Kai Vogel
SPD
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Frage von Oneonen Ertyvat an Kai Vogel bezüglich Landwirtschaft

# Landwirtschaft 28. März. 2012 - 16:53

Sehr geehrter Herr Vogel,

Schleswig-Holstein ist das Bundesland, in dem die biologische Landwirtschaft den geringsten Anteil hat.
Ist es das Ziel Ihrer Partei das zu ändern und wenn ja mit welchen Mitteln?

Mit freundlichen Grüßen

Barbara Regling

Von: Oneonen Ertyvat

Antwort von Kai Vogel (SPD)

Sehr geehrte Frau Regling,

vielen Dank für Ihre Frage bezüglich der biologischen Landwirtschaft. 

Als einziges Bundesland hat Schleswig-Holstein die dauerhafte Förderung des ökologischen Landbaus eingestellt, dies ist sehr bedauerlich und Schleswig-Holstein wird damit zum bundesdeutschen Schlusslicht. Diese Situation gilt es aus Sicht der SPD mit folgenden Mitteln zu verändern:

Ab 2014 muss die Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union (GAP) eine neue Richtung einschlagen und stärker an ökologischen Maßstäben ausgerichtet sein. Dafür setzt sich die SPD derzeit bei den Verhandlungen zur Reform der GAP in Brüssel ein. Wir halten es dabei für dringend notwendig, dass die Agrarpolitik sich den gesellschaftlichen Herausforderungen stellt: Dem Klimawandel, der Erhaltung der Biodiversität und der Ernährungssicherheit.

Während die neue europäische Agrarpolitik von der Landwirtschaft mehr gesellschaftliche Leistungen als nur die Produktion von Nahrungsmitteln einfordert, droht Schleswig-Holstein den Anschluss an die auch von Verbraucherseite geforderte Umstellung zu verpassen. Im ökologischen Landbau werden nicht nur regionale Lebensmittel von hoher Qualität erzeugt, er verzichtet auch auf chemisch-synthetische Düngemittel und erbringt viele Leistungen im Klima-, Natur- und Bodenschutz. Deshalb stellen Brüssel und Berlin erhebliche finanzielle Mittel bereit, um die ökologische Landwirtschaft zu unterstützen - vorausgesetzt, das jeweilige Bundesland übernimmt einen vergleichsweise geringen Anteil an der Kofinanzierung.

Die SPD vertritt die Auffassung, dass der ökologische Landbau in Schleswig-Holstein wieder dauerhaft gefördert werden muss. Nicht zuletzt, weil die Erzeugung von Bio-Lebensmitteln ein Wachstumsmarkt ist, an dem nicht beteiligt zu sein Schleswig-Holstein sich nicht leisten darf.

Herzliche Grüße

Kai Vogel