Konni Kanty
DKP
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Frage von Fvyxr Fpuäsre an Konni Kanty bezüglich Arbeit

# Arbeit 18. Apr. 2019 - 20:36

Hallo Herr Kanty,

was halten Sie davon, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer das Recht haben sollen, nach Teilzeit wieder in eine Vollzeitbeschäftigung zurückzukehren?
Vielen Dank
Freundliche Grüße
S. Fpuäsre

Von: Fvyxr Fpuäsre

Antwort von Konni Kanty (DKP) 20. Apr. 2019 - 00:44

Vielen Dank für Ihre Frage.

Ich halte es für eine wichtige Forderung, den Umfang der Arbeitszeiten auf die aktuelle Lebenssituation der Beschäftigten anzupassen, auch wenn das unter Umständen in der konkreten Situation in sehr kleinen Betrieben eventuell schwer umzusetzen werden könnte. Solch ein Wechsel der Arbeitszeiten sollte jedoch so flexibel (von Angestellten-Seite aus) wie möglich handhabbar sein.

Nichts desto trotz ist eine derzeitige Vollzeit-Wochenarbeitszeit von 40 Stunden (und in einigen Branchen sogar darüber hinaus) einfach nicht an den Lebensumständen der heutigen Gesellschaft angesetzt und eine geringere Wochenarbeitszeit ist bei der heutigen wirtschaftlichen Lage längst möglich. Deswegen setzt die DKP sich, genau wie immer mehr Gewerkschaften und Gewerkschaftsjugenden, für die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich ein. 30 Stunden sind genug! Wir wehren uns massiv gegen eine Erhöhung der Arbeitszeit, wie sie die rechte Regierung in Österreich vor Kurzem eingeführt hat und einige Unternehmer*innen und Politiker*innen hierzulande auch schon laut vor sich hin denken und auch noch als Notwendigkeit und Erfolgsmodell verkaufen wollen.

Eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit wäre nicht nur ökonomisch möglich, sondern sogar (auch wenn es eigentlich nicht meiner Argumentationslinie entspricht) wirtschaftlich sinnvoll. Zudem würde es den arbeitenden Menschen in jederlei Hinsicht besser gehen und das von den so vielen bürgerlichen Politiker*innen hochgelobte Ehrenamt würde auch gestärkt. Viele Menschen haben kleine Kinder und/oder pflegen Angehörige. Diese Menschen übernehmen Verantwortung und das häufig neben einer regulären Lohnarbeit. Diese Menschen müssen dringend entlastet werden.

Ich hoffe ich konnte Ihre Frage beantworten. Falls nicht, können Sie mir auch gerne nochmal schreiben.