Metin Hakverdi
SPD
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Frage von Qe. Oreaq Fgrva an Metin Hakverdi bezüglich Kultur und Medien

# Kultur und Medien 07. Feb. 2008 - 13:23

Sehr geehrter Herr Hakverdi,

Ich wohne und arbeite in Wilhelmsburg, Reiherstiegviertel und bin Vater eines 3jährigen Sohnes. Auf einer Busfahrt habe ich neben der Gesamtschule Wilhelmsburg, Perlstieg, eine Litfassäule mit einem furchtbaren Filmplakat entdeckt: Ein menschlicher Kopf ist unterhalb der Nase durchtrennt und liegt auf einer Fleischwaage. Text: "Sterben war gestern - SAW IV". (Das ist auch der Filmtitel.)
Meine Recherchen im Internet ergaben, dass dieser Film erst ab 18 J. zugelassen ist. (Kein Wunder!) Das Plakat hängt aber neben der Gesamtschule, neben dem kleinen Kiosk, der hauptsächlich von Schülern unter 18 besucht wird. Die Plazierung ist offensichtlich bewusst neben einer Schule geschehen, denn ich habe das Plakat nur dort entdeckt, nirgendwo sonst im Stadtteil.
Nach meiner Recherche zum Jugendschutzgesetz wäre wohl nur die öffentliche Werbung für jugendgefährdende TRÄGERmedien verboten, also die Werbung für die DVD des Films, nicht die für den Kinofilm. (Aber ich bin kein Jurist.)
Ich möchte Sie dringend bitten, etwas gegen dieses widerliche Plakat zu unternehmen. Gerade Kinder und Jugendliche, die wenig Gelegenheit haben, mit ihren Eltern über solche gewaltverherrlichenden Filme zu sprechen, werden wohl eher dem "Boaah! Echt krass!!!"-Faktor erliegen. Und das ist ja wohl offensichtlich beabsichtigt.
Dieses Plakat wirft aber auch viele Fragen auf: Wo sind die Aufsichtsbehörden? Wer genehmigt solche Plakatierungen und spricht gleichzeitig über die Notwendigkeit von Jugendschutz, die überhandnehmende Jugendgewalt etc.?

Bitte tun Sie etwas dagegen! Ich drücke Ihnen für den Wahltag die Daumen.

Mit freundlichen Grüßen
Bernd Stein
Arzt und Stadtteil-Cartoonist

Von: Qe. Oreaq Fgrva

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