Frage an Ole Schröder von Xney Fpuarvqre bezüglich Arbeit

15. September 2005 - 10:02

Sehr geehrter Herr Schröder,

ich bin 55 Jahre alt, seit meinem 15. Lebensjahr habe ich gearbeitet. Jetzt bin ich arbeitslos demnächst Harz IV. Dann muss ich meine private Rentenversicherung kündigen, meine Eigentumswohnung verkaufen wo ist denn da die Gerechtigkeit ?

Ich habe in den letzten Jahren in Nürnberg und in Paderborn gearbeitet. D.h. ich bin mobil

wie soll das alles weitergehen für die Rente bin ich noch zu jung.

Mit freundlichen Grüßen

Karl Schneider

Frage von Xney Fpuarvqre
Antwort von Ole Schröder
16. September 2005 - 12:23
Zeit bis zur Antwort: 1 Tag 2 Stunden

Sehr geehrter Herr Schneider,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ich stimme mit Ihnen überein, dass es nicht gerechtfertigt ist, dass derjenige, der lange gearbeitet und Beiträge gezahlt hat, nach 12 bis 18 Monaten genauso behandelt wird wie jemand, der nie Beiträge gezahlt hat. Deswegen trete ich dafür ein, dass sich die Bezugsdauer des Arbeitslosengelds an der Vorversicherungszeit orientiert und nicht wie unter Rot-Grün nur am Alter. Unter einer unionsgeführten Bundesregierung wird es für Menschen wie Sie, die über 40 Jahre lang gearbeitet und Beiträge gezahlt haben, eine von 18 auf 24 Monate erhöhte Bezugsdauer geben. Um das Problem der Arbeitslosigkeit bei der Wurzel zu packen, muss die Arbeitsmarktlage dringend verbessert werden. Darum setze ich mich für eine Flexibilisierung des Arbeitsmarkts, eine Senkung der Lohnnebenkosten und einen Abbau von Bürokratie ein, damit besonders die kleinen Unternehmen entlastet werden und wieder mehr Arbeiter einstellen können. Die Union wird Arbeitslosen neue Chancen auf Arbeit durch einen flexiblen Kündigungsschutz eröffnen. Wer Arbeit sucht, soll neue Chancen bekommen: Für Neueinstellungen wird das Kündigungsschutzgesetz in Betrieben bis zu 20 Beschäftigten ausgesetzt, in anderen Betrieben wird er für Neueinstellungen erst nach zwei Jahren wirksam. Bei Abschluss des Arbeitsvertrages kann gegen den Verzicht auf eine Kündigungsschutzklage eine Abfindung, deren Mindesthöhe gesetzlich festgelegt wird, vereinbart werden. Arbeitgeber erhalten somit vermehrt Anreize, neue Arbeitnehmer einzustellen.
Zur Verbesserung der Arbeitsmarktsituation brauchen wir insbesondere wieder ein kräftiges Wirtschaftswachstum in Deutschland. Dann haben Arbeitssuchende wieder eine Chance auf Beschäftigung. Es ist nicht hinzunehmen, dass qualifizierte Arbeitnehmer in Deutschland keine Hoffnung mehr auf einen Arbeitsplatz haben. Die Union wird daher alles dafür tun, in der nächsten Legislaturperiode die Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage zu verbessern.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Ole Schröder