Frage an Kajo Wasserhövel von Wöet Cbuynaq bezüglich Gesundheit

13. September 2009 - 17:06

Sehr geehrter Herr Wasserhövel,
Sie haben heute über die Vorzüge vom BBI im RBB gesprochen. Als Randberliner und Naturfreund von den Müggelbergen und Grünau und Schmöckwitz + Karolienhof - würde ich gern wissen, was Sie für die Betroffen von Fluglärm tun bzw. tun würden ?
Wie sehen Sie die Unfallsituation für die Erhohlung + Betrieb und die Wasserversorgung der Stadt Berlin, wenn ein Flugzeug z.B. wie am 12.12.1986 außer Kontrolle gerät ?

Ist eine sozialpoltische Maßnahme der SPD - Politik - dass sich jeder heute ein Flugticket leisten kann, aber in der Stadt Berlin nicht mehr von A nach B mit öffentlichen Verkehrsmiteln kommen kann ?

Frage von Wöet Cbuynaq
Antwort von Kajo Wasserhövel
24. September 2009 - 09:56
Zeit bis zur Antwort: 1 Woche 3 Tage

Sehr geehrter Herr Pohland,

für Ihre Anfrage bedanke ich mich und antworte gerne wie folgt:

Die Bundesregierung hat in ihrem im Mai 2009 verabschiedeten Flughafenkonzept auf die besondere Schutzwürdigkeit der Nachtruhe der im Umkreis von Flughäfen lebenden Bevölkerung hingewiesen.
Derzeit erarbeitet die zuständige Genehmigungsbehörde von Brandenburg einen neuen Entwurf einer Nachtflugregelung für den Flughafen BBI. Jeder private und öffentliche Eigentümer innerhalb der Schutzgebiete des BBI hat zudem Anspruch auf Schallschutzmaßnahmen.

Darüber hinaus und für mich von besonderer Wichtigkeit ist, dass die ökologische Gesamtbilanz gegenüber dem bisher zersplitterten Berliner Flughafensystem beim Flughafenneubau BBI positiv ist, sowohl beim Flächenverbrauch als auch bei der Lärm- und Verkehrsbelastung. Die Maßnahmen zum Schutz von Umwelt und Natur reichen vom Landschafts- und Gewässerschutz über die Prüfung von Altlasten bis hin zu einem Abfallkonzept. Hochinnovative Wärmerückgewinnungssysteme und regenerative Energiesysteme (z.B. Kühlung mit Regenwasser) werden in die Planungen einbezogen. Eine ökologische Baubegleitung (z.B. Umsiedlung von Amphibien) sowie Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen (z.B. Neuanpflanzung von Bäumen) verhindern, dass es während der Bauzeit zu dauerhaften Beeinträchtigungen in der Flughafenumgebung kommt.

Lieber Herr Pohland, ich verstehe natürlich die Sorge, die aus Ihren Zeilen spricht. Wer möchte schon liebgewonnene Naturlandschaften verändert sehen? Gleichwohl stehe ich nicht allein wegen der genannten Maßnahmen hinter dem BBI. Der Flughafen wird dauerhaft Arbeitplätze schaffen, die im Südosten Berlins sehr dringend gebraucht werden. Darüber hinaus sprechen für die Verlagerung der Flughäfen an den Stadtrand auch die von Ihnen genannten Sicherheitsgründe (Unfallrisiko).
Trotz meiner positiven Haltung zum BBI werde ich mich selbstverständlich für den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und für ein besseres Verkehrswegenetz für Fahrradfahrer einsetzen, gerade und auch in meinem Wahlkreis Treptow-Köpenick.

Im übrigen habe ich unseren Flyer “Umwelt – saubere Energie statt Atomkraft!” angefügt. Vielleicht interessieren Sie sich auch für dieses Thema und Sie werfen mal einen Blick hinein. Mich würde das freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Kajo Wasserhövel