Frage an Sönke Rix von Treuneq Ergu bezüglich Gesundheit

26. September 2012 - 13:29

Sehr geehrter Herr Rix,

in der nachfolgenden Sendung kommentierte ein Schülerin Auslandseinsätze der Bundeswehr: "Gefahrensituationen sind was Interessantes".

Bedingt einsatzbereit: Bundeswehr gehen die Soldaten aus (http://www.youtube.com/watch?v=pDAYma7z_tw . Hochgeladen von der ARD)
Die Wehrpflicht ist ausgesetzt, aber die Armee braucht Soldaten: 12.000 Freiwillige pro Jahr. (Panorama)

Es wurde deutlich: In der Bundeswehrwerbung werden gesundheitliche Gefahren weitgehend ausgeblendet.

Sollte sich hier die SPD schützend vor junge Menschen stellen und mit einem bundesweiten Informationsblatt auf die Gefahren hinweisen?

Die Verteilung dürfte m. E. wegen der zu erwartenden Unterstützung aus der Friedensbewegung kein Problem sein.

Was werden Sie tun?

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Reth

Frage von Treuneq Ergu
Antwort von Sönke Rix
04. Dezember 2012 - 13:45
Zeit bis zur Antwort: 2 Monate 1 Woche

Sehr geehrter Herr Reth,

vielen Dank für Ihre Email vom 25. September 2012. Zurecht bemängeln Sie das katastrophale Werbemanagement der Bundeswehr. Der Soldatenberuf wird als großes Abenteuer dargestellt, ohne auf die hohe Verantwortung, die mit diesem Beruf verbunden ist, hinzuweisen. Auch die damit verbundenen Gefahren für Leib und Leben werden weitgehend ausgeblendet. Die SPD-Abgeordneten im Verteidigungsausschuss haben sich massiv dafür eingesetzt, dass das gesamte Werbekonzept der Bundeswehr dringend überarbeitet und der Soldatenberuf so dargestellt wird, wie er tatsächlich ist. Dies hat dazu geführt, dass einige Werbespots von dem Bundesministerium der Verteidigung aus dem Internet genommen wurden. Ich glaube, dass der Verteidigungsausschuss der richtige Ort ist, um dies zu beraten. Von einem bundesweiten Informationsblatt der SPD, dass auf die Gefahren, die der Soldatenberuf beinhaltet, hinweist, halte ich nichts. Wir nehmen hier lieber die Bundesregierung in die Pflicht, dass sie ihrer Verantwortung bei der Nachwuchsgewinnung für die Streitkräfte gerecht wird.

Mit freundlichen Grüßen
Sönke Rix