Frage an Klaus Hänsch von Wbunaarf Xyrvare-Oöuz bezüglich Verwaltung und Föderalismus

03. Juni 2009 - 10:42

Sehr geehrter Herr Hänsch,
anlässlich der Wahlen zum europäischen Parlament möchte ich Ihnen eine Frage stellen, von deren Beantwortung ich u. a. auch meine Entscheidung, welchem Kandidaten ich schlussendlich meine Stimme geben werde, abhängig mache.

Nach meinem Dafürhalten führt die deutsche Sprache in Brüssel und in den politischen Gremien der EU ein Schattendasein. Das hat nicht nur handfeste wirtschaftliche Nachteile für uns, sondern wird auch dem Deutschen als meistgesprochene Erstsprache in Europa nicht gerecht.
Meiner Meinung nach tun die deutschen Parlamentarier nichts oder viel zu wenig, um diesen offensichtlichen Missstand zu beseitigen. Obwohl Deutsch offiziell eine der drei Amtssprachen der EU ist, wird seit geraumer Zeit versucht, deren Status als Amtssprache zu untergraben. Dass sich unsere Abgeordneten dagegen wehren oder gar auflehnen, habe ich noch nicht gehört.

Meine konkrete Frage an Sie ist, welche Meinung Sie zu diesem Problem haben, besser gesagt, was Sie dagegen zu unternehmen gedenken.

Für Ihre Antwort bedanke ich mich im Voraus sehr herzlich, und wenn Sie mich noch vor der Stimmabgabe erreichen sollte, wäre ich Ihnen ganz besonders dankbar.

Mit freundliche Grüßen
Johannes Kleiner-Böhm

Frage von Wbunaarf Xyrvare-Oöuz
Antwort von Klaus Hänsch
02. Juni 2009 - 16:01
Zeit bis zur Antwort: 0 Sek.

Sehr geehrter Herr Kleiner-Böhm,

Deutsch ist eine der 23 Amtssprachen der Europäischen Union. An diesem Status wird von niemandem gerüttelt. Deutsch ist auch eine der vier Arbeitssprachen (neben französisch, englisch und spanisch). Es gibt keinen Grund, sich dagegen aufzulehnen.

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Hänsch