Frage von Oneonen Ertyvat an bezüglich Landwirtschaft

# Landwirtschaft 28. März. 2012 - 16:51

Sehr geehrte Frau Strehlau,

Schleswig-Holstein ist das Bundesland, in dem die biologische Landwirtschaft den geringsten Anteil hat.
Ist es das Ziel Ihrer Partei das zu ändern und wenn ja mit welchen Mitteln?

Mit freundlichen Grüßen

Barbara Regling

Von: Oneonen Ertyvat

Antwort von Ines Strehlau (DIE GRÜNEN)

Es war ein großer Fehler von CDU und FDP die Beibehaltungsförderung für die ökologische Landwirtschaft auf null zu setzen. Diese Fehlentscheidung wollen wir korrigieren und die Förderung wieder zahlen. Das ist das richtige Signal für diese Unternehmen. Der Ökolandbau ist Leitbild einer nachhaltigen Landbewirtschaftung. Er ist die erfolgreichste Agrarumweltmassnahme. Wir wollen zugleich eine ganze Reihe weiterer Maßnahmen in Verarbeitung und Vermarktung auf den Weg bringen. Für eine bessere Verknüpfung von Praxis, Forschung und Beratung denken wir an eine Vernetzung über ein Ökolandbaukompetenzzentrum.
Für uns hängen umweltschonende Landwirtschaft, Klima und-Umweltschutz sowie ländliche Wirtschaftsentwicklung und Beschäftigung unbedingt zusammen. Deshalb wollen wir auch EU-Mittel in der neuen Förderperiode ab 2014 so einsetzen, dass bäuerliche und ökologische Strukturen in der Landwirtschaft im Wettbewerb nicht mehr benachteiligt sind. Dazu gehört auch die Vermaisung der Landschaft eindämmen, um die Artenvielfalt zu erhöhen. Es war richtig, Biogas als Teil der regenerativen Energien zu entwickeln, aber es darf nicht lukrativer sein, Pflanzen für die Biogasanlage anzubauen, als für die Nahrungserzeugung. Da müssen wir durch eine Umstrukturierung des EEG (Erneuerbaren Energien Gesetzes) gegensteuern, unter anderem indem wir auch kleine Biogasanlagen und solche, die mit Reststoffen wie Gülle und Grünschnitt betrieben werden, eine Entwicklungsperspektive geben.