Maria Michalk
CDU
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Frage von Nyserq Uhore an Maria Michalk

21. Mai. 2016 - 17:34

Zitat "Derzeit gibt es keine wissenschaftlich haltbaren Hinweise auf eine Gefährlichkeit für den Menschen. So gehen alle für die Zulassung in der EU maßgeblichen Institutionen von einer Nicht-Schädlichkeit von Glyphosat für den Menschen aus. Daher sehe ich nach den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse keinen sachlichen Grund für ein Verbot, vorausgesetzt, die Anwendung findet entsprechend der engen Vorschriften nach nationalem Recht statt."

Quelle: Ihre Antwort hier bei Abgeordnetenwatch Frage zum Thema Neuzulassung von Glyphosat verhindern vom 16.05.2016 und dessen Antwort 20.05.2016

Sehr geehrte Frau Michalk,

zu welchem Salat greifen Sie lieber? Zum Salat der beim Anbau intensiv mit Glyphosat behandelt wurde oder zum Salat nach Bio Anbau ohne Pflanzenschutzmittel?

In folgendem Youtube Video behauptet ein Monsanto-Lobbyist: Glyphosat ist trinkbar und würde nicht schaden. Quelle: https://youtu.be/CYKE9xk7bWs

Stimmen Sie diesem Lobbyisten zu das man Glyphosat prima trinken könne und es nicht schadet? Würden Sie ein Glas mit Glyphosat trinken? Wenn nein, warum sollen es die Konsumenten ungewollt in den Nahrungsmitteln aufnehmen? z.B. im Bier Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/glyphosat-in-bier-pestizid-in-d...

Von: Nyserq Uhore

Antwort von Maria Michalk (CDU) 01. Juni. 2016 - 10:38

Sehr geehrter Herr Huber,

vielen Dank für Ihre Anmerkung.

Zu meiner Aussage in der von Ihnen kommentierten Antwort stehe ich. Beim Einsatz von Glyphosat und anderen Pflanzenschutzmitteln gelten für Deutschland sehr strenge Anwendungsbestimmungen und Grenzwerte für Rückstände, die in Lebensmitteln noch enthalten sein dürfen. Selbstverständlich sind Pflanzenschutzmittel so sparsam wie möglich anzuwenden und so auszubringen, dass sie für Mensch und Natur unbedenklich sind.

Zu Ihrem Beispiel des Nachweises von Glyphosat in Bier ist zu sagen, dass der Verein „Münchner Umweltinstitut“ am 25. Februar 2016 bekannt gab, Spuren von Glyphosat im Bier gefunden zu haben. Da es sich bei Glyphosat um ein seit 40 Jahren zugelassenes Pflanzenschutzmittel handelt, ist es nicht ungewöhnlich, dass Rückstände in Lebensmitteln gefunden werden können. Diese Rückstände sind aber nur in engen Grenzen zugelassen, bei denen absolut sichergestellt ist, dass kein gesundheitlicher Schaden entstehen kann.

Mit freundlichen Grüßen
Maria Michalk