Dr. Matthias Zimmer
CDU
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Frage von Enys Fbzzreynq an Dr. Matthias Zimmer bezüglich Wirtschaft

# Wirtschaft 03. Aug. 2009 - 14:41

Nachdem Sie als Direktkandat Ihrer Partei für den Wahlkreis zur Verfügung stehen, und mir insbesondere die wirtschaftliche Entwicklung und Zukunft des Wahlkreises Sorge bereitet stelle ich die Frage, welche Impulse die Wirtschaftspolitik Ihrer Partei und Sie selbst dem Wahlkreis geben wollen. Besten Dank für Ihre Antwort.
Ich bitte hierbei nicht ausser Acht zu lassen, dass Grossunternehmen die Stadt mittlerweile verlassen - ein Resultat kommunaler Hochsteuerpolitik und fehlender Perspektiven.

Von: Enys Fbzzreynq

Antwort von Matthias Zimmer (CDU)

Sehr geehrter Herr Sommerlad,

die von Ihnen angesprochene Entwicklung habe ich ja selbst als Mitarbeiter der Stabsstelle Wirtschaft in der Stadt Frankfurt verfolgt. Ich teile Ihre pessimistische Prognose allerdings nicht. Den Firmen, die abwandern, stehen auch immer wieder Neuansiedlungen gegenüber. Die Gründe für das eine wie das andere sind vielfältig. Von der Deutschen Börse einmal abgesehen kenne ich keine Firma, die ausschließlich wegen der Gewerbesteuer Frankfurt verlässt. Es ist immer ein Strauß von Gründen -- so wie auch viele Firmen nach Frankfurt kommen weil sie die (mit der Gewerbesteuer finanzierte) exzellente Infrastruktur zu schätzen wissen.

Auf der bundespolitischen Ebene sehe ich für die wirtschaftliche Entwicklung Frankfurts vor allem zwei Ansatzpunkte. Zum einen die Förderung von Hochtechnologie -- mit all den Möglichkeiten, die sich dadurch etwa im Industriepark bieten. Zweitens die Stärkung des Finanzplatzes durch vernünftige, transparente und belastbare Regeln. Nach wie vor sind Banken und Versicherungen der zentrale Dienstleistungszweig in Frankfurt. Vielleicht liegt in der Krise eine Chance, gegenüber dem Finanzplatz London ein wenig Boden gut zu machen.

All das hilft aber wenig, wenn nicht das zentrale Infrastrukturprojekt, der Ausbau des Frankfurter Flughafens, voran kommt. Das ist ein Jobmotor für Frankfurt und die Region, und er sichert unsere Wettbewerbsfähigkeit als Standort. Schließlich, und das liegt ein wenig außerhalb des Frankfurter Einflusses, müssen wir gesamtwirtschaftlich die Grundlagen für einen neuen Aufschwung befestigen. Unter Angela Merkel haben wir dies bis zur Krise ja schon einmal vorexerziert -- wenn auch, durch die Koalition mit der SPD, quasi mit angezogener Handbremse. Ich erhoffe mir von der Wahl eine klare bürgerliche Mehrheit, mit der wir schnell wieder auf dem Weg zu stabilen Wachstumsraten sein werden.

Mit freundlichen Grüßen,

Matthias Zimmer

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