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Frage von Sryvk Fgnengfpurx an Prof. Dr. Klaus Buchner bezüglich Umwelt

# Umwelt 31. Okt. 2018 - 11:42

Ser geehrter Herr Dr. Buchner!

Da Sie sich mit Mobilfunkfolgen befassen eine Frage:
Liegt der Insektenschwund in den Siedlungen wirklich nur an Pestiziden, wie es so manche Internetpetition behauptet?

Pestizide gibt es doch schon lange und wir hatten trotzdem noch einige Schmetterlinge wie Fuchs, Admiral, Tagpfauenauge, Zitronenfalter und Kohlweißling. Aber in unseren giftfreien Garten ist dieses Jahr fast nichts zu sehen. Aber wenn ich mal nachsehe, wieviele WLAN den Garten bestrahlen, dann sehe ich etwas, das sich verändert hat und immer mehr zunimmt. Kann das eine Ursache sein?

Was streben Sie an, um Mobilfunkgefahren abzubauen und wer leistet Ihnen dabei Widerstand?

Wenn es diese Gefahren gibt, warum erfährt man dazu nichts in den Medien?

Wie stehen die anderen Parteien zu diesen Thema, haben Sie da im EU-Parlament Verbündete oder Gegner?

Mit bestem Gruß, Sryvk Fgnengfpurx

Von: Sryvk Fgnengfpurx

Antwort von Klaus Buchner (ÖDP) 28. Nov. 2018 - 11:59
Dauer bis zur Antwort: 4 Wochen 17 Minuten

Sehr geehrter Herr Fgnengfpurx,
vielen Dank für Ihre Frage, die vermutlich nicht nur Sie bewegt. – Der Insektenschwund hängt zweifellos auch mit dem Einsatz von Pestiziden zusammen. Aber wir beobachten ihn sogar in Gegenden, in denen mit Sicherheit keine Pestizide eingesetzt werden, z.B. in großen Wäldern und in Naturschutzgebieten. Sie sind zum Teil so groß, dass die Insekten dort einen weitgehend pestizidfreien Lebensraum haben. Deshalb können Pestizide nicht der einzige Grund für deren Verschwinden sein. Es gibt nur eine mögliche Ursache, die praktisch überall vorhanden ist, und das sind die Funkstrahlen. Dies wird sich mit dem Aufbau von 5G („Mobilfunk der Dinge“) noch weiter verschlechtern, weil dabei auch Strahlen benutzt werden, für deren Wellenlänge Beine, Flügel und andere Körperteile der Insekten als Antennen wirken. Das bedeutet, dass diese Tiere noch mehr geschädigt werden als durch die heutige Funkstrahlung.

Auf diese Probleme mache ich seit Jahren aufmerksam und versuche auch, mit den zuständigen Behörden in Kontakt zu kommen, die aber wenig Interesse zeigen.

Außer der ÖDP kenne ich keine Partei, die sich – von einzelnen Aktionen abgesehen – für eine Verringerung der Funkbelastung einsetzt, die technisch möglich wäre und im Ausland an vielen Orten bereits verwirklicht wurde. Dabei werde ich leider nur von zwei oder drei Abgeordneten anderer Parteien aus anderen EU-Ländern unterstützt.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr. Klaus Buchner