Thomas Lutze
DIE LINKE
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Frage von Steffen Potel an Thomas Lutze

# 22Jun2016

Sehr geehrte Herr Lutze!

Haben Sie sich einmal persöhnlich die Folgen von Fracking in den USA angeschaut? Sind Sie der Meinung, dass diese Folgen, die als nachhaltige (langfristige) Schäden angesehen werden können, die Form von Nachhaltigkeit ist, der sich auch die Bundesregierung international verpflichtet hat? Ist es das, was Sie auch mit reinem Gewissen ihren Enkel und den weiteren Generationen vererben würden?

Auf die wissenschaftliche Debatte will ich Sie nicht hinweisen, ich betrachte es als selbstverständlich, dass Sie die als stimmberechtigter Abgeortneter alle verfolgt haben, oder irre ich mich da? Wird sich Ihr Abstimmungsverhalten daran orientieren, dass sie vom Volk demokrtisch gewählt wurden um mit Sorgfalt Entscheidungen zu treffen, die die Zukunft Ihrer Wähler sichert? ... oder gibt es da noch andere Beweggründe? Zum Schluss würde mich noch interessieren, wie Sie votieren werden bzw. votiert haben, schließlich kommen Sie ja aus einem Bundesland, wo durch den Steinkohlebergbau bereits erhebliche Schäden in der Geologie, dem Gewässersystem und der Siedlungsinfrastruktur samt Immobilien zu verzeichnen sind. Es ist Ihnen sicher bewusst, dass auch Ihre Entscheidung ein Beitrag zur Volks/Bürgernähe ist, die sich in der nächsten Wahl niederschlagen wird.

Als politisch interessierter Bürger habe ich täglich mein Auge darauf.
Mit freundlichen Grüßen
Steffen Potel (Dipl. Geogr.)

Von: Steffen Potel

Antwort von Thomas Lutze (LINKE)

Sehr geehrter Herr Potel,

ich stehe den Fraking-Technologien sehr kritisch gegenüber. Ich werde im Bundestag nicht zustimmen, wenn es darum geht, die Fördermöglichkeiten für diese Energieträger zu verbessern. Ich bin fest davon überzeugt, dass regenerative Energieträger (wie Wasserkraft, Windenergie und vor allen die Nutzung der Sonnenenergie) die Energieträger der Zukunft sind. Es ist notwendig, dass ausreichend Forschungsgelder für die bessere Speicherfähigkeit von elektrischen Strom zu Verfügung gestellt werden. Und für eine überschaubare Übergangszeit werden Steinkohle, Erdöl und Erdgas ihren Beitrag leisten, um die Energiesicherheit zu gewährleisten. Aber auch hier kann man die Energieeffizienz und den Wirkungsgrad gerade durch dezentrale Anlagen weiter verbessern sowie effektive Maßnahmen ergreifen, dass Energieverschwendung wirksam vermieden wird. Für alle diese Maßnahmen brauchen wir keine Fraking-Technologien.

Freundliche Grüße,
Thomas Lutze