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Tanja Pfisterer
ÖDP
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Frage von Fritz W. •

Frage an Tanja Pfisterer von Fritz W. bezüglich Bildung und Erziehung

Hallo Frau Pfisterer,

klasse dass Sie auf alle Anfragen hier antworten. Ihre Angegebene Tel.Nr. stimmt allerdings nicht.
Mein Frage bezüglich - Ausbildungsverein Region Bamberg und Forchheim (ABF)

Auch ich sehe dies im Grunde als Chance für junge Heranwachsende eine Ausbildungsstelle zu bekommen. Jedoch auch gleichzeitig so, dass es der Einstieg in die Leiharbeit ist. Diese ABF Lehringe, vermittelt vom bfz und damit Arbeitgeberinstrumentalisiert, werden in Betrieben ausgebildet, die ihrer Pflicht an Ausbildungsmass schon erfüllt haben. Nun sollen die Azubis mit ihren durch die jeweilige Firma festangestellten Lehrlingen das selbe leisten aber zu einem geringeren Verdienst. Somit ist zu beobachten, dass diese Massnahme den Betriebsfrieden stört, und die erste Hürde und Sensibilisierung in Bezug auf Leiharbeit und Jobvermittlung genommen.

Wie ist Ihre Aussage zu dieser Vorgehensweise ?
Was ist Ihre Meinung zu Leiharbeit und Arbeitsvermittler ?
Welche Massnahmen werden Sie ergreifen um die Ausbildungsmisere in den
Griff zu bekommen ?

Vielen Dank für die Antwort, die sicher noch zu meiner Wahlentscheidung
beiträgt.
Bitte geben Sie auch Ihre korrekte Tel. Nr. mit an !

Gruß aus Bamberg

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Antwort von
ÖDP

Sehr geehrter Herr Wunderlich,

es freut mich,dass Sie aus Bamberg sich für mich und meine Politik interessieren!

Gerne antworte ich auf Ihre äußerst schwierige Frage.
Ich möchte Ihnen ganz ehrlich sagen,dass mir diese Maßnahme neu ist und ich mich erst eingelesen habe.
Prinzipiell finde ich es gut,wenn man Jugendlichen den Einstieg in die Arbeitswelt (sprich Ausbildung/Lehre) erleichtern möchte.
Allerdings finde ich die Vorgehensweise dieses Vereins etwas suspekt. Normalerweise werden Ausbildungsverträge tarifrechtlich geschlossen. Die Vergütung bei diesem Verein ist aber für alle beim Verein aufgeführten Ausbildungsoptionen gleich. Der Ausbildungsbetrieb muss beispielsweise 582,40 € im ersten Lehrjahr zahlen und der Verein bezahlt dann den Lehrling/Azubi mit 400 € pauschal. Das finde ich nicht gerade vertrauenserweckend.
Allgemein möchte ich anmerken,dass Ausbildungsbetriebe sinnvoll und notwendig sind, denn sie leisten wertvolle Arbeit für die Zukunft unseres Landes. Deshalb wollen wir, dass die Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung für die Ausbildungsvergütung entfallen und solidarisch aus der Steuerkasse (z.B. durch die Steuer auf Flugzeugtreibstoff) bezahlt werden. Die Prüfungsgebühren sind von den Kammern zu tragen und nicht vom Ausbildungsbetrieb.
Auch werden arbeitslose Jugendliche ohne Ausbildungsstelle meist erfolglos zum tageweisen Berufsschulbesuch verpflichtet, was alle Beteiligten im höchsten Maße belastet.Solchen Jugendlichen muss eine staatlich organisierte, berufliche Grundausbildung in Vollzeit vermittelt werden.

Die Jugend ist die Zukunft des Landes,allein schon wenn man den demografischen Wandel anschaut. In sie müssen wir investieren und ihnen die Ausbildung/Lehre erleichtern,indem wir die Ausbildungsbetriebe mehr fördern und neue Betriebe dafür gewinnen können. Ob dieser Verein allerdings dazu beiträgt halte ich für äußerst fraglich.

Arbeitsvermittler und Leiharbeit ist grundsätzlich sinnvoll gerade wenn es eine Festanstellung im Betrieb ermöglicht. Nicht,wenn es Arbeitsplätze kostet!

Die Telefonnummer hat eine falsche Zahl: 0160-96315358

Ich hoffe Ihnen die Wahl erleichtert zu haben!

Mit freundlichen Grüßen

Tanja Pfisterer