Ralph Lenkert
DIE LINKE
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Frage von Vfbyqr Onqra an Ralph Lenkert bezüglich Arbeit

# Arbeit 09. Feb. 2012 - 12:13

Sehr geehrter Herr Lenkert,

wie viele dauerhafte Arbeitsplätze konnten Sie, durch Ihre Tätigkeit im Bundestag, in der Region Gera schaffen?
Werden Sie diese Zahl bis zur nächsten Bundestagswahl noch steigern?

Vielen Dank

Hochachtungsvoll Ihre Isolde

Von: Vfbyqr Onqra

Antwort von Ralph Lenkert (LINKE) 21. Feb. 2012 - 11:10
Dauer bis zur Antwort: 1 Woche 4 Tage

Sehr geehrte Frau Baden,

vielen Dank für Ihre Fragen. Manche Politiker schmücken sich gern mit fremden Federn, frei nach dem Motto "Der Erfolg hat viele Fehler".
Der Bundestag ist für die gesetzlichen Rahmenbedingungen zuständig. Als Abgeordneter der Opposition habe ich auf die Rahmenbedingungen nur geringen Einfluss. Natürlich unterbreite ich Vorschläge offiziell oder in persönlichen Gesprächen, damit die Rahmenbedingungen für Gera besser werden und damit a) die Stadtverwaltung, b) gemeinnützige Organisationen und c) Unternehmen Arbeitsplätze in Gera schaffen.
Ein Beispiel: Als Mitinitiator und Sprecher des Volksbegehrens "Für eine bessere Familienpolitik" habe ich sicher einen kleinen Anteil am neuen Kita-Gesetz. Aber entscheidend für die Durchsetzung dieses Gesetzes waren die Eltern und die Erzieherinnen und Erzieher, die dieses Gesetz mit Ihrem Engagement erzwangen.
Wer kann sich also die ca. 60 neuen Stellen, die auf Grund der neuen Personalschlüssel in Gera entstanden, für sich reklamieren? Es wäre unehrlich, wenn ich das machen würde.

Als Bundestagsabgeordneter habe ich im Wahlkreis, in Gera keine faktische Macht. Diese liegt bei der Kommune und deren Vertretern. Den Rahmen kann ich jedoch beeinflussen. Als Abgeordneter der Linken kann ich in Gera und im Bundestag aber nur mit der Macht der Ideen, der Logik und des Wortes Überzeugungsarbeit leisten.

Für Gera engagiere ich mich im Bahnbündnis, eine bessere Verkehrsanbindung ist ein Teil des Rahmens, den Firmen brauchen, um sich in Gera anzusiedeln, oder sich zu erweitern.

In Jena werbe ich bei Studenten, im Falle der vergeblichen Suche nach einer Wohnung nach Gera zu ziehen und nicht in einen anderen Studienort zu wechseln. Mehr Einwohner bedeutet mehr Geld für die Stadt Gera und damit könnte Gera Arbeitsplätze schaffen.

Ich habe eine Kooperation zwischen dem Kulturbereich der Stadt Gera und dem Eigenbetrieb jenakultur angeregt, damit beide einen gemeinsamen Veranstaltungskalender herausbringen. Im Sommer ist es hoffentlich so weit. Dies könnte den Kulturschaffenden in beiden Städten mehr Gäste und damit eventuell neue Arbeitsplätze bringen.

Leider kann ich Ihnen aus den genannten Gründen keine Zahl der von mir geschaffenen und zu schaffenden Arbeitsplätze nennen. Ich versichere Ihnen jedoch, dass ich meine ganze Kraft einsetze und einsetzen werde, um die Entstehung von Arbeitsplätzen in Gera zu unterstützen.

Mit freundlichen Grüßen

Ralph Lenkert