Wolfgang Rose

| Kandidat Hamburg 2011-2015
Jahrgang
1947
Berufliche Qualifikation
Bankkaufmann, Sozialpädagoge
Ausgeübte Tätigkeit
Gewerkschaftssekretär, MdHB
Liste
Landesliste, Platz 11
Parlament
Hamburg 2011-2015
Wahlkreisergebnis
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Die politischen Ziele von Wolfgang Rose

Ich will, dass aus Hamburg eine Stadt wird, die für alle ihre Menschen gleichermaßen große Chancen und eine hohe Lebensqualität bietet. Mein Hamburg soll eine moderne Großstadt sein, in der jede und jeder seine eigenen Wünsche und Ziele, seinen eigenen Lebensstil verwirklichen kann, und dabei solidarisch mit den anderen zusammenlebt. In dem Hamburg meiner Vorstellung wird niemand allein- oder zurückgelassen, keine Kinder und Jugendlichen, keine Arbeitslosen, keine kranken oder behinderten Menschen, keine Älteren. Eine moderne, dynamische Großstadt mit freiem urbanem Lebensgefühl und solidarischem Zusammenhalt – das ist mein Ziel. „Unser Hamburg wächst zusammen“ – das ist mein Motto.

Bei der Erarbeitung des Wahlprogramms der SPD konnte ich die meisten wesentlichen Punkte der Gewerkschaften durchsetzen. Deshalb kann ich mich auch und gerade als Gewerkschafter mit dem Programm der SPD vollauf identifizieren:

•Wir wollen auch in Hamburg und mit Hamburgs Hilfe den gesetzlichen Mindestlohn durchsetzen. Den unwürdigen Hungerlöhnen muss ein Ende bereitet werden, auch in Hamburger Hotels und Betrieben.

•Wir wollen gute Arbeit für alle. Das bedeutet menschenwürdige Arbeitsbedingungen, humane Arbeitszeiten, Mitbestimmung, Gesundheitsschutz, Programme gegen Mobbing.

•Wir wollen genügend Arbeitsplätze für alle. Heute sind in Hamburg mehr Menschen arbeitslos als 2001 bei der Regierungsübernahme der CDU. Viel zu viele der neuen Arbeitsplätze sind Minijobs mit mieser Bezahlung. Wir wollen durch Investitionen neue gute Arbeit schaffen. Wir wollen durch eine Wiederbelebung der erfolgreichen Arbeitsmarktpolitik vor allem für Langzeitarbeitslose wieder Perspektiven schaffen.

•Wir wollen ein Recht auf Ausbildung für alle Jugendlichen. Trotz Jubelmeldungen des Senats finden in Hamburg tausende von Jugendlichen keine Lehrstelle, viele von ihnen seit Jahren nicht. Deshalb wollen wir die Betriebe fordern und fördern, mehr auszubilden, und wir wollen öffentliche Angebote schaffen. Kein junger Mensch unter 25 Jahren soll leer ausgehen – das ist unsere „Hamburger Garantie“.

•Wir wollen die öffentlichen Dienstleistungen wieder stärken, anstatt sie zu verramschen, wie Ole von Beust es mit den Krankenhäusern getan hat. Wir wollen, dass alle Hamburger den gleichen Zugang zu Bildung, Kultur, Gesundheit, Wasser, Nahverkehr, Sicherheit und Infrastruktur in hoher Qualität haben. All das darf nicht zur bloßen Ware werden. Moderne und effiziente öffentliche Dienstleistungen – das ist nicht nur machbar, sondern auch besser für alle.

•Wir wollen gute Schulen für alle Kinder. Hohe Unterrichtsqualität und gleiche Chancen: Dafür brauchen wir mehr Lehrerinnen und Lehrer, kleinere Klassen, mehr Ganztagsschulen, und in der Perspektive nur eine gemeinsame Schule für alle Kinder. Was wir hingegen mit Sicherheit nicht brauchen sind die ganzen Gebühren, die Ole von Beust eingeführt hat, für Vorschulen, das Mittagessen der Kinder, Schulbücher und Studium. Diese mutwillige Verringerung der Chancen der Kinder aus ärmeren und den Mittelschichtsfamilien müssen wir beenden.

Über Wolfgang Rose

Geboren wurde ich 1947 in Bremen. Dort bin ich aufgewachsen und zur Schule gegangen. In Hamburg habe ich dann eine Lehre zum Bankkaufmann absolviert, und anschließend ein Studium der Sozialpädagogik an der evangelischen Fachhochschule am Rauhen Haus.

Als Sozialpädagoge war ich viele Jahre in der kirchlichen Jugendarbeit beschäftigt. Dort begann ich mich als Mitarbeitervertreter und in der Gewerkschaft ÖTV zu engagieren. 1982 wurde ich dann hauptamtlicher Sekretär bei der ÖTV und habe als ihr Landesbezirksleiter den Zusammenschluss mit den anderen Gewerkschaften zur neuen großen Dienstleistungsgewerkschaft ver.di mit vorangetrieben. Seit Gründung von ver.di im Jahr 2001 bin ich ihr Landesbezirksleiter in Hamburg – eine Aufgabe, die ich gerne und mit viel Leidenschaft ausfülle.

In der SPD bin ich seit 1971 engagiert. Seit 2007 gehöre ich dem Landesvorstand der SPD in Hamburg an. Die SPD hat mich auf Vorschlag der DGB-Gewerkschaften als Kandidaten für die Bürgerschaft aufgestellt. Viele Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten sind engagierte Mitglieder ihrer Gewerkschaften, auch viele der anderen Kandidatinnen und Kandidaten. Doch es ist eine gute Tradition der Hamburger SPD, jeweils einen Spitzenvertreter der Gewerkschaften explizit als solchen in ihrer Bürgerschaftsfraktion zu haben. Meine Aufgabe ist es daher insbesondere, in der Bürgerschaftsfraktion der SPD die Anliegen und Positionen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und ihrer Gewerkschaften einzubringen.
Das tue ich gerne, denn meine ganze Lebenserfahrung ist davon geprägt, dass im Zusammenwirken von Gewerkschaften und Sozialdemokratie am meisten für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, und auch die Arbeitslosen in Hamburg erreicht werden kann.

Mit meiner Frau Gerda bin ich seit über 30 Jahren glücklich verheiratet. Wir haben zwei erwachsene Töchter und zwei Enkelkinder.

# Soziales 13Feb2011

Guten Tag Herr Rose, wie stehen Sie zum Thema Gentrifizierung in ST.Georg, Schanze u.a? Haben sie im sozialen Wohnungsbau die Plätze im neuen...

Von: Maria Battler

Antwort von Wolfgang Rose (SPD)

(...) vielen Dank für Ihre Fragen. Die Gentrifizierung, also die Verdrängung angestammter Bewohnerinnen und Bewohner aus ihren Stadtvierteln infolge von starken Mietansteigen oder Umwandlungen ist ein großes Problem, das wir nicht länger hinnehmen wollen. Wir wollen diesen Prozess politisch bekämpfen, indem wir a) durch ausreichenden Neubau von günstigen Wohnungen den Mietpreisanstieg insgesamt dämpfen, b) gezielt das Instrument der sozialen Erhaltensverordnungen einsetzen, mit dem Umwandlungen verhindert werden können, und c) dafür sorgen wollen, dass Sanierungskosten nicht mehr in vollem Umfang auf die Miete umgelegt werden können (was allerdings eine bundesrechtliche Angelegenheit ist) bzw. (...)

Sehr geehrter Herr Rose,

als Landesbezirksleiter von ver.di Hamburg, haben sie in den letzten Jahren massiv Kritik an den Sparmaßnahmen des...

Von: Kerstin Burger

Antwort von Wolfgang Rose (SPD)

(...) ich dies finanzieren wollen? Die Frage ist berechtigt, denn infolge der Steuergeschenke der Berliner Regierung und der Wirtschafts- und Finanzkrise ist Hamburgs Haushaltslage sehr angespannt. Deshalb wird auch ein SPD-geführter Senat nicht alles machen können, was wir gerne wollten, vor allem nicht sofort. (...)

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