenquote auf unseren Wahllisten mit dem positiven Effekt, dass bei uns in der Regel mindestens 50% Frauen in den Parlamenten sitzen.

Eine Quotierung von Frauen in Führungsgremien halte ich für sinnvoll und würde einen entsprechenden Gesetzentwurf unterstützen. Unseren Gesetzentwurf dazu finden Sie unter folgendem Link: www.gruene-bundestag.de


Schließlich möchte ich zu dem Bereich kommen, in dem ich selber aktiv bin als zuständiger Abgeordneter meiner Fraktion für den Bereich des öffentlichen Dienstes. Hier weiß ich nicht, ob eine Quotenregelung rechtlich haltbar wäre, da es hier ganz klare Vorgaben gibt, wonach die Beamtinnen und Beamten mit den besten Beurteilungen aufsteigen können.

Das Problem liegt hier vielmehr darin, dass in verschiedenen Bereichen z.B. bei den Lehrerinnen und auch Polizistinnen die Frauen ganz offensichtlich bei den Beurteilungen benachteiligt werden. Interessanterweise unabhängig davon, ob der Beurteiler Frau oder Mann ist.

An diesem Thema arbeite ich schon seit einigen Jahren. Die Pressemitteilungen und die entsprechenden Anfragen können Sie auf meiner Homepage www.adi-sprinkart.de unter öffentlicher Dienst gerne nachlesen. Die aktuellste Antwort auf meine schriftlichen Anfragen dazu finden Sie unter
87.106.93.121

Nachdem das Kultusministerium diese Ungleichbehandlung lange negiert hat, gesteht es diese inzwischen ein und hat vor zwei Monaten im Ausschuss für Fragen des öffentlichen Dienstes erste Ansätze vorgestellt, wie man die Benachteiligung der Lehrerinnen beseitigen will.

Falls Sie noch weitergehende Fragen haben, werde ich diese ebenfalls gerne beantworten.


Mit freundlichen Grüßen

Adi Sprinkart
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Frage zum Thema Familie
05.02.2013
Von:

Guten Tag Herr Sprinkart,

"Denn das eigentliche Ziel würde dadurch gar nicht erreicht: mehr Kinder." so titeln heute viele Zeitungen. Mal ehrlich, was tun Sie denn dafür? Finden Sie nicht auch, dass mal die Bürger gefragt werden sollen, was ihnen für das Familienleben fehle?
Beginnen wir mal von vorn: Viele Eltern wollen das nur das Beste, versuchen ihre Kinder dahin gehen zu bringen aufs Gymnasium zu gehen, um zu studieren, damit sie die besten Chancen im Berufsleben haben. Abitur mit 18/19, Studium 4-5 Jahre, erwünschte Auslandssemester als Praxiserfahrung macht nochmals 1 Jahr. Im Schnitt sind gut ausgebildete Deutsche 25-26 J. alt und haben keine Berufserfahrung. In der heutigen Wirtschaft schwierig Fuß zu fassen. Also Zeitverträge in Kauf nehmen, Berufserfahrung sammeln, so gehen wieder 3-5 (oder noch länger) Jahre ins Land. Mit ein bisschen Glück findet der Deutsche in dieser Zeit seinen Partner fürs Leben und plant. Mit weniger Glück beginnt für diese Planung und Findung erst mit Mitte 30. So und dann tickt die biologische Uhr. Der wirtschaftlich, getaktete und lebensregelnde Deutsche setzt sich mit dem Thema Heirat, Kinder, Lebensplanung auseinander und muss feststellen, man kann im Leben nicht alles planen. Und schon gar keine Kinder. Denn die Natur macht was sie will.

Jetzt frage ich Sie, warum unterstützt man nicht die Ehepaare, die künstliche Befruchtungen auf sich nehmen anstatt den Müttern ein Betreuungsgeld zu zahlen damit sie zu Hause bleiben? Hallo, wir leben im Jahr 2013. Frauen, die vorher im Berufsleben erfolgreich waren, wollen nicht jahrelang zu Hause bleiben und dann für 200 € ihre Kinder betreuen. Sie wollen halbtags geistig tätig sein und den anderen halben Tag mit ihren Kindern verbringen. Diese Frauen wollen was für die Rentenkassen und Sozialversicherungen beisteuern. Aber das wiederum geht nur, wenn denn alles "geplante" klappt. Schauen Sie mal nach Sachsen-A., Meck-Pom und Niedersachsen machen es vor -Bayern muss nachziehen!

VG S.
Antwort von Adi Sprinkart
bisher keineEmpfehlungen
15.02.2013
Adi Sprinkart
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihr Mail. Wenn ich das richtig sehe, halten Sie das Betreuungsgeld ebenfalls für unsinnig. Meine Fraktion und ich sind der Meinung, dass das Betreuungsgeld ein falsches gesellschaftspolitisches Signal sendet und soziale Ungleichheiten fördert. Die dafür notwendigen 1,2 Mrd. € sollte man besser in den Krippenausbau stecken.

Mit dem Thema künstliche Befruchtung habe ich mich zugegebenermaßen bisher nicht ausführlich beschäftigt. Nach meinen Informationen ist die aktuelle Lage so, dass drei Versuche einer künstlichen Befruchtung von den Krankenkassen zu 50% übernommen werden. Weitere Versuche zu finanzieren, halten wir Grüne nicht für sinnvoll, weil wissenschaftliche Ergebnisse belegen, dass dann die Erfolgsaussichten sehr gering sind.
Voraussetzung ist, dass die Frauen zwischen 25 und 40 Jahre alt und verheiratet sind. Wir fordern aber, dass nicht nur Ehepaare eine künstliche Befruchtung durchführen dürfen, sondern auch unverheiratete Frauen und Lesben.
Ich gehe mal davon aus, dass Sie mit "Förderung der künstlichen Befruchtung" die 100 prozentige Kostenübernahme durch die Krankenkassen meinen. Nachdem ich mich mit Menschen unterhalten habe, die in ihrem Berufsalltag damit befasst sind, bin ich zu folgender Überzeugung gekommen. Bisher wird nur der medizinische Eingriff zu 50% übernommen aber keinerlei psychologische Begleitung. Da die Frauen in dieser Zeit einer enormen psychischen und emotionalen Belastung ausgesetzt sind, halte ich eine volle oder teilweise Kostenübernahme für eine psychologische Begleitung für vordringlicher.

Nachdem Sie in meinem Stimmkreis wohnen, stehe ich Ihnen für ein persönliches Gespräch selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Adi Sprinkart
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