Karl-Georg Wellmann
CDU
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Frage von Urvxb Csyht an Karl-Georg Wellmann bezüglich Umweltpolitik

# Umweltpolitik 16. Sep. 2009 - 16:31

Sehr geehrter Herr Wellmann,

Sie werben derzeit in Nikolassee per Aufkleber auf Ihrem Wahlplakat für Lärmschutz an der AVUS.

1. Da das Thema bereits seit Jahren u.a. durch eine Bürgerinitiative und durch Privatpersonen gegenüber dem Bezirksamt, dem Senat usw. verfolgt wird, stellt sich die Frage, was Sie seit Jahren für den Lärmschutz unternommen haben und wie erfolgreich Sie dabei waren?

2. Da bisher für den Lärmschutz (geeignete Lärmschutzwände wie z.B. bei Kleinmachnow und Babelsberg) nichts geschehen ist, sollten Sie zu erklären versuchen, was Sie für den Lärmschutz in der kommenden Legislaturperiode zu tun gedenken und wie Sie die Erfolgsaussichten beurteilen.

Mit freundlichen Grüßen

H. Pflug

Von: Urvxb Csyht

Antwort von Karl-Georg Wellmann (CDU)

Sehr geehrter Herr Pflug,

vielen Dank für Ihre eMail-Zuschrift zum Thema Lärmschutz an der Berliner AVUS.

Der Verkehrslärm der AVUS beeinträchtigt die Lebensqualität in Nikolassee. Ich teile diese Empfindung der Anwohner und setze mich in Gesprächen mit dem Senat und dem SPD-geführten Verkehrsministerium für eine Reduzierung der Lärmbelastung ein. So wäre z. B. ein Tempolimit von 60 km/h zwischen Kleeblatt und Spanischer Allee sinnvoll. Aber Verkehrssenatorin Junge-Reyer hat mir leider erklärt, sie unterstütze eine Temporeduzierung nicht.

Das Verkehrsministerium prüft inzwischen auf meine Initiative hin die Errichtung von Lärmschutzwänden ebenso wie das Aufbringen von lärmarmem Fahrbahnbelag. Der zwischenzeitlich aufgebrachte Dünnschichtbelag ist lediglich eine kosmetische Maßnahme ohne nachhaltige Wirkung. Erforderlich ist eine „grundhafte Erneuerung“, bei der auch die defekten Koppelelemente gegen lärmarme Übergangskonstruktionen moderner Bauart ausgetauscht werden können. Diese „grundhafte Erneuerung“ ist bereits für die AVUS zwischen Spanischer Allee und Dreieck Funkturm vorgesehen. Der Abschnitt Nikolassee bis zur Landesgrenze bleibt allerdings ausgespart. Das ist unverständlich. Mit gutem Willen wäre mehr für die Anwohner zu erreichen. Leider machen wir mit dem rot-roten Senat immer wieder die gleiche Erfahrung: Man sieht in unseren Anliegen "Luxusprobleme" - der bürgerliche Südwesten sei bevorzugt und solle gegenüber den Ostbezirken zurückstehen.

Ich bleibe am Ball und werde mich - in Kontakt mit der Bürgerinitiative - weiter um Verbesserungen hinsichtlich des Verkehrslärms bemühen. Wir werden damit hoffentlich in der nächsten Legislaturperiode vorankommen.

Mit freundlichen Grüßen

Karl-Georg Wellmann, MdB