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Frage von Gerd N. •

Frage an Maria Michalk von Gerd N. bezüglich Bildung und Erziehung

Darf ein Bürgermeister so entscheiden?
Da die Mittelschule in Königswartha im kommenden Schuljahr keine 5. Klasse hat, habe ich mein Kind in der Lohsaer MS angemeldet. Diese wird ab September umfassend saniert. In dieser Zeit (ca. 2 Jahre) findet der Unterricht ersatzweise in der MS Königswartha statt, was auch vom Gemeinderat befürwortet wurde. In der Absprache mit dem Landratsamt forderte Herr Bürgermeister Paschke jedoch, das die 5.Klassen nicht in Königswartha zur Schule gehen dürfen .Als Grund nannte er nach Aussage des Lohsaer Bürgermeisters, dass dann eventuell Schüler von der freien evangelischen MS zur staatlichen MS wechseln könnten. Bei dem heutigen Elternabend nannte uns die Schulleitung von Lohsa als Ersatzlösung die Einrichtung von 2 Klassenzimmern in der Grundschule von Großsärchen. Abgesehen von der aufwendigeren Logistik beim Schülertransport und dem Pendeln der Lehrer bin ich der Meinung, dass sich das Fehlen von Fachkabinetten und Unterrichtsmitteln nachteilig auf die Entwicklung der Schüler auswirken könnte. Außerdem bezweifele ich, das Herr Paschke solch eine Entscheidung ohne die Zustimmung der Gemeinderäte treffen durfte. In meinen Augen ist das ein Missbrauch seiner politischen Macht zugunsten eines privaten Vereins ,für dessen Unterstützung er sich schon anderweitig bekannt hatte.

MfG Gerd Neumann

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Antwort von
CDU

Sehr geehrter Herr Neumann,

vielen Dank für Ihre Anfrage über abgeordnetenwatch.de. Da wir leider viel zu wenig Kinder - auch in unserem Landkreis- haben, ist im Rahmen der Schulnetzplanung die Schließung von Mittelschulen nicht abwendbar. Das ist nicht nur für Eltern, die sich um eine gute schulische Ausbildung ihrer Kinder bemühen - nach Möglichkeit ohne unnötige Wege- sondern auch für die jeweilige Kommune und dörfliche Entwicklung eine schwierige Situation. Ersatzregelungen im Rahmen von Bau- bzw. Sanierungsphasen, die immer nur vorübergehend sind, schließe ich dabei aus, weil sie mit zusätzlichen Belastungen einhergehen.

Sebstverständlich ist aber zu gewährleisten, daß die Qualität des Unterrichts nicht beeinträchtigt wird. Daraus ergeben sich im Konkreten Spannungsfelder, die nur entsprechend der kommunalen Selbstverwaltung vor Ort unter Beteiligung aller Betroffenen gelöst werden können. Die Arbeit des Bürgermeisters und des Gemeinderates ist immer auf das Gesamtwohl der Gemeinde ausgerichtet.

Ich hoffe, daß für den Zeitraum der Bauarbeiten an der Lohsaer Schule für Ihr Kind eine optimale Lösung gefunden werden kann.

Mit freundlichen Grüßen,

Maria Michalk, MdB