Ole Thorben Buschhüter
SPD
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Frage von Oebgg Rin an Ole Thorben Buschhüter bezüglich Familie und Generationen

# Familie und Generationen 13. Feb. 2008 - 08:23

Hallo Herr Buschhüter.

ich wohne auf der Rahlstedter Höhe. Vor einiger Zeit wurde hier ein völlig unsinniges Kunstwerk errichtet, für mehr Spielgeräte für Kinder ist aber offenbar kein Geld vorhanden.
Den Bolzplatz für Jugendliche, obwohl schon so lange versprochen (auch von Ihnen), gibt es bis heute nicht.
Wie lange soll das noch so gehen?

Mit freundlichen Grüssen

Von: Oebgg Rin

Antwort von Ole Thorben Buschhüter (SPD)

Sehr geehrte Frau Brott,

vielen Dank für Ihre Frage. Die SPD kämpft seit nunmehr sechs Jahren dafür, dass für die Kinder und Jugendlichen der Rahlstedter Höhe ein Bolzplatz gebaut wird. Auf unsere Initiative hin hatte die Bezirksversammlung im März 2002 einen entsprechenden Beschluss gefasst. Doch leider hatten wir die Rechnung ohne die Behörden der Stadt gemacht, die sich in dieser Frage alles andere als zuverlässige Partner erwiesen haben. Zunächst konnten sie sich nicht einigen, welche von ihnen für das städtische Grundstück, auf dem der Bolzplatz gebaut werden soll, zuständig ist. Im September 2005 gelang es immerhin, im Jugendhilfeetat des Bezirks Wandsbek 60.000 Euro für den Bau des Bolzplatzes zu reservieren. Alle dachten, jetzt geht es los. Doch nun musste erst einmal das Grundstück von einer Behörde an eine andere verkauft werden. Im November 2006 wechselte es dann für 293.000 Euro (!) von der Finanzbehörde an die Sozialbehörde. Zuvor waren mehrere Versuche gescheitert, das Geld für dieses Grundstücksgeschäft zusammen zu bekommen. Absurd, denn es handelt sich ja nur um ein "Linke Tasche, rechte Tasche"-Spiel. Doch wer dachte, nun könne mit dem Bau begonnen werden, wurde vom Bezirksamt enttäuscht. Mehrmals nannte es Termine für einen Baubeginn, die es nicht einhielt. Begründungen: Bei der Erstellung eines Lärmgutachtens war vergessen worden, dass auf dem Bolzplatz auch eine Skateanlage entstehen soll, dann erkrankte der Lärmgutachter, später hieß es, das Bezirksamt habe vordringlichere Aufgaben. Letzte Ansage im November 2007: Mit dem Bau des Bolzplatzes soll im Frühjahr 2008 begonnen werden. Glauben dürfen wir dies aber wohl erst, wenn wirklich die Bagger rollen. Das vom Senat proklamierte "kinderfreundliche Hamburg" hat sich in diesem Fall als wertloses Lippenbekenntnis erwiesen. Es ist Zeit, dass sich dies ändert! Ich werde weiterhin dafür kämpfen, dass der Bolzplatz Realität wird. Die Bauarbeiten müssen nun tatsächlich wie angekündigt im Frühjahr beginnen. Eine abermalige Verschiebung dieses Termins wäre nicht akzeptabel.

Heute Abend hat die Bezirksversammlung übrigens 40.000 Euro für die Beschaffung zusätzlicher Spielgeräte für die zentrale Grünanlage der Rahlstedter Höhe beschlossen. Hoffen wir, dass das Bezirksamt wenigstens in diesem Fall Familienfreundlichkeit beweist und die Spielgeräte tatsächlich zügig beschafft und aufstellt. Für die Rahlstedter Höhe, wo so viele junge Familien mit ihren Kindern wohnen, wäre dies ein großer Gewinn.

Mit freundlichen Grüßen
Ole Buschhüter

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