Wolfgang Gunkel
SPD
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Frage von Unaf-Trbet Cnzcry an Wolfgang Gunkel bezüglich Gesundheit

# Gesundheit 18. Dez. 2006 - 21:12

Sehr geehrter Herr Gunkel,

als niedergelassener Facharzt in Ihrem Wahlkreis interessiert mich die Frage, ob Sie in der Lage waren in der Kürze der Zeit den Referentenentwurf zum Gesundheitsreformgesetz zu lesen. Wie stellen Sie sich die ambulante medizinische Versorgung in der Oberlausitz in den nächsten Jahren angesichts der Überalterung der niedergelassenen Ärzte und mangelnden Nachwuchs vor? Wo sollen die im Gestzentwurf vorgesehenen Milliarden für den Gesundheitsfond und die E-Card herkommen?

Mit freundlichen Grüßen H.-G. Pampel

Von: Unaf-Trbet Cnzcry

Antwort von Wolfgang Gunkel (SPD) 19. Dez. 2006 - 16:03

Sehr geehrter Herr Pampel,

lassen Sie mich bitte auf Ihre Fragen folgendermaßen antworten:

Selbstverständlich habe ich den Referentenentwurf der Gesundheitsreform nicht gelesen. Als Abgeordneter, der die Themenfelder Innenpolitik und Menschenrechte bearbeitet, konnte ich mich nicht mit der Lektüre dieses sehr technischen 380-Seiten-Dokumentes beschäftigen. Hierbei vertraue ich auf die Aussagen meiner Abgeordnetenkollegen und -kolleginnen, die sich mit der Gesundheitspolitik bzw. dieser Gesundheitsreform auseinandersetzen. Es ist also weder leistbar noch in der Arbeitsweise des Parlamentes vorgesehen, dass jeder Abgeordnete alles liest. Aber ich habe mich bei meinen GesundheitsexpertInnen erkundigt und folgendes erfahren:

Wir wissen, dass in der Oberlausitz jetzt schon eine mangelhafte Abdeckung der medizinischen Grundversorgung herrscht. Genau aus diesem Grund ist jedoch in der Gesundheitsreform ein Zuschlag für in solchen Regionen praktizierende Ärzte vorgesehen.

Die so genannte E-Card ist wiederum keine Erfindung der Gesundheitsreform, sondern sieht ihren Sinn u. a. in der Verhinderung von Doppeluntersuchungen, der Dokumentation von Krankheitsverläufen und der Kontrolle von Medikamentenausgaben.

Der Gesundheitsfonds ist genau genommen ein virtueller Fonds, der lediglich die Verteilung der von den einzelnen Krankenkassen eingenommenen Versicherungsbeiträge steuert. Hierzu werden also keine zusätzlichen Milliardenbeträge benötigt.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen hiermit eine kurze Rückmeldung auf Ihre Anmerkungen geben.

Ich stehe auch gern weiterhin für alle Fragen zur Verfügung und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Wolfgang Gunkel