Richard Pitterle
DIE LINKE
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Frage von Bozena Kaehne an Richard Pitterle bezüglich Finanzen

# Finanzen 21Mär2012

Sehr geehrter Herr Pitterle,

sicherlich ist "finanztechnischer Krieg" eine überspitzte Formulierung.
Die Auswirkungen auf unsere griechischen EU-Mitbürger sind unmöglich.
Die Verantwortlichen der Finanzkrise machen munter weiter und was wird politisch unternommen?
Wie werden die arbeitsamen fleißigen Menschen in der EU vor diesen Spekulanten geschützt?
Warum will sich keiner äußern ? Wir werden die Zeche bezahlen wie unsere Griechen.
mfg

Von: Bozena Kaehne

Antwort von Richard Pitterle (LINKE)

Sehr geehrte Frau Kaehne,

vielen Dank für die Präzisierung Ihrer Frage. Jetzt ist es mir möglich, zu antworten. Ich finde es falsch, dass die Rentnerinnen und Rentner, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Griechenland die Lasten der Versäumnisse ihrer Regierungen zu tragen haben. Eines der Versäumnisse war, dass die Vermögenden des Landes nicht entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit besteuert wurden, keine effektive Steuerverwaltung aufgebaut wurde. Die aufgezwungenen Sozial- und Lohnkürzungen schwächen die Binnennachfrage und stürzen viele Menschen in Armut. Wir sind dafür, mit einer Art Marschallhilfe das Wachstum in Griechenland zu stärken. Denn nur die Stärkung der Binnennachfrage bringt auch dem Staat Einnahmen und damit die Möglichkeit der Schuldenreduzierung.
Mit freundlichen Grüßen

Richard Pitterle