Jürgen Koppelin
FDP
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Frage von Erar Yvzn an Jürgen Koppelin bezüglich Finanzen

# Finanzen 12. Mai. 2010 - 17:54

Sehr geehrter Herr Koppelin

beim DED wird das Programm weltwärts gefahren. Gleichzeitig entsendet der DED selber - lt. seinen Angaben 559 Freiwillige ( http://www.ded.de/cipp/ded/custom/pub/content,lang,1/oid,65/ticket,g_u_e... ) von insgesamt rund 3.000 Freiwilligen.

Sehen Sie eigentlich hier einen Interessenkonflikt, wenn der DED einerseits die Mittel vergibt, andererseits auch selber Begünstigter ist?

Besten Gruß
Rene Lima

Von: Erar Yvzn

Antwort von Jürgen Koppelin (FDP) 20. Mai. 2010 - 17:59
Dauer bis zur Antwort: 1 Woche 1 Tag

Sehr geehrter Herr Lima,

vielen Dank für Ihre Frage zu „weltwärts“.

Das „weltwärts“-Sekretariat ist in der Tat beim DED in Bonn angesiedelt worden. Der DED tritt auch selbst als Entsendeorganisation auf.

Hier würde ich dann ein Problem sehen, wenn der DED durch die „weltwärts“-Entsendungen tatsächlich finanziell begünstigt wäre. Dies ist nicht der Fall, denn die Mittel für „weltwärts“ kommen nur den Teilnehmern zu Gute. Auch das Programm insgesamt profitiert von der langjährigen Erfahrung des DED. Ich glaube nicht, dass eine Angliederung des Sekretariats beispielsweise an das Ministerium Vorteile bringen würde.

Allerdings habe ich gegen „weltwärts“ grundsätzliche Bedenken. Dieser Dienst entstand zusätzlich zu den anderen Freiwilligendiensten Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) und Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ). Er verursacht zusätzliche Verwaltungskosten in nicht unerheblicher Höhe. Als Instrument der Entwicklungspolitik ist „weltwärts“ auch nicht geeignet. Ungelernte Freiwillige Abiturienten die ein Jahr im Ausland verbringen und helfen möchten, können dies besser über das FSJ und das FÖJ tun. Für weitere Informationen empfehle ich Ihnen einen Artikel bei Spiegel Online ( http://www.spiegel.de/schulspiegel/ausland/0,1518,694357,00.html ) oder einen Besuch auf meiner Homepage, http://www.juergen-koppelin.de

Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Koppelin