Prof. Dr. Johannes Heinrichs
HUMANWIRTSCHAFTSPARTEI
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Frage von Unhxr Fpuzvqg an Prof. Dr. Johannes Heinrichs bezüglich Arbeit

# Arbeit 16. Sep. 2006 - 21:11

Sehr geehrter Herr Heinrichs,

leider war meine letzte Nachricht zu lang und wurde "abgeschnitten", mir ist es aber ein Anliegen, Ihnen noch die fehlenden Zeilen zu schicken:

Ich sehe etwas die Gefahr, dass Sie nicht die JETZIGE Situation der Menschen sehen, sondern Ihre sehr positive Idee und deren Verwirklichung im Auge haben, aber dem Jetzt muss man sich eben auch stellen. Schon heute werden so viele Sozialleistungen gezahlt, dass jeder Bürger ca. 700-800 Euro als Grundeinkommen erhalten könnte. Warum also kein Grundeinkommen einführen, das für Millionen von Menschen eine Milderung der Existenzangst bedeuten würde und die Gedanken frei macht, um sich mit anderen Dingen beschäftigen zu können – auch mit den Ideen der Humanwirtschaft.

Mich würde interessiern, ob Sie beim Thema Grundeinkommen vor diesem Hintergrund nicht doch kompromissbereit wären und den vielen Menschen diese mögliche Erleichterung verschaffen würden.

Mit freundlichem Gruß,
Hauke Schmidt.

Von: Unhxr Fpuzvqg

Antwort von Johannes Heinrichs (HUM...) 16. Sep. 2006 - 22:25

Sehr geehrte Frau Schmidt,
vielen Dank für die sinnvolle Zusatzfrage. Kompromissbereit wäre ich auf jeden Fall, und ich sehe durchaus die positiven Seiten der Grundeinkommensregelung. Allerdings würde ich auch für das Jetzt eine radikale Arbeitszeitverkürzung und damit Arbeitsplatzverteilung vorziehen. (Darin Übereinstimmung mit Lafontaine.) Warum sind die neoliberalen Wirtschaftskreise dagegen? Der Mensch stört offenbar im Prozess der Kapitalverwertung. Beide Wege sind jedenfalls besser als die unwürdige Hartz IV-Abhängigkeit. Die Frage ist zunächst: Was ließe sich besser durchsetzen? Jedenfalls lieber schon mal ein beträchtlicher Spatz in der Hand, wenn die Taube ohnehin nicht wegfliegt. Soweit einverstanden!
Nochmals schöne Grüße!
Johannes Heinrichs