Jutta Krellmann
DIE LINKE
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Frage von Unaarf Cuvyvcc an Jutta Krellmann bezüglich Arbeit

# Arbeit 29. Feb. 2016 - 10:03

Sehr geehrte Frau Abgeordnete Krellmann,

Ihrer Selbstauskunft entnehme ich, dass Sie neben Ihrer Abgeordnetentätigkeit eine Teilzeitbeschäftigung als Gewerkschaftssekretärin bei der IG Metall ausüben.
(Ich bin bisher davon ausgegangen, das Abgeordnetentätigkeit zeitlich sehr ausgedehnt ist und - auch deswegen - ganz gut honoriert ist und dass es die Besonderheit von CDU- oder FDP-MdB´s war, als Anwälte oder Unternehmensberater "nebenbei" Geld zu kassieren.)
Konkret würde ich gerne wissen, wie Sie die Teilzeit von 10 Wochenstunden konkret bei der IG Metall in Hameln leisten:
Machen Sie das regelmäßig an zwei Tagen pro Woche und wenn ja, zu welchen Uhrzeiten oder machen Sie das in einem Block von 40 Stunden/eine Woche pro Monat in der sitzungsfreien Woche oder wie genau gestalten Sie Ihre Arbeitszeit bei der IG Metall? Weiter würde würde ich gerne wissen, mit welchen konkreten Aufgaben bzw. Projekten Sie als Gewerkschaftssekretärin bei der IG Metall in Hameln beauftragt sind.

Mit freundlichen Grüßen
Hannes Philipp

Von: Unaarf Cuvyvcc

Antwort von Jutta Krellmann (LINKE)

Lieber Herr Philipp,

Ihre Frage vom 29. 2. 2016 will ich Ihnen wie folgt beantworten.
Beschäftigte mit einer politischen Wahlfunktion haben das Recht, sollten sie nicht mehr gewählt werden, einen gleichwertigen Arbeitsplatz zu bekommen. Gleichwertig heißt gleicher Verdienst bei gleichwertiger Arbeit, aber nicht gleicher Ort. Da ich nach meiner ersten Wahl nicht wusste, wie sich das bei der LINKEN weiter entwickelt, habe ich nach meiner ersten Wahl nicht alle Brücken zu meiner bisherigen Arbeit abgebrochen. Mein zusätzlicher Vorteil war, dass dadurch, dass ich weitergearbeitet habe, ein Ortwechsel nicht denkbar war.

In der zweiten Wahlperiode habe ich das weitergeführt, weil es mir wichtig war "mein Ohr an der Basis" zu haben. Was andere Abgeordnete sich mühsam von außen erarbeiten müssen, habe ich durch zuhören und meine Anwesenheit.

Meine Arbeitszeit von 10 Stunden pro Woche leiste ich flexibel auf das Jahr verteilt, außerhalb der Sitzungswochen natürlich.

In meiner Arbeitszeit bearbeite ich insbesondere das Thema Leiharbeit und Werkverträge, aber auch anderes was gerade anliegt. Diese Aufgaben allerdings aus Sicht der Betroffenen, nicht des Gesetzgebers.

Es ist richtig, dass ich dafür auch Gehalt bekommen, aber ich arbeite auch.

Mein Amt als Bundestagsabgeordnete wird dadurch nicht beeinträchtigt, im Gegenteil, weiß ich dadurch immer von was ich rede. Meine Arbeit bei der IG Metall belastet mich nicht, sie bereichert mich eher.

Ich hoffe ich habe Ihre Frage umfassend beantwortet.

Jutta Krellmann