Stephan Heider
ÖDP
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Frage von Franziska G. •

Frage an Stephan Heider von Franziska G. bezüglich Umwelt

Sehr geehrter Herr Heider,

ich werde Sie evtl. wählen in der Hoffug , dass Sie sich konsequent für Tierschutz einsetzen. Meine Fragen daher an Sie:

- Werden Sie sich für den Abbau der massentierhaltung, der Tiertransporte einsetzen?

- Werden Sie sich Sie sich auch und gerade am Wissenschaftstandort Ba-Wü für die Abschaffug der Tierversuche und die Ersetzung durch Alterativmethoden einsetzen?

-Werden Sie sich für die Reduzierung des Fleischkonsums und anderer tierischer nahrungsmittel einsetzen und die Begriffe Vegetarismus /Veganismus promovieren?

- Werden Sie sich für das Verbandsklagerrecht im Tierschutz einsetzen?

- Werden Sie sich für ein tierschutzgerechtes "Management" von Stadttauben, aber auch Ratten, Mäusen in den Kommunen einsetzen?

-Werden Sie sich gegen den Missbrauch von Tieren in der Unterhaltungsindustrie (Zirkusse sind ein Beispiel) einsetzen?

- Werden Sie nicht um "WAchstum", "Arbeitsplätzen" etc. Tierschutz und Umwelt aufs Spiel setzen?

Ich bi gespannt auf Ihre Antwort.

F. Gerhardt

Antwort von
ÖDP

Sehr geehrte Frau Gerhardt,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gerne Stellung nehmen möchte.

Die ÖDP bekennt sich zu einem konsequenten Tierschutz, wobei hier insgesamt gesehen keine Monokausalität zu verfolgen ist, sondern mehrere Politikbereiche in einander greifen.

Die ÖDP setzt sich hier zunächst für eine Regionalisierung der landwirtschaftlichen Erzeugung ein. D.h. landwirtschaftliche Erzeugnisse sollten aus der Region stammen und nicht von Mecklenburg nach Südbaden transportiert werden, selbst wenn es "Bio"-Produkte sind. Unter diesem Aspekt werden Bioprodukte zur Farce.

Das zweite ist, dass wir v.a. auch hier in Südbaden, ähnlich wie es in Österreich der Fall ist, die Förderung der Landwirtschaft einher läuft mit einem Landschaftsschutz. Dies bedingt zudem ein rigoroses Veto gegen die Massentierhaltung.

Wir sind zudem dafür, dass dem Menschen gesunde Nahrung angeboten wird. Der Perversion, die heutzutage, etwa auch in der Massentierhaltung niedersächsischer Geflügelfarmen, zu beobachten ist, kann nur begegenet werden, durch eine Umkehr in den Ernährungsgewohnheiten.

Und auch bei dem Thema Alternativen gegenüber Tierversuchen anzuwenden, denke ich, gehen ich mit Ihnen konform.

Bei den weiteren Punkten, die Sie angesprochen haben, möchte ich, was etwa das Verbandsklagerrecht im Tierschutz angeht oder ein tierschutzgerechtes "Management" von Stadttauben, was ich inhaltlich nich recht fassen kann, ehrlicherweise eingestehen, dass ich hier, aufgrund meiner Unkenntnis in vielen Punkten, mit Ihrem Anspruch nicht mithalten kann, da der Tierschutz nicht mein Schwerpunktthema ist. Es gibt in der ÖDP Freiburg Parteifreunde, die dieses Thema, etwa beim neulich stattgefundenen Kirchentag für Mensch und Tier, weiter tragen und auch um einiges rigoroser einfordern und vor denen ich auch großen Respekt habe.

In dem von Ihnen zuletzt angesprochenen Punkt gehen wir aber wieder hochgradig konform, nämlich dass die kritiklose und ungerechtfertigte Überhöhung der ideologischen Begriffe wie "Wachstum" und "Arbeitsplätze" gegenüber dem Tierschutz und der Umwelt nicht hinnehmbar ist, da wir uns sonst unserer, und damit meine ich von Mensch und Tier, Lebensgrundlagen berauben.

Mit besten Grüßen

Stephan Heider