Portrait von Jochen Klenner
Jochen Klenner
CDU
0 %
/ 2 Fragen beantwortet
Frage von Uli B. •

Frage an Jochen Klenner von Uli B. bezüglich Migration und Aufenthaltsrecht

Lieber Herr Klenner,

nachdem das Flüchtlingslager im griechischen Moria abgebrannt ist, stellt sich die drängende Frage nach humanitärer Hilfe für die dort (wieder) obdachlosen Menschen. Obwohl sich viele Kommunen und Städte in Deutschland bereit erklärt haben, Flüchtlinge aufzunehmen, hat sich unser verehrter Innenmister Seehofer gegen eine umgehende humanitäre Hilfe ausgesprochen. Wir müssen, so Herr Seehofer, auf eine europäische Lösung warten (die aber seit 2015 ausgeblieben ist und die nicht zeitnah zu erwarten ist).

Ich appelliere an Sie, sich für die obdachlosen Flüchtlinge aus Moria einzusetzen und eine möglichst zeitnahe Einreise nach Deutschland zu ermöglichen. Wie ist Ihre Position zu dieser Frage in dieser Situation?

Herzliche Grüße aus Much
Uli Baldauf

Portrait von Jochen Klenner
Antwort von
CDU

Mich machen die Bilder und diese schlimmen persönlichen Schicksale, die ja hinter den Nachrichten stecken sehr betroffen. Da ist es gut, dass es vielen Bürgern ähnlich geht – dass sie auch bewegt sind, sich interessieren, helfen wollen – das ist ein Zeichen von Mitmenschlichkeit – und ich persönlich habe auch schon viele Zuschriften in den vergangenen Tagen bekommen.

Es ist wirklich beschämend, was ja nicht nur in den letzten Tagen – sondern schon lange innerhalb der EU bei diesem Thema passiert – oder eher nicht passiert. Unser Ministerpräsident war ja extra vor einigen Wochen in Moria, um so auch noch einmal das Bewusstsein und den Blick auf diese Fragen zu lenken – und NRW war ja auch immer vorne dabei, wenn es um freiwillige zusätzliche Aufnahmen von Flüchtlingen gegangen ist. Hilfe muss aber immer nicht nur gut gemeint, sondern auch gut gemacht sein – wir müssen die Gratwanderung schaffen, zwar selbst Verantwortung zu tragen und voranzugehen aber gleichzeitig auch unsere europäischen Partner mit in die Pflicht zu nehmen und sie mitzuziehen.

Viele Bürger haben in den vergangenen Jahren ein großes Herz gezeigt – es gibt viele Menschen, die sich in Flüchtlingsinitiativen engagieren und bei der Integration helfen. Eine Verteilung und somit auch gelungene Integration der Menschen kann jedoch nicht alleine in den Rathäusern erfolgen, sondern muss national und europäisch abgestimmt und gesteuert sein. Deshalb gilt es nun schnell den betroffenen Menschen in Moria zu helfen und gleichzeitig aber für die Zukunft zu vernünftigen Lösungen zu kommen.

Was möchten Sie wissen von:
Portrait von Jochen Klenner
Jochen Klenner
CDU