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Konrad Dippel
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Frage von Hubert Schmidt an Konrad Dippel bezüglich Familie

# Familie 7Aug2017

Wie Sie wissen wurde das Eschenbacher Krankenhaus sehr zum Leidwesen der Bevölkerung geschlossen.
Bis heute kenne ich keinen anderen Grund als den, daß hier kein Profit gemacht wurde. Die Politik hat also hier den Profit eindeutig über die Gesundheit der Bevölkerung gestellt !
Tut mir wirklich leid aber das kann ich nicht begreifen. Als das Krankenhaus gebaut wurde hat man garantiert keinen Gewinn erwartet sondern die Bevölkerung des Landkreises Eschenbach besser behandeln wollen.
Mit der großen Gebietsreform hat man nach und nach nicht nur viele Ämter in Eschenbach geschlossen sondern nun auch noch das Krankenhaus einfach dicht gemacht. Da nutzt es auch wenig, daß die Politiker nun an die 500 Millionen für Krankenhäuser zur Verfügung stellen wenn Eschenbach geschlossen ist. Das Geld fließt nun in Krankenhäuser wie Weiden die immer mehr aufgebläht werden. In denen man nur noch eine Nummer sein darf, wo man ständig verwechselt wird und wo einen kein Besucher mehr findet.
Gibt es nicht doch irgendwie irgendeine Möglichkeit hier vor Ort wieder ein Krankenhaus entstehen zu lassen? Ein neues, weil das alte welches zwar kurz vor dem schließen noch aufwendig saniert wurde aber schnell für andere Zwecke vermietet wurde.

Von: Hubert Schmidt

Antwort von Konrad Dippel (par...)

Sehr geehrter Herr Schmidt!

Leider ist es eine unbestrittene Tatsache, dass gerade im Gesundheits- oder besser gesagt Krankheitswesen, das Verdienen von Geld immer mehr im Vordergrund steht. Meine Meinung dazu ist ganz klar: der Erhalt und die Wiedererlangung der Gesundheit ist eine, wenn nicht sogar die größte Aufgabe eines guten und fürsorglichen Staatswesens. Profitwirtschaftliche Interessen haben im Gesundheitswesen nichts verloren.

So wie Jesus schon die Geschäftemacher aus dem Tempel vertrieb, so müßte auch hier eine revolutionäre Veränderung stattfinden. Verschiedene Gesundheitsinstitutionen die im Wettbewerb um die besten Heil- und Gesunderhaltungsmethoden stehen, sollten im Besitz des Staates (von uns allen) sein. Und für alle gleichermaßen zugänglich und bezahlt.
Im Gegensatz zum unproduktiven Wettbewerb der Kassen, würde ein Wettbewerb von staatlichen Kliniken die z. B. schulmedizinisch und alternativ, oder kombiniert arbeiten sicherlich positive Früchte tragen.
Die Menschen die dort arbeiten, sollten beamtenähnlich bezahlt werden und für Erfolge in der Sache Ansehen und öffentliche Anerkennung ernten (statt maximaler Profite wenn z. B. viele Gelenke ausgetauscht werden).
Sicherlich ist das auch nicht umsonst, aber im Verhältnis zu dem was für Bankenrettungen aufgebracht werden konnte, oder zu dem was reiche Konzerne nicht an Steuern bezahlen, bezahlbar - wenn gewollt!

Selbstverständlich würde ein derartiges System sich wieder in der Fläche ausdehnen und vorhandene Strukturen wiederbeleben (wie z.B. das ehemalige Krankenhaus Eschenbach i. d. Opf.). Denn schließlich wollen Menschen aus Eschenbach den Menschen in Eschenbach helfen gesund zu sein oder zu werden, dafür anerkannt und honoriert werden.

Nicht zuletzt ist der Niedergang des Miteinanders ein Spiegel des nicht gerade optimalen Zustandes unserer Menschengemeinschaft (Volksgemeinschaft darf man ja nicht mehr sagen ;-) . An der Größe der Autos kann man ja das Glück der Menschen schlecht ermessen. Am Miteinander und dem Umgang der Gesunden mit den Kranken wohl aber.

Ich weiß, dass ich mit dieser Antwort heute noch etwas verloren und unrealistisch dastehe. Der Bundestag braucht keine Verwalter von Missständen. Verwaltet wird auf den unteren staatlichen Ebenen. Im Bundestag müssen mutige Visionäre kämpfen. Für positive Zukunftsvisionen die dann von den Menschen im Lande umgesetzt werden können. Dafür stehe ich zur Wahl!

Viele Grüße
Konrad Dippel