Klaus-Peter Willsch
CDU
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Frage von Sevrqoreg Fnzynaq an Klaus-Peter Willsch bezüglich Gesundheit

# Gesundheit 23. Sep. 2013 - 13:20

Sehr geehrter Hr. Willsch

die Initiative "Ich bin keine Fallpauschale" stellt folgende Forderung auf:
"Wir fordern für die Schwerst- und Spezialfälle an den Universitäts-Kinderkliniken umgehend eine faire und kostendeckende Vergütung, die sich am tatsächlichen Behandlungs- und Pflegeaufwand orientiert!"
Als Vater einer chronisch kranken Tochter würde ich gerne Wissen wie Sie und ihre Partei sich in der kommenden Legislaturperiode dem Thema Unterdeckung der Kosten bei schwerst- und chronisch kranken Kinder/erwachsenen widmen wollen.
Welche Lösungsideen gibt es bereits.

Mit freundlichem Gruß
Friedbert Samland

Von: Sevrqoreg Fnzynaq

Antwort von Klaus-Peter Willsch (CDU) 24. Sep. 2013 - 15:49
Dauer bis zur Antwort: 1 Tag 2 Stunden

Sehr geehrter Herr Samland,

für Ihre Anfrage über http://www.abgeordnetenwatch.de danke ich Ihnen.

Die Unterstützung von Kindern mit Behinderung und ihren Angehörigen liegt uns besonders am Herzen. CDU und CSU wollen Kinder mit Behinderung und chronisch kranke Kinder stärker in den Regelunterricht einbeziehen, dabei aber nicht auf individuelle Förderung verzichten. Unser Ansatz dabei lautet: „So viel Inklusion wie möglich – so viel besondere Förderung wie nötig“. Die inklusive Schule werden wir daher weiter voranbringen. Inklusive Schule heißt für uns, dass wir den Menschen in den Mittelpunkt stellen: Jeder Schüler muss bestmöglich gefördert und unterstützt werden. Voraussetzung dafür sind Barrierefreiheit, gut ausgebildete Lehrer und genügend Förderlehrerstunden. Zugleich sprechen wir uns dafür aus, Förderschulen zu erhalten, wo dies im Interesse der Kinder mit besonderem Förderbedarf liegt.

Hierzu finden auf Bundesebene regelmäßige Sitzungen und Veranstaltungen statt, in denen gemeinsam mit den Fachkollegen aus den Ländern, den Kommunen, den Parlamenten und den Fachgremien der Partei Maßnahmen zur Weiterentwicklung inklusiver Bildungspolitik erörtert und beschlossen werden.

Aufgrund des medizinischen und medizinisch-technischen Fortschritts sowie des demografischen Wandels müssen Struktur, Organisation und Finanzierung des Gesundheitswesens ständig weiterentwickelt werden. Bei diesen Reformen widmen CDU und CSU der medizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen ihre besondere Aufmerksamkeit. Dazu gehören auch die Forderungen aller Bundestagsfraktionen aus dem Jahr 2002 mit dem Ziel, die medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen zu sichern und zu verbessern. In einer öffentlichen Anhörung der Kinderkommission zum Thema „Gesundes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen“ am 26. Januar 2011 wurde im Rahmen einer öffentlichen Anhörung Bilanz gezogen.

CDU und CSU wollen, dass auch in Zukunft jeder in Deutschland Zugang zu einer guten medizinischen Versorgung hat, unabhängig von seinem Einkommen, Alter oder gesundheitlichen Zustand. Wir stehen für ein leistungsfähiges Gesundheitswesen, das Menschlichkeit, Qualität und Bezahlbarkeit zusammenführt und zu einer hohen Lebensqualität in Deutschland beiträgt.

Die primäre Zuständigkeit für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen liegt aufgrund seiner speziellen Ausbildung beim Pädiater. Er ist mit den physiologischen und psychologischen Aspekten der Behandlung dieser Patientengruppe am besten vertraut. Daran halten CDU und CSU fest.

Um die fachärztliche Behandlung von Kindern zu gewährleisten, haben CDU und CSU durchgesetzt, dass auch Spezialambulanzen an Kinderkliniken künftig die ambulante Versorgung sicherstellen können.

Versorgungsangebote über die Sektorengrenzen hinweg gilt es im Interesse der Patienten weiter auszubauen. Deshalb haben wir beispielsweise die gesetzlichen Grundlagen für die ambulante spezialfachärztliche Versorgung geschaffen. Die integrierte Versorgung wollen wir weiterentwickeln, damit die stärkere Vernetzung der verschiedenen Fachdisziplinen und Sektoren vorangetrieben wird. Durch bessere Versorgungsmodelle werden die Sektorengrenzen durchlässiger gemacht. Damit können Synergieeffekte in der Gesundheitsversorgung entstehen.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus-Peter Willsch MdB