Dr. Maiken Winter
ÖDP
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Frage von Xevfgvan Unfraxabcs an Dr. Maiken Winter bezüglich Gesundheit

# Gesundheit 17. Sep. 2017 - 09:50

Sehr geehrte Frau Winter,

Was werden Sie tun, um die wohnortnahe Versorgung mit Geburtshilfe zu sichern?
Welche Lösungsvorschläge haben Sie, um die Wochenbettbetreuung durch freiberufliche Hebammen auf dem Land aufrecht zu erhalten?
Kann Geburtshilfe in die Grund-und Regelversorgung eines Krankenhauses aufgenommen werden?

Vielen Dank für Ihre Zeit und Ihre Antwort!

Mit freundlichen Grüßen,
Xevfgvan Unfraxabcs, Hebamme

Von: Xevfgvan Unfraxabcs

Antwort von Maiken Winter (ÖDP) 18. Sep. 2017 - 09:38
Dauer zur eingetroffenen Antwort: 23 Stunden 48 Minuten

Sehr geehrte Frau Unfraxabcs,

danke für Ihre wichtige Frage. Ich beobachte mit großer Sorge die Entwicklung von freiberuflichen Hebammen, habe mich aber noch nicht intensiv mit den wichtigen Fragen, die Sie stellen, beschäftigt. Um dort Lösungsmöglichkeiten zu finden, würde ich mich als erstes mit Ihnen und anderen Betroffenen zusammensetzen, um gemeinsam die beste Lösung zu finden.

Insgesamt spricht sich die ÖDP klar für Hebammen aus. In unserem Wahlrpgramm steht dazu folgendes:

Die ÖDP setzt sich für eine langfristige Lösung der Haftpflichtproblematik ein, um den Berufsstand der Hebamme dauerhaft zu sichern. Deren Leistungen sind ein gesellschaftlich relevanter Beitrag zur Frauen-und Familiengesundheit. Wir fordern daher Rahmenbedingungen, welche die Möglichkeit der natürlichen und selbstbestimmten Geburt unterstützen:

·Zeit und Transparenz im Umgang mit den Frauen während der Geburt, sodass ihre Würde und ihr Recht auf Selbstbestimmung in jeglicher Weise respektiert werden kann.

·Umstrukturierung der Honorarordnungen dahingehend, dass Kaiserschnitte und andere invasive geburtshilfliche Maßnahmen gegenüber der natürlichen Geburtshilfe nicht unverhältnismäßig hoch vergütet werden.

·Kalkulation der Leistungen von Hebammen durch die Krankenkassen (GKV) nach Kosten und Verantwortungskompetenz und entsprechende Anhebung der Vergütungen.

·Sicherstellung der gesetzlich geregelten Wahlfreiheit (SGB V, § 24 f.) des Geburtsortes (wohnortnah) sowie die flächendeckende Versorgung mit Hebammenhilfe.

·Schaffung von alternativen Haftpflichtstrukturen:

oEinrichtung eines staatlichen Haftungsfonds mit/ohne Definition einer Haftungsobergrenze oder

oNeuordnung der gesamten Berufshaftpflichtstrukturen im Gesundheitsbereich (DGUV)

Mit freundlichem Gruß,

Maiken Winter