Norbert Geis
CSU
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Frage von Znexhf Zrlre an Norbert Geis bezüglich Kinder und Jugend

# Kinder und Jugend 26. Aug. 2013 - 22:24

Sehr geehrter Herr Geis,

gesetzt dem Fall, die von Ihnen angedachte (und in meinen Augen längst überfällige!) Pornographie-Sperre für das Internetz wird tatsächlich umgesetzt, ist es für sie denkbar, diese auch auf andere, nicht pornographische Inhalte auszuweiten? Als Vater von sechs Kindern und freiberuflicher Boxtrainer bin ich zutiefst erschüttert über die weit verbreitete Gewaltverherrlichung, Blasphemie und politisch radikale Propaganda, die sich auf Seiten wie "Youtube", "Facebook" und "Tumblr" mit nur einem Mausklick "genießen" lässt. Wäre es technisch und rechtlich möglich, die entsprechenden Seiten (möglichst in Gänze) zu sperren und die Strippenzieher im Hintergrund zur Rechenschaft zu ziehen? Es kann doch nicht sein, dass in einem christlich geprägten Rechtsstaat jeder - entschuldigen Sie meine Ausdrucksweise - "Dreck" ohne Kontrolle verfügbar gemacht wird? Wer schützt eigentlich unsere Kinder?

Mit freundlichen Grüßen
Markus Meyer

Von: Znexhf Zrlre

Antwort von Norbert Geis (CSU) 27. Aug. 2013 - 11:21
Dauer bis zur Antwort: 12 Stunden 56 Minuten

Sehr geehrter Herr Meyer,

haben Sie vielen herzlichen Dank für Ihre Nachricht. Ich bin der Überzeugung, dass wir den Jungendschutz an oberste Stelle setzen müssen. Insofern ist selbstverständlich auch immer zu prüfen inwiefern man bestimmten Inhalten Schranken für Kinder- und Jugendliche setzen muss, bzw. gegebenenfalls auch auf rechtliche Verbote zurückgreifen muss. Dies muss aber immer einer strengen Abwägung zwischen den freiheitlichen Interessen und dem Jugendschutz unterliegen. Eltern haben schon heute sehr gute Möglichkeiten Schranken einzurichten, mit denen Sie ihre Kinder vor gefährdenden Inhalten schützen können.

Mit freundlichen Grüßen

Norbert Geis MdB