Frage an Rüdiger Kruse von Owbrea Jnvory bezüglich Arbeit

05. Februar 2008 - 13:00

Hallo Herr Kruse,

mich wuerde interessieren, mit welchen Massnahmen Ihre Partei in Hamburg vorhat, die Anzahl der Hartz 4 Empfaenger mittelfristig zu senken, indem diese leichter eine Beschaeftigung in der Privatwirtschaft finden.

Mit freundlichen Gruessen
Bjoern Waibel

Frage von Owbrea Jnvory
Antwort von Rüdiger Kruse
06. Februar 2008 - 10:47
Zeit bis zur Antwort: 21 Stunden 47 Minuten

Sehr geehrter Herr Waibel,

arbeitsmarktpolitisches Leitziel der CDU-Fraktion und des Senats ist sowohl die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze als auch die Integration Arbeitsloser in Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt in Hamburg. Wir freuen uns sehr darüber, dass unsere arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen zu erheblichen Erfolgen führen: Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Erwerbslosen um knapp 15 Prozent zurückgegangen. Im Januar 2008 waren 77.211 Hamburger arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote sank von 10,3 auf 8,7 Prozent. Der Rückgang von 30,9 Prozent bei der Anzahl der Langzeitarbeitslosen innerhalb des letzten Jahres zeigt uns, dass unsere arbeitsmarktpolitischen Instrumente auch bei den "schwer vermittelbaren " Gruppen greifen.

Gleichzeitig entstehen in Hamburg immer mehr neue Arbeitsplätze. Im November 2007 nahm die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze im Vergleich zum Vorjahresmonat um 22.017 oder 2,9 Prozent zu. Damit hat Hamburg bundesweit den höchsten Zuwachs zu verzeichnen.

Im Fokus unserer Arbeitsmarktpolitik stehen Langzeitarbeitslose ohne Berufs- oder Schulabschluss. Für diese hat der Senat eine Reihe spezieller Maßnahmen und Instrumente geschaffen, um die Integration in den ersten Arbeitsmarkt zu fördern. Als besonders bundesweit besonders erfolgreich hat sich das "Hamburger Modell" erwiesen, mit dem gezielt Arbeitsplätze im Bereich niedrig qualifizierter Tätigkeiten gefördert werden. Durch Zuschüsse in Höhe von jeweils 250 Euro an Arbeitgeber und Arbeitnehmer werden die Lohnkosten gesenkt und der Nettolohn erhöht, so dass auch für einfache Tätigkeiten Lohnarbeit wieder attraktiv wird. Durchschnittlich werden über 4.000 Arbeitsplätze in Hamburg über das Programm gefördert.

Diese erfolgreiche Politik wollen wir auch die nächsten vier Jahre gern fortsetzen.

Beste Grüsse

Rüdiger Kruse