Rainer Arnold
SPD
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Frage von Treuneq Ergu an Rainer Arnold bezüglich Gesundheit

# Gesundheit 13. Mai. 2013 - 18:36

Sehr geehrter Herr Arnold,

Zu
Experte kritisiert Bundeswehr-Werbung: „Gefahr kommt nur abstrakt ...
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17.01.2013 – Experte kritisiert Bundeswehr-Werbung: „Gefahr kommt nur abstrakt vor“ ... Medienforscher Friedemann Vogel hat die Jugend-Website der ...

Auszug:

Glauben Sie, dass Jugendliche das durchschauen?

Vogel: Die Wirkung haben wir nicht untersucht. Ich vermute allerdings, dass vor allem die Jugendlichen auf diese Emotionen ansprechen, bei denen nicht gerade jeden Abend am Küchentisch über den Afghanistan-Einsatz diskutiert wird. Wer auf der Suche nach einer Lebensperspektive ist, lässt sich wohl schneller auf die Botschaft der Bundeswehr ein: „Bei uns kannst du immer was werden.“

Wie hat die Bundeswehr auf Ihre Studie reagiert?

Vogel: Soweit ich das sehe, wird weitergemacht wie bisher. Ein Presseoffizier hat lediglich erklärt, man könne den Jugendlichen doch keine realen Bilder aus Einsätzen zumuten. Das sagt im Grunde schon alles.

Welche Alternative sehen Sie?

Vogel: Wir sollten zunächst einmal diskutieren, ob die Bundeswehr überhaupt werben sollte. Und selbst wenn, dann sollte sie mit dieser Frage von der Öffentlichkeit nicht alleine gelassen werden. Ich möchte jedenfalls nicht, dass unsere „Zukunft im Visier“ der Bundeswehr ist.

Was wird die SPD-Fraktion im Falle einer Regierungsübernahme tun, um diese menschenfeindliche Werbung zu beenden?

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Reth

Von: Treuneq Ergu

Antwort von Rainer Arnold (SPD) 27. Mai. 2013 - 12:07
Dauer bis zur Antwort: 1 Woche 6 Tage

Sehr geehrter Herr Reth,

vielen Dank für Ihre erneute Nachfrage und den Hinweis auf das Interview von Herrn Vogel in der Westdeutschen Zeitung. Ich teile Ihre Empörung über die Kampagne der Bundeswehr zur Nachwuchsgewinnung in der Bravo - wir standen dazu ja bereits im September 2012 in Kontakt. Im Ausschuss wurde diese Kampagne ebenfalls kontrovers diskutiert. Sollte die SPD nach der Bundestagswahl im September in Regierungsverantwortung kommen, werden wir natürlich eine solche Art der Nachwuchswerbung nicht mehr fortsetzen. Den jungen Menschen muss ein realistisches Bild der Bundeswehr und ihrer Aufgaben vermittelt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Rainer Arnold