Frage an Ole Schröder von Treuneq Eroubym bezüglich Gesundheit

14. September 2005 - 16:58

Ich gebe Ihnen gerne weitere Details - falls Sie mir nicht glauben möchten, dass sich die Krankenversicherung von 93,- Euro (derzeit mit mitversicherter Ehefrau - ich bin Rentner mit Durchschnittsrente von brutto 1.200,- Euro) auf 2 x 109,- = 218,- erhöht.
Zu bedenken ist dabei, dass ich von der 2% Merkelsteuer voll getroffen werde - da ich keine Steuern zahle und damit auch nichts von Freibeträgen oder ähnlichemn habe.
Dafür darf sich jeder Politiker auf etwa 4.000,- mehr Einkommen durch die Senkung des Spitzensteuersatzes freuen.
Ist das die soziale Komponente der CDU?

Frage von Treuneq Eroubym
Antwort von Ole Schröder
15. September 2005 - 16:05
Zeit bis zur Antwort: 23 Stunden 6 Minuten

Sehr geehrter Herr Rebholz,

mich freut es, dass Sie sich so intensiv mit unserer Politik auseinandersetzen.
Gerne beantworte ich Ihre Fragen.

Wenn Sie 1.200 € brutto Rente im Monat erhalten, müssen Sie und Ihre Frau lediglich 84 € als Beitrag zahlen. Dieser Betrag gilt für Sie beide zusammen. Grundsätzlich haben Sie Recht, dass jeder 109 € als Beitrag zahlt. Hinzu kommt jedoch, und das darf nicht übersehen werden, dass niemand mehr als 7 % seines Einkommens bezahlt. Wenn Ihre Frau keine Rente erhält, wie von Ihnen in einer vorigen Anfrage beschrieben, zählt Ihre Rente für Sie beide. 7 % von 1.200 € sind 84 €. Somit zahlen auch Sie weniger Beiträge als bisher.

Die Mehrwertsteuererhöhung umfasst nur die Güter, die von der ermäßigten Mehrwertsteuer ausgenommen und somit bisher mit 16% besteuert sind. Güter des täglichen Bedarfs, wie Lebensmittel und öffentlicher Nahverkehr, bleiben aus sozialen Gründen weiterhin mit 7 % besteuert. Mieten sind ganz mehrwertsteuerfrei.

Im Übrigen ist es keinesfalls so, dass die Politiker durch die Senkung des Spitzensteuersatzes 4.000 € netto mehr erhalten. Dies lässt sich auf Grund von Freibeträgen und den Möglichkeiten, Vieles abzusetzen, nicht konkret berechnen. Definitiv erhalten Politiker keine derart hohe Aufwandsentschädigung, dass dies zu einer solch hohen Steuerentlastung führen würde.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Ole Schröder