Richard Pitterle
DIE LINKE
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Frage von Uryzhg Svaxr an Richard Pitterle bezüglich Soziales

# Soziales 15. Feb. 2016 - 09:27

Seit Jahren fahren die Autohersteller im Böblinger Kreis Jahr für Jahr Rekordgewinne ein. Es werden jedes Jahr große Boni an die Belegschaft verteilt.
Aber auch Jahr für Jahr werden mehr und mehr Mitarbeiter als Leiharbeiter über Dienstleister eingestellt. Es gibt Gerüchte, dass teilweise weit mehr als 50% der Belegschaft über Leiharbeiter gestellt werden. Weiterhin gibt es Gerüchte, dass die großen Hersteller zwar Stellenangebote ausschreiben, diese aber sowieso nie besetzt werden, nur um den Schein zu wahren man suche Mitarbeiter. Die Nachfrage nach Mitarbeitern ist groß. Das beweisen die vielen ANÜ und Werkverträge.
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit gibt es keineswegs! Niemals würde ein Ingenieur bei Porsche oder Daimler für ca. 19 Euro brutto die Stunde arbeiten (IGZ Tarifvertrag). Zudem gibt es keine bezahlten Überstunden und anstatt 35 h/Woche nur 40h oder mehr. Von Boni ganz zu schweigen.

Ist es nicht an der Zeit, dass mehr Mitarbeiter fest angestellt werden und auch von dem Gewinn profitieren, den sie mit erwirtschaften? Müssen die großen Betriebe hier nicht mehr Verantwortung übernehmen?
Was gedenken Sie gegen diese Situation zu tun?

Von: Uryzhg Svaxr

Antwort von Richard Pitterle (LINKE) 25. Feb. 2016 - 13:57
Dauer bis zur Antwort: 1 Woche 3 Tage

Sehr geehrter Herr Finke,

vielen Dank für Ihre Anfrage, mit der Sie eines der derzeit drängendsten Probleme der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik beschreiben !

Meine Fraktion, DIE LINKE. im Bundestag, und ich setzen uns bereits seit vielen Jahren für ein Einschreiten des Gesetzgebers gegen diese Praxis ein !

Erst im Sommer des letzten Jahres haben wir mit dem Antrag "Leiharbeit und Werkverträge eingrenzen und umfassend regulieren" (Bundestagsdrucksache 18/4839) auf diese Problemlage - erneut - aufmerksam gemacht und konkrete Forderungen an die Bundesregierung zur Lösung erhoben.

Unter http://www.linksfraktion.de/themen/werkvertraege/ finden Sie weiterführende Informationen zu unsere bisherigen Initiativen.

Mit freundlichen Grüßen

Richard Pitterle