Martin Buschmann
Tierschutzpartei
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Frage von Naqernf Fpuöaoretre an Martin Buschmann bezüglich Umwelt

# Umwelt 06. Okt. 2019 - 08:38

Sehr geehrter Herr Buschmann,
ich habe eine Frage zum Thema Klimaschutz.
Nach den mir vorliegenden Informationen ist Deutschland für lediglich ca. 2 % der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Andere Länder wie zum Beispiel Indien bauen neue Kohlekraftwerke in großer Zahl. Die große Mehrzahl der Staaten betreibt betreibt entweder überhaupt keine oder eine unzulängliche Klimaschutzpolitik.
In diesem Zusammenhang meine Fragen:
- Kann deutsche Klimaschutzpolitik angesichts dieser Sachlage überhaupt zu einer messbaren Verringerung der weltweiten CO2-Emissionen führen?
- Gibt es überhaupt eine realistische Chance auf eine Verhinderung der Klimakatastrophe? Falls ja: Woraus begründen Sie diese Hoffnung?
Es stimmt zwar, dass es in Deutschland eine wachsende Sensibilität für die Problematik gibt, aber erstens sieht es nicht so aus, als würde fridays for future in der Lage sein, in Deutschland eine wirksame Klimaschutzpolitik zu erzwingen (siehe Klimaschutzpaket der Bundesregierung) und zweitens spielt Deutschland wie gesagt im weltweiten Rahmen kaum eine Rolle und die meisten anderen Staaten unternehmen kaum etwas für den Klimaschutz bzw. verschlimmern die Situation sogar (siehe Indien).
Mit freundlichen Grüßen,
Naqernf Fpuöaoretre

Von: Naqernf Fpuöaoretre

Antwort von Martin Buschmann (Tierschutzpartei)

Sehr geehrter Herr Fpuöaoretre,

vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich Ihnen gerne beantworte:

Auch wenn Deutschland nur für 2% der CO2-Emission verantwortlich ist, ist es überaus wichtig, dass solch ein Land wie Deutschland mit gutem Beispiel voran geht und so zumindest seinen Anteil im Kampf um den Klimawandel beiträgt. Wir spielen eine zentrale Rolle innerhalb Europas und haben mMn somit die Verpflichtung, als Vorreiter und Vorbild voraus zu gehen.

Der Blick auf andere Länder mit weniger Standards und einer schlechten Klimabilanz, kann und darf niemals der Grund sein, um sich selbst zurückzulehnen und zu denken "wir können ja eh nichts tun!".

Wir müssen uns als der Stein verstehen, welcher- wenn er ins Wasser geworfen wird- immer größere und größere Kreise zieht, bis daraus eine Welle wird.

Mit der momentanen Regierung und der Regierungsform der GroKo war bzgl. dem Druck durch FFF tatsächlich kein großartiger Schritt hinsichtlich Klimapaket zu erwarten, zudem steht die FFF-Bewegung mit Greta Thunberg, trotz mittlerweile einjährigem bestehen noch am Anfang. Es geht gerade erst los und die Bürge*innen werden den Druck auf die regierenden Parteien weiter erhöhen.

Freundliche Grüße

Martin Buschmann

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